3 Idioten und ihr Blog XStat.de

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Tja ........wenn man zu viel lange Weile im Unterricht hat.....

Hier kommen Katja's und Ina's kleine Kurzgeschichten rein.

Sie entstehen durch das abwechselnde schreiben........kurz gesagt jder schreibt n Satz und dann gehts wieder zum Nachbarn.

Die werden von Liebe, Trauer, Angst und Leidenschaft handeln......Oder auch nicht.....
Wer weiß das jezt schon....

Viel Spaß beim lesen.......
und viel Spaß beim raten was Ina oder was Katja geschrieben hat!

ach ja..........so vorbildlich wie wir sind....

WIR HABEN ALLES IN DEN PAUSEN GESCHRIEBEN !!!
(besonders in den langweiligen Deutsch-"Pausen")

*zwinker*




Autoren: Katja + Ina
Handlungen: Ähnlich wie bei Fan-Fictions

Inhaltlich beruht alles auf den kranken Fantasien Ina's und Katja's




Fatal kiss
Dauerbesoffen und gebrochene Herzen
Postcard




Fatal kiss

„Lass mich in Ruhe!“, schrie Ina Lauri an! „Was ist denn mit dir los?“, kam verwirrt von ihm zurück. Ina rannte ins Schlafzimmer von Lauri, schmiss die Tür zu und schloss ab! Sie setzte sich aufs Bett und überlegte wie es nun weitergehen soll. Lauri war ihre große Liebe, aber was er getan hat, war kaum zu verzeihen! Sie wollte raus gehen, an die frische Luft, um mal für sich zu sein. Wusste aber nicht wie sie zur Haustür kam ohne Lauri über den weg zu laufen. Sie wollte ihn nicht sehen. „Was ist los, Ina?“, schrie Lauri verwirrt. „Das weißt du genau“, schrie sie zurück durch die verschlossene Tür. „Nein! Weiß ich nicht!“, schrie er leicht wütend! „Du Arsch hast Aki geküsst! „Schwuchtel!““, schrie Ina mit tränen in den Augen! „Woher hast du das denn? Das stimmt nicht!“, sagte Lauri sichtlich verwirrt. „Woher ich das hab? Ich hab euch gesehen!“. Von draußen kam ein dumpfes Geräusch. Lauri war der Tür entlang nach unten gerutscht. „Warum hast du das getan? Bist du etwa schwul? Oder was?“, meinte Ina und setzte sich ebenfalls mit dem Rücken zur Tür auf der anderen Seite hin. „Nein! Ich mein... Ich weiß nicht! Es war ein Versuch! Es war immer so was besonderes zwischen Aki und mir!“, versuchte Lauri zu erklären und er war den Tränen nahe. „Also mehr als nur eine gute Freundschaft...Ich verstehe.“. Ina schüttelte den Kopf und schaute geistlich abwesend auf den Boden. „Nein! Ich glaub nicht, dass du das verstehst!“. Lauri weinte. Ina hatte in dem Jahr, wo sie mit Lauri zusammen was, ihn nie weinen sehen, bzw. hören. Sie stand auf, ging zum Fenster und öffnete es. Sie schaute raus, sah das Meer. Traurigkeit.... , dass war das Einzige was sie jetzt fühlte. Was sollte sie nun tun. Auch wenn Lauri es nicht zugab. Er liebt Aki. Sie stellte sich aufs Fensterbrett! Schaute nach unten. Es war hoch! Aber hoch genug?
„Ina?“, fragt Lauri hinter der Tür. „Ina, sag doch was!“. Sie stieg vom Fensterbrett und ging zum Schrank, wo Lauri ein Messer versteckt hatte! Sie nahm das Messer in die Hand. Schaute es genau an. „Bitte Ina, mach keinen Scheiß! Okay ich hab ihn geküsst, aber ich liebe ihn nicht! Ich liebe nur dich, glaub mich das bitte!“, schrie Lauri fast! Ina beachtete Lauri kaum. Ihr war kalt. Sie zitterte. Tränen tropften auch die scharfe Messerklinge. „Ina!!!“. Lauri klopfte wie wild gegen die Tür. Langes Schweigen. Lauri bekam Panik. „Ob ihr was passiert ist?“, dachte er sich. Es versuchte die Tür auf zu bekommen. Er ran mit voller Wucht gegen. Beim 3. Mal gab die Tür nach und sprang auf. Ina saß in der Ecke, den Kopf zwischen den Knien. Ein Messer lag auf dem Bett...unbenutzt. Lauri rannte zu ihr. Sie schaute ihn an. „Liebst du mich wirklich?“, fragte Ina. „Ja, natürlich. Das hab ich dir doch die ganze zeit gesagt!!!“, lächelte Lauri mit Tränen im Gesicht. Er nahm Inas Kopf in seine Hände und küsste sie.

