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Vormerkung:
Ersteinmal... dies beruht nicht auf der Wahrheit( wie ihr beim lesen bemerken werdet) ... es ist aus reiner langerweile entstanden und ich wurde gezwungen weiter zu schreiben *lol* *zu Ina schiel*...

Autor: Katja
Personen: Ina, Jul, Katja
Erstleser: Ina (die das übrigens ziemlich lustig fand)




Storyteile:

Story I

Story II




Story I


„Wieder mal nix los“, murmelte Katja vor sich hin. Wütend warf sie die Fernbedienung weg, ging zu ihrer Musikanlage und drehte die Musik voll auf. „Funeral Song“ startete und Katja schmiss sich auf ihr Bett. Und wieder kam der eine Gedanke. Finnland! Seit einiger Zeit schon träumte sie und ihre Freundin Ina von einer Reise nach Finnland.
Auf einmal klingelte das Telefon. Katja stand auf, schnappte sich das Telefon und sah auf dem Display „Ina ruft an“. “Ja“ murmelte Katja ins Telefon. Es war mit Abstand nicht der beste Tag. „Uh, gute Laune die mir da entgegen schwebt!“, sagte die Stimme von Ina. „Sorry, musste nur grad wieder an Finnland denken!“, sagte Katja während sie sich wieder aufs Bett packte. „Ha, deswegen ruf ich an!“ sagte Ina, aber in einem Ton der auch nicht gerade nach Überzeugung klang. „Ich hab gehört im Juni spielen The Rasmus nen großen Gig in Helsinki. Da müssen wir hin!“, meinte Ina plötzlich. „Aha! ... Dir ist schon klar das wir pleite sind, unsere Eltern nur einen Teil der Reise zahlen und wir schon April haben?“, der pure Pessimismus lag in Katja’s Stimme. „Müssen uns halt was einfallen lassen! Ähm... Pass auf! Ich komm gleich mal bei dir rüber!“. Endlich mal ne gute Nachricht. Ina würde den Tag etwas aufmuntern. 20 Minuten nachdem sie telefoniert hatten, stand Ina schon vor der Tür. Mit ihrer Bass-Gitarre auf dem Rücken kam sie gut gelaunt in Katja’s Haus. Nach einigen Begrüßungsgewohnheiten, wie „Hi“ und „Wie geht’s dir so?“, beschlossen sie zu ihren Proberaum zu fahren, da sie da am besten überlegen konnten.
Im Proberaum angekommen kam auch schon ein fröhliches „Hi Leute“ den beiden entgegen. Julia saß da und übte auf ihrer Gitarre. „Cool das ihr da seid!“, freute sie sich. Katja, immer noch nicht vom Guten dieses Tages überzeugt, sagte nur kurz „Hi“ und verschwand hinter ihr Schlagzeug. Ina erzählte Jul von dem Gig in Helsinki. Auch sie war gleich Feuer und Flamme. Katja hatte das Gefühl, dass sie in Gedanken schon im Flugzeug saßen. „Leute, euch is schon klar, dass wir mächtig viel Geld brauchen?“, fragte Katja sicherheitshalber nach. Ina verstummte, ging zu ihrer Bass-Gitarre und schloss sie am Verstärker an. Jul konnte sich ein grinsen nicht sparen. „Was? Jul? Was ist?”, fragte Ina voller Hoffnung. „Wir haben 2 Gigs!“, kreischte Jul. „Was? Cool! Ich wusste es klappt irgendwann!“, schrie Ina durch den Raum. Selbst Katja grinste. Der Tag wurde doch immer besser. Typische Frage von Katja: „Wie viel bekommen wir?“. Jul und Ina warfen Katja den Das-musste-ja-jetzt-kommen-Blick zu und grinsten dann nur noch. Jul erklärte, dass sie Freitag und Samstag auf dem Stadtfest spielen würden. Sie erzählte auch wie viel sie dafür bekommen. Das große Rechnen begann: Das Geld von den Gigs + Das Geld von den Eltern... mhh... das würde noch nicht reichen. Sie beschlossen den Rest durch sparen, Zeitungsaustragen und Sparbuch plündern zusammen zu bekommen. „Hoffentlich klappt das auch!“, warf Ina ein. Katja und Jul nickten ihr zu. „Aber jetzt sollten wir noch üben!“, sagte Katja und fing an sich am Schlagzeug ein zu spielen. Ina und Jul bereiteten noch ihre Mikrofone vor und los gings. „Jul als Sängerin und Ina als 2. Stimme zu besetzten war ne gute Wahl!“, grinste Katja nachdenklich. „Okay Katja... du darfst dich gern konzentrieren.“, kam es von Ina, weil Katja sich schon zum zweiten Mal verspielte. „Das schaffen wir!“, sagte sich Jul und legte sich noch mehr ins Zeug.