Ende




Dauerbesoffen und gebrochene Herzen


„Ich bin... n-nicht betrun...keen, Aki!“, hiekste Lauri mich an, wobei er fast vom Barhocker fiel! „Und das soll ich dir jetzt glauben?“ ,fragte ich und rollte mit den Augen. Seitdem Katja ihn verlassen hatte, war Lauri dauerbetrunken. Er nuschelte vor sich hin: „Warum hat sie des eigentlich getan?“. Ich wusste warum! Ich konnte ihm aber jetzt schlecht sagen, dass Katja ihn wegen mir verlassen hatte! „Ja... ähm..., ich weiß es auch nicht mehr.“ ,gab ich ihm zur Antwort. Ich half Lauri vom Hocker, bezahlte seine Rechnung –wie immer- und schleppte ihn zu meinem Auto. „Ich brauche deine Hilfe nicht! Ich kann das alleine.“, meinte Lauri und stolperte vor sich hin, Richtung Auto.. „Klar!“, ich machte die Hintertür meines Autos auf und platzierte Lauri auf die Sitzbank. „Ich bin müde. Ich will nach Hause!“, jammerte Lauri, wie ein kleines Kind. „Was meinst du, wo ich dich hinbringe?“, sagte ich leicht genervt. „Ob Katja schon zu Hause ist?“, fragte Lauri. Ich verschluckte mich. „Mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht!“, sagte ich leise zu mir. Katja wohnte, seitdem Auszug bei Lauri, bei mir. Nur wusste er nichts davon. „Sie sitzt bestimmt auf der Couch, eingekuschelt und wartet auf mich.“, sagte Lauri verträumt. „Ja, Lauri, bestimmt!“, sagte ich entnervt und wusste, dass sie mit Sicherheit auf meiner Couch sitzt und schon fast schläft. Oder die weinte und wartete auf mich! „Vielleicht hat sie mir sogar einen Kaffee gemacht. Das macht sie immer!“, meinte Lauri. Langsam fragte ich mich, wie ich das noch länger aushalten sollte. Ein Glück war schon Lauris Wohnblock in Sicht. „Tja Lauri...jetzt sind wir da. Ich bring dich noch hoch.“, sagte ich zu Lauri, der schon fast eingeschlafen ist. „Hä?“, kam von ihm. „Ne, ich kann....kann alleine hochgehen!“. „Das würde ich dir gerne glauben, aber sicher ist sicher.“, sagte ich. In Gedanken dachte ich daran, wie er wohl reagiert, wenn er sieht, dass Katja gar nicht da ist.
Oben angekommen versuchte Lauri verzweifelt das Schlüsselloch zu finden. „Ich helf dir!“. Ich nahm den Schlüssel und schloss die Tür auf. Lauri stolperte rein. “Katja.. Ich bin wieder da!”, rief er in die Wohnung. Keine Antwort! Lauri suchte nach ihr. Er grinste vor sich hin, da er dachte, dass Katja sich versteckt hatte. „Äh...Tschüss Lauri!“, sagte ich, weil ich das nicht mit ansehen konnte. Ich schloss die Tür und ging runter zum Auto. Ich hörte noch , wie Lauri aus dem Fenster nach Katja rief.... Immer noch grinsend! Ob er irgendwann merkt, dass sie nicht da ist?
Als ich die Tür zu meiner Wohnung öffnete, kam Katja auf mich zu und umarmte mich. Sie hatte Tränen im Gesicht! „Ist ja schon gut!“, versuchte ich sie zu beruhigen. „Warst du bei Lauri?“, fragte sie mich. „So ungefähr!“, blockte ich ab. „Er ist schließlich immer noch mein Kumpel. Tut mir Leid.“, sagte ich leise in Katjas Ohr. Sie fing noch mehr an zu weinen. „Es tut mich so Leid, Aki!“, flüsterte sie. „Es brauch dir doch nicht Leid zu tun. Die Dinge ändern sich eben.“ Ich seufzte laut, ließ Katja los und ging langsam Richtung Bad. Es war 4 Uhr morgens. Ich ging zum Waschbecken und kühlte mein Gesicht ab. Ich war ziemlich verschwitzt, da es in der Bar so warm war. Katja weinte immer noch, das hörte ich!
Verdammt. Ich wollte Katja nicht verletzten. Ich liebte sie doch! Ich ging zu ihr hin und sagte ihr, dass wir jetzt schlafen gehen sollten. Sie nickte und ging ebenfalls ins Bad.
Am nächsten Tag erwachte ich erst ziemlich spät!
Katja war weg! Anscheind ist sie schon wach. Oder? Ich schaute auf meinen Nachttisch. Dort lag ein Brief. Ich rieb mir die Augen. Schnappte mir daa den Brief und öffnete ihn langsam. Ich setzte mir meine Brille auf und begann zu lesen: „Ich will die Freundschaft zwischen dir und Lauri nicht zerstören!“. Ich war geschockt! Wollte mit ihr reden. Ich versuchte sie auf dem Handy zu erreichen, doch es war aus! Was nun? Ich schaute in den Schrank. Ihre Sachen und ihre Tasche war weg! Vielleicht ist sie ja bei Lauri! Eher nicht. Oder doch? Ich rief bei ihm an. Besetzt! Dann rief ich bei Ina, die beste Freundin von Katja, an. „Wie? Sie ist weg? Toll! Jetzt habt ihrs geschafft!“, warf sie mir vor. „Ich helfe suchen. Ich glaube nämlich ich weiß, wo sie ist!“, sagte sie noch schnell und legte auf.
Als Ina zu mir kam, nahm sie meine Hand und zog mich hinter ihr her. „Du fährst!“, kam hastig und leicht genervt von Ina. „Okay?“, sagte ich ziemlich verwirrt. Wo sie wohl hin will? Wir fuhren zum Hafen. „Ihr Lieblingsplatz, dort ist sie immer wenn sie überlegen will!“, sagte sie und zeigte auf eine Bank. Ich machte mir Sorgen. Sie war nicht da! Wo war sie nur dann? „Eigenartig! Ein anderer Platz kam mir gar nicht in den Sinn. Mist...!“. Ina sah verzweifelt aus. Am Abend fuhren wir dann nach Hause...erfolglos. Wir hatten wirklich alles abgesucht. Ich brachte Ina nach Hause: "Komm doch mit rauf. Zu Hause machst du dich nur fertig!“, sagte Ina! „Einverstanden!“, sagte ich traurig.
Wir schleichten die Treppe hoch. Niemand sagte etwas. Als wir in der 3. Etage ankamen, saß dort jemand. Zusammengekauert. Vor Inas Tür! „Katja!“, rief ich vor Erleichterung! Katja schaute hoch. Ihr Gesicht war rot und voller Tränen! „Aki!“, flüsterte sie und schaute mich an. Ich ging zu ihr und hockte mich hin. „Was machst du hier?“, fragte ich. Ich wollte ihre Hand nehmen, aber sie zog sie weg. Verwirrt schaute ich sie an. „Lass mich! Geh! Es ist besser so!“, sagte sie. Es traf mich wie ein Schlag! „Aber ich liebe dich doch!“, versuchte ich sie um zustimmten. Sie weinte wieder. „Ich steh dir nur im Weg! Zerstöre deine Freundschaft mit Lauri!“, schrie sie fast. „Du stehst mich nicht im Weg!, flüsterte ich. Mir kamen auch die Tränen. „Bitte bleib!. Katja stand auf. „Ich flieg morgen wieder nach Deutschland! Mit Ina! Es ist besser so!“, sagte sie leise. „Nein!“, schrie ich. Katja nahm ihre Sachen und ging in Inas Wohnung. „Bitte, Katja.“, flehte ich. Ich wollte ihr in die Wohnung folgen, aber Ina hielt mich auf. „Lass sie!... Tut mir Leid!“, sage sie. „Tut dir Leid?“, schrie ich sie an. Ina ging in ihre Wohnung und schloss die Tür. Ich lehnte mich an die Wand. Ich weinte mir die Seele aus dem Leib und sackte in mich zusammen!