Am nächsten Tag, die drei hatten gerade so die Schule überstanden, stürmten sie sofort zum Proberaum. Das macheten sie sonst nie. Ina war kaum da, als sie ihre Sachen in die Ecke schmiss und sofort zu ihrem alles geliebten Bass rannte, um zu sehen ob er noch ganz war. Jul und Ina hatten nämlich zum erstem mal ihre Gitarren im Proberaum gelassen. Katja war es gewohnt von ihrem Schlagzeug „getrennt“ zu sein und schaute die beiden etwas verwundert an. Dann gings auch schon los. Die drei spielten sich ein und probten dann. Es lief gut. Keiner verspielte sich und keiner verpasste seinen Einsatz. Nach drei stunden machten sie dann mal eine Pause. Sie erledigten schnell ihre Hausaufgaben, quatschten n bisschen und planten ihren „großen“ Auftritt. Ina hantierte die ganze Zeit an ihrer Gitarre rum. Plötzlich spielte sie eine Melodie. Sie klang gut. „Was ist das? Also welches Lied ist das???“, fragte Jul verwirrt. „Keine Ahnung! Die Melodie schwebt mir schon die ganze Zeit im Kopf rum!“ antwortete Ina. Sie spielte weiter. Katja ging an ihr Schlagzeug und spielte einen passenden Rhythmus dazu. Auch Jul ließ sich nicht lange bitten und spielte passend dazu irgendeine Melodie. Die Melodie klang gut. Sehr gut sogar. Jul fing an irgendetwas zu singen: „ Can´t leave you without pain...“ Es klang passend. Nachdem Jul ein paar Zeilen gesungen hatte, hörte sie plötzlich auf. Katja musste grinsen. Das war ein Zeichen dafür, dass Jul sich an dem Lied fest gebissen hat und alles aufschreiben muss. Was dann auch geschah. Sie pfeilten den ganzen Abend noch daran. „Hier muss das noch hin und streich das ma weg!“ ging es immer hin und her. „ Jul da spielst du dein Solo!“ meinte Ina und zeigte zwischen „ strophen. Jul meinte zu Katja: „ Könntest du da für ein paar Takte aussetzen??? Das würde eine größere Wirkung haben!!!“. „Klar!“... so ging es den ganzen Abend hinweg. Katja kam dann mal auf die gloreiche Idee auf die Zhr zu schauen. „Fuck!!!“ konnten Jul und Ina, Katja fluchen hören. „22 Uhr! Wir sollten seit 2 stunden zu Hause sein!“ kreischte Katja. Hektik brach aus. Alles zusammen packen, alles aufräumen und schließlich darauf achten das der alles geliebte Proberaum auch ab geschlossen wird. „Shit! Auch noch Regen!“ meinte Ina etwas angespannt. Alle drei wussten: Das würde Ärger geben!!!

Katja kam um 22.30uhr nach Hause. Sie öffnete die Tür und schon kam : „Wo warst du solange??? Wozu hast du ein Handy, wenn du es doch nie mit nimmst??? Warst du solange im Proberaum??? DU HAST MORGEN SCHULE!“. Katja rollte nur mit den Augen und beschloss nicht allzuviel dazu zu sagen. „ Sorry, wir haben die Zeit voll vergessen. Hab meine Hausaufgaben aber schon fertig! Ich geh jetzt ins Bett.“ . Katjas Eltern beruhgten sich und gingen dann schlafen. Als Katja endlich ins Bett kam, war es dann schon 23.15uhr. Sie fiel förmlich ins Bett!
Der nächste Morgen war schrecklich. Katja kam kaum aus dem Bett und der Weg zur Schule kam ihr länger als sonst vor. Auf dem Schulhof sah sie von weitem schon Ina und Jul, die anscheinend miteinander diskutierten. Katja hatte keinen Bock auf ne Diskusion, winkte den beiden schließlich nur zu und ging dann in den Physikraum. Physik in der ersten Stunde. SCHRECKLICH!!! Katja war gerade in Trance als Ina kam und ihr auf die Schulter schlug. Katja erschreckte sich! „Was n mit dir los? Warum biste nicht zu uns gekommen?“ fragte Ina. Auch ihr stand die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben. „ Die Nacht war sehr kurz!“, grinste Katja ihre Freundin an. „Was war draußen mit Jul los?“ fragte sie noch. „Ach nix! Sie will heute nur unbedingt den neuen Film mit Johnny Depp sehen!“, sagte Ina genervt. „Aber... Wieso??? Heute ist Dienstag und Freitag ist der erste Gig. Wir müssen doch noch proben!“, entgegnete Katja. „Yupp so seh ichs auch!“, sagte Ina , erleichtert darüber das Katja ihrer Meinung ist. „aber wiederum...“, fuhr Katja fort, „sone kleine Pause wär auch nicht schlecht! Ich glaub ich geh mit...“. Ina schüttelte den Kopf „Das ist nicht dein Ernst?“. Katja meinte nur „Doch!!!“ dazu. „ Na ich geh lieber in den Proberaum und übe bevor ich mir den Film antue!!!“, sagte Ina, setzte sich hin und die Stunde begann.

Der Tag war schrecklich. Katja und Ina waren so müde, dass sie im Geschichtsunterricht fast einschliefen. In den Hofpausen trafen sie auch mal auf Jul, die sich voll freute das Katja mit ins Kino kommen wollte. Nachdem die Schule endlich vorbei war, verabredeten sich Jul und Katja noch schnell, sagten Ina, dass sie ebenfallls noch in den Proberaum kommen würden und fuhren dann erstmal nach Hause.
Am Abend dann, nachdem Katja und Jul den Film gesehen hatten, fuhren sie zu Ina. Von weitem hörte man schon die Bass-gitarre. Jul meinte die ganze Zeit: „ Oh, war Johnny Depp nicht süß? War der nicht cool?“. Katja nickte immer nur und grinste innerlich. Als sie in den Proberaum eintraten, kam nur ein „wow... auch schon da???“ von Ina. Ina war nicht gerad in der besten Stimmung. „Hättest ja mitkommen können!“ entgegnete Katja gelassen. Jul nickte zustimmend. Ina zuckte mit den Schultern. Nachdem alle ihrer Platz eingenommen hatten, ging auch die Probe los. Sie spielten bzw. probten nicht lange, da diesmal alle pünktlich zu Hause sein wollten.
Am Mittwoch fing es dann an stressig zu werden. Dennn den Dreien viel auf, dass sie noch nix geplant hatten. Katja und Ina planten in den Stunden die Songliste und vieles mehr. Sie bekamen überhaupt nicht mit, was um sie herum passierte ( sehr vorbildlich *ggg*). Zwischen durch kam Jul mal vorbei und gab ihren Senf dazu. Sie kam auf ihren Song „First“ zu sprechen. Das war der erste Song den Katja und Ina selbst geschrieben hatten. Sie hatten ihn mühsam zusammen gebastelt. Katja trank gerade als Jul sagte: „Wollen wir First nicht nicht ganz rauslassen?“. Katja verschluckte sich und fing an zu husten. Ina war so erschrocken, dass sie einen fetten Strich über die Songliste malte. Jul war leicht verwirrt. „Gut“, dachte Katja, „Es ist ein Lied von Ina und mir! Und er ist mit Abstand nicht unser bester Song! Aber...“. Weiter kam sie nicht. „Spinnst du Jul???“, Ina konnte sich nicht mehr zurück halten. Die anderen im Raum sahen Ina verwirrt an. Jul fing an zu lachen. „Mensch Leute! Das war ein Scherz!“ konnte man gerade so aus Juls Lachen hören. Katja brachte vor Schockiertheit gerade so ein „Haha! Wie witzig!!!“ raus. Dann mussten aber alle lachen. So verging der langweilige Schultag wenigsten etwas schneller.