Postcard



„Bist du sicher das du nicht mit rein kommen willst?“, fragte Lauri mich, hoffend das ich meine Meinung ändere. „Ja. Du weißt was Eero von mir hält!“, antwortete ich . Wir saßen im Auto. Vor Eeros Haus. Ich hatte Lauri in das Dorf gefahren, wo Eero jetzt wohnte. Jetzt, wo sich soviel geändert hatte. „Na gut... ach ja... Aki... zurück nehm ich mir ein Taxi. Danke, das du mich gefahren hast!“, sagte Lauri als er die Tür öffnete. „Bis dann, Kumpel!“, sagte er als Verabschiedung. Lauri und ich waren immernoch Freunde. „Grüß Eeros Familie von mir!“, sagte ich noch schnell bevor Lauri die Tür zumachte. Ich schaute Lauri noch hinter her. Als Eero die Tür öffnete wäre ich am liebsten zu ihm gerannt. Hätte ihn am liebsten umarmt. Wir haben schon ewig nicht mehr miteinander gesprochen. Was sicher nicht an mir lag. Meine Hand bewegte sich schon Richtung Tür, aber dann sah ich Eeros Blick. Er hatte gesehen das ich im Auto saß. Und dann schaute er mich wieder so verächtlich an. Leider hatte er allen Grund dazu mich so an zu gucken. Ich ließ den Motor an und fuhr los. Ich beschloss zum Freidhof zu fahren. Während der Fahrt musste an früher denken. Als alles noch in Ordnung war. Als „The Rasmus“ noch existierte und mit „In The Shadows“ mächtig erfolgreich war. Es war zwar eine stressige, aber schöne Zeit. Das war vor 2- 3 Jahren. Ich musste grinsen. In der Zeit waren Lauri und ich auch zusammengezogen und bildeten die wohl chaotistische WG in Helsinki.
Am Friedhof angekommen, stieg ich aus meinem Auto aus. Ich war oft hier. Leider. Bisher war ich aber immer mit Lauri hier und nie alleine. „Hey Kumpel!“, flüsterte ich als ich an dem Grabstein ankam, den ich immer mit Lauri besuchte. Ich kniete mich hin und schaute auf den Namen der auf dem Grabstein stand „Pauli Rantasalmi“. Mir kamen die Tränen. Ich musste immer weinen, wenn ich hier war, obwohl er schon vor über ein Jahr gestorben war. „Weißt du! Eero redet immernoch nicht mit mir!“, sagte ich. Ich redete immer an Paulis Grab, auch wenn Lauri das nie verstand. Irgendwie fühlte ich mich wohl dabei. „Lauri ist heut bei ihm. Ich hab ihn hingefahren. Eero hat mich wieder so verächtlich angeguckt! Du weißt ja wie verächtlich Eero gucken kann!“. Bei diesen Worten musste ich grinsen, denn Pauli hat diesen Blick früher, wie alle, auch zu spüren bekommen. „Na ja. Ich kanns ihm nicht mal verübeln!“. Jetzt musste ich dran denken, was passiert war... Pauli war damals gerad ein Jahr mit seiner großen Liebe Sara verheiratet, als sein kleiner Sohn starb. Sein Sohn war gerade erst ein paar Monate alt, als er an einer Krankheit starb. Sara und Pauli kamen damit nicht zurecht. Eines Morgens fand er Sara blutüberströmt im Bad vor. Sie hatte sich das Leben genommen. Pauli brach vollkommen zusammen und da er sich weigerte aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen, beschloss ich mich bei ihm einzuziehen. Eero meinte immer, ich sollte Pauli nie lange allein lassen, denn Pauli wollte sich auch das Leben nehmen. Dann an einem Abend bat Pauli mich zur Tanke zu fahren um noch ein paar Bier zu besorgen. Ich dachte damals es ginge ihm schon besser und obwohl Eero am Morgen angerufen hatte und meinte das ich Pauli gerad heute nicht allein lassen sollte, fuhr ich zur Tanke. „Pauli, ich bin gleich wieder da! Versprich mir das du keinen Schwachsinn machst, ja?“, hatte ich noch schnell zu ihm gesagt bevor ich los fuhr. Er hatte mir hoch und heilig versprochen kein Scheiß zu bauen. Als ich wieder kam, wurde mir bewusst das er gelogen hatte. Pauli lag, wie seine Frau, blutüberstömt im Badezimmer.... Seitdem spricht Eero kein Wort mehr mit mir. In seinen Augen war ich Schuld an seinem Tod, denn er hatte mich ja gewarnt. Lauri sagte immer: „Das stimmt nicht! Keiner hätte Pauli aufhalten können!“...
Ich stand auf, starrte aber immernoch auf sein Grab. Zum ersten Mal wurde ich sauer auf Pauli. Er hatte mich angelogen. Hatte mir versprochen das er sich nichts antut. Aber dann fiel mir ein das er jetzt bei seiner Frau und seinem Sohn war. Ich schaute hoch in dem Himmel. Und plötzlich fing es an zuregnen. „Machs gut Pauli!“, sagte ich und ging zum Auto.

Völlig durchnässt betrat ich meine und Lauris Wohnung. Ich ging in mein Zimmer und zog mich erstmal um. Von draußen schlug der Regen gegen das Fenster. Ich legte mich auf mein Bett und starrte auf die gegenüberliegende Wand. Auf die Wand, wo das einzige Bild in diesem Zimmer hing. Es war eher ein Poster. Es zeigete uns. The Rasmus. Ich schaute uns an. Wir lächelten alle, nichts ahnend. Nichts ahnend was noch kommen würde. The Rasmus gab es seit Paulis Tod nicht mehr. Mit Pauli war auch The Rasmus gestorben. Dann stand ich auf und ging rüber zu meinen Schlagzeug. Ich setzte mich ran. Dann nahm ich die Fernbedienung zu meiner Anlage und startete eine CD. „dead letters“ um genau zu sein. Ich drückte die 3. „Still standing“... erst hörte ich nur Lauris Stimme zu. Dann begann ich mit zu spielen.

Am nächsten Morgen wachte ich früh auf. Ich ging in die Küche, nahm mir ein Glas Wasser und setzte mich an den kleinen Küchentisch. „Morgen Aki!“, gähnte Lauri mich an, als er die Küche plötzlich betrat. „Morgen, schon wach?“, fragte ich verwirrt. Lauri schlief sonst immer bis zum Mittag. „Ich wollt eigentlich nur was trinken und dann wieder ins Bett!“, antwortete er müde. Aber anscheinend hatte er sichs anders überlegt, denn nachdem er sich ein Glas Wasser geholt hatte, setzte er sich zu mir. Wir schwiegen uns an. Ich wollte gerade fragen wie es bei Eero war, da sagte Lauri: „Du solltest mit Eero reden, er leidet genauso unter der Sache wie du...“. „Bin ich sauer auf ihn oder ist er sauer auf mich? Er sollte mit MIR reden!!!“, kam es von mir, da ich es nicht einsah jetzt den ersten Schritt zu machen. „Hast du gesehen wie er mich gestern angeguckt hat?“, fügte ich noch hinzu um meine Position zu stärken. Lauri guckte mich verärgert an. „Manchmal glaube ich es geht gar nicht mehr um Pauli, sondern nur noch um euer Ego!“, sagte er dann leicht wütend. „Was? Das ist nicht dein ernst! Ich hab so oft versucht mit ihm zu reden! Ich hab so oft probiert ihm die Sache zu erklären!“, erklärte ich jetzt auch leicht wütend. „Schon gut!“, schon gut sagte Lauri und starrte sein Wasser an. Die Freundschaft zwischem mir und Lauri schien auch langsam zu zerbröckeln. Dann schaute er hoch, setzte zum Sprechen an, stoppte dann aber und guckte dann wieder auf sein Wasser. „Was ist Lauri?“, fragte ich vosichtig. Jetzt schaute er wieder hoch. „Weißt du Aki, Eero hat seine guten Gründe, warum er sauer auf dich ist!“, fing Lauri an. „Ach nein wirklich?“, sagte ich sakastisch, denn das war mir auch bewusst. „Mann Aki, du hast da was übersehen. Hast was nicht beachtet. Ich mein du konntest es auch nicht wissen! Ich wusste es ja auch nicht. Nicht mehr, sagen wir es so!“. stotterte Lauri vor sich hin. „Komm zur Sache, Lauri!“, forderte ich ihn ungeduldig auf. „Aki... es war der Jahrestag von den beiden. An diesem Tag haben sie sich kennen gelernt. Deswegen hat Pauli sich genau an diesem Tag das Leben genommen!“. Die letzten Worte flüsterte Lauri nur noch. „Was? Aber...