Nachmittags waren dann die Proben wieder dran. Mitten im Song hörte Katja auf zu spielen und starrte die anderen beiden entgeistert an. „Ähm... Katja? Das Lied war noch nicht zu Ende!“, grinste Ina. „Ach ne! Mir is da gerad nur was eingefallen.“ „Und?“, hackte Jul nach. „Wie heißt eigentlich unsere Band?“, fragte Katja. Ina und Jul guckten sich an. Tja... genau die Reaktion die Katja erwartet hatte. Nach 5 Minuten dann das erste Wort von Ina: „Joa!“... Wie konnten sie sich nennen??? „Butterflys“, „Das gelbe vom Ei“ oder gar die „Saftpressen“???
Dann ging die große Diskusion los. Das große Suchen nach einem Namen, der allen irgendwie gefiel. Hier und da mal ein Name der zweien recht war, aber dann dem dritten nicht. Dann mal wieder allgemeines Schweigen. „ Boah, was fürn Albtraum n Namen zu finden!“, bemerkte Katja nur kurz. „Nightmare!“, rief Ina durch den Raum. „Nightmare???...Cool!... Ja, das ist es!“ , stellte Jul fest. „Okay, hiermit nennen wir uns NIGHTMARE!“, sagte Ina feierlich und tat so, als würde sie ein Glas heben. Aber die feierliche Stimmung verflog, als die drei an Freitag dachten. Sofort nahmen sie die Proben wieder auf.
Am Schluss einigten sie sich, dass sie von 7 Liedern, 3 coverten und 4 selbst geschriebene singen. Nur noch einen Tag zum üben, dann würde es Ernst werden. „Ähm... Habt ihr noch Bock auf n Sandwich mit zu mir zu kommen?“, fragte Ina, vorraussehend das der Abend alleine langweilig werden würde. Ein „Yupp“ von Katja und ein „Coolo“ von Jul und alle waren auf dem Weg zu Ina. Bei Ina anfgekommen, gingen sie gleich in die Küche. Ina holte schnell n paar Cd´s und dann ging „Die Fressparade mit Musik“ los. „Kola with Ice would be nice sometimes“ dröhnte Lauris Stimme aus dem Player. Die drei sangen alle lauthals mit, machten sich Sandwiches und vergaßen mal wieder die Zeit.
Am nächsten Morgen wurde Katja mit „first day of my life“ geweckt. Katja saß förmlich im Bett. Sie guckte sich um. Wo war sie? „Morgen!“, kam es von der Seite! Katja drehte sich um. Jul grinste sie an. Da fiel es ihr wieder ein. Ihre Eltern hatten erlaubt, dass sie bei Ina übernachten darf, wenn sie ihr Schulkram abends noch abholte. Was sie auch tat. Auch Juls Eltern stellten diese Bedingung. Katja drehte sich zu Ina. „Morgen Ina!“ grinsten Jul und Katja. Großer Fehler. Wenn Blicke töten könnten, wären Katja und Jul auf der Stellen umgefallen. Katja kannte dies schon. Auf der Klassenfahrt nach England wars genauso. Immerhin kam ein mauliges „argh...“.
Nachdem sie sich alle für die Schule fertig gemacht hatten, ein leckeres Frühstück zu sich nahmen, gings auch schon los. Sie kamen fast zu spät zur ersten Stunde. Aber nur fast. Katja und Ina kammen gerade rechtzeitig zu Französisch. Und als sie an die Tafel schauten, blieb ihnen der Atem weg. Dort stand fett „ Controle-Klassenarbeit“. „Fuck! Daran hab ich gar nicht mehr gedacht!“ sagte Katja nervös. „Gleichfalls“ kam es von Ina. Dann wurden auch schon die Arbeiten ausgeteilt. Zu Katjas und Inas Erstaunen war sie gar nicht so schwer. Also für ne 4 reichte ihr Wissen bestimmt aus.