“ ich war verwirrt und mir wurde schlecht. Dann war ich wirklich Schuld an seinem Tod. Ich stand auf. „Aki! Du konntst es nicht wissen!“, sagte Lauri leise um mich zu beruhigen. „Aber Eero wusste es doch auch!“, schrie ich. „Ich hätte es wissen können! Nein, ich hätte es wissen MÜSSEN! Hätt ich nur einmal nachgedacht, wäre ich drauf gekommen und Pauli würde noch leben!“ ich fing an zu weinen und rannte aus der Küche. „Aki!“, rief Lauri mir hinterher. Aber ich rannte weiter zu Haustür, schnappte meine Jacke und wollte gerade rausgehen, da packte Lauri mich an der Schulter. Er war mir hinterher gelaufen. Ich wollte seine Hand abschütteln, aber jetzt hielt mich am rechten Arm fest. Ich drehte mich um und starrte Lauri direkt in die Augen. „Ich sag die jetzt genau das was ich auch Eero gestern gesagt habe: Pauli wollte sterben! Man hätte ihn nicht aufhalten können! Du nicht! Ich nicht! Selbst Eero nicht, okay?“. Meine Knie wurden weich und ich sank zu Boden. Jetzt hatte ich wieder dieser Bilder vor Augen. Pauli blutüberströmt. Dann sein Grab. Lauri kniete sich vor mir hin. „Hättest du ihn an diesem Abend aufgehalten, hätte er es ein andermal getan! Wahrscheinlich wäre er noch sauer auf dich gewesen! Es klingt schlimm, aber er hätte es auf jeden Fall getan...“, flüsterte Lauri mir zu. Es tröste mich aber kaum. Ich stand auf, ging an Lauri vorbei in mein Zimmer und schloss die Tür ab. Ich hatte keinen Bock mehr auf das ganze. Am liebsten wäre ich raus gerannt, aber Lauri hatte mich auf gehalten. Außerdem regnete es. Wie immer. Ich setzte mich auf mein Bett und wischte mir die Tränen weg. Da fiel mir eine Postkarte auf. Sie lag in der Ecke auf dem Boden. Ich ging hin und hob sie auf. Sonnen, Strand und Meer war drauf zu sehen. Ein Kumpel hatte sie mir geschickt. Aus Australien. Er wohnte da seit 2 Jahren. Irgendwo in den Bergen. Dort am Strand hatte er nur mal Urlaub gemacht. Ich las sie mir durch, wobei ich beim PS stecken blieb „PS: Komm doch auch mal her!“. Warum eigentlich nicht, dachte ich mir. Ich nahm meinen Laptop und nahm Kontakt zu meinem Kumpel auf.

Am nächsten Tag war dann alles klar. Ich konnte ihn in Australien besuchen. Ich hatte gerad ein paar Sachen gepackt. Ich stellte mich inmitten meines Zimmers, schaute mich um und dachte nach. Hier in Helsinki hielt mich nichts mehr. Ich war, sozusagen, arbeitslos. Mein Kumpel war wegen mir gestorben. Eero sprach kein Wort mehr mit mir und die Freundschaft zwischen mir und Lauri zerbrach auch langsam. Ich nahm eine Zettel. Ich überlegte was ich Lauri sagen sollte. Mir fiel der Text von „First day of my Life“ ein und das schrieb ich auch auf: „Feel like I´m stoned, wanna be alone, just for a while unknown...“. ich legte den Brief auf mein Bett und verließ mein Zimmer. Ich hatte nach langer Zeit endlich mal wieder das Gefühl das richtige zu tun. Zurzeit hasste ich dieses Land einfach nur noch. Ich schaute das letzte Mal in die Wohnung und ging. Vielleicht nur für kurze Zeit! Vielleicht aber auch... für immer!!!




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