Fuck! Meine Lieblings-Sticks sind im Arsch! Shit! Das kann nicht wahr sein!“, fluchte Katja. Sie hatten nach einem anstrengenden Schultag die Proben wieder aufgenommen. „Hat Mark nicht noch welche!“, fragte Ina. „Mark?“,kam es neugierig von Jul. „Yupp, Mark. Kennste Mark nicht? Der Kumpel von mir!“, erklärte Ina. Mark und Ina hatten sich mal auf einem Konzi kennen gelernt. Sie sind gute Kumpels und durch Zufall arbeitet Marks Bruder bei „Musik-City“. „Rufst du ihn bitte an? Ich brauch „Vatersticks 5A“!“, bettelte Katja. „warum kenn ich Mark nicht? Wie alt ist er? Sag schon!“, fragte Jul neugierig. „17!“ sagte Katja grinsend. Ina rief Mark dann auch an und gab die „Bestellung“auf. Binnen 30 Minuten war er da. „Hey Ina!“, begrüßte er Ina. „Hey Katja!“, grinste er Richtung Schlagzeug. „Hier sind deine Sticks! Und geh Vorsichtig damit um! Hab die sicherheitshalber gleich noch welche mit gebracht. Gehen übrigens aufs Haus, wenn du dieses Aufkleber auf dein Schlagzeugs klebts und Werbung machst!“, grinste er weiter. „Klar! Null Problem!“, freute sich Katja, sprang auf und umarmte ihn voller Freude. „Wow, Katja beklebt ihr geliebtes „Pearl“-Schlagzeug!“, meinte Ina, wobei die Betonung auf„pearl“ lag, da Katja immer voll Stolz darauf war. „Wer bist du eigentlich!“, nickte er in Richtung Jul. „Das ist Julia. Kurz Jul genannt. Sie ist die Sängerin und Gitarristin der Band!“, erklärte Ina. Katja sah wie Jul ihn anguckte. Jul fand ihn sicher super sexy. „Ach ja! Inilein...“ fing Mark an und Ina setzte den In-Gedanken-Zerquetsche-Ich-Dich-Gerade-Blick auf. „Ich darf doch bei den Proben zuschauen, oder? Ich will ja wissen was mich morgen erwartet!“. „Du kommst auch?“, brachte endlich mal Jul hervor. „Nicht nur ich!“, grinste er Ina an, darauf anspielend das all seine, mit verlaub „kranken“, Freunde da sein werden. Katja ist schon einigen von denen begegnet und fragt sich heute noch, wie Mark es mit denen aushält. Mark pflanzte sich auf die alte Couch, die im Raum stand und grinste nur. „ 1,2 und 1,2,3,4“, zählte Katja an. Katja schaute Mark an, der immernoch grinste und mit dem Fuß im Takt wippte. „Was hast du genommen, Mark?“ dachte sich Katja lächelnd und konzentriete sich dann voll auf ihr Schlagzeug.
Sie spielten 3mal die Songliste und es klappte jedesmal ohne Probleme. Mark war begeistert. „Wow! Hätte nicht gedacht das ihr so gut seid. Dafür das ihr noch so jung jung seid!“, sagte er immernoch grinsend. „wie kommt ihr eigentlich dazu auf´m Stadtfest zu spielen?“, fragte er noch. „Tja, das willste wissen?“ sagte Ina gehässig. Mark nickte. „Mein Onkel hat Beziehungen!“, brachte sich Jul ein und lächelte Mark an. „Aso!“, lächelte Mark zurück. Dann, plötzlich, kam von Mark etwas, was Katja nicht erwartet hätte. „Sag mal Jul... Kann man dich auf nen Drink einladen?“, fragte er. Und zum ersten Mal klang er heute erwas ernster. „Wie fies! Das haste mich noch nie gefragt!“, sagte Ina zum Spaß und tat so als würde sie sich ne Träne wegwischen. Mark achtete gar nicht auf Ina. Katja dafür fing an zu lachen. Endlich kam dann auch ne Reaktion von Jul. „Öhm... Klar!“, brachte Jul heraus. Mark stand auf. „Cool. Na dann, komm!“. Ina und Katja nickten Jul zu. Katja sagte noch „wir haben genug geprobt. Wenns jetzt nicht klappt, können wir eh nichts dran ändern!“. Jul packte schnell ihren Kram zusammen und sagte schnell noch „Okay wir sehen uns dann Morgen in der Schule!“. Dann gingen sie. „Wo sonst?“, fragte Ina leise, als Jul mit Mark den Raum verließ. „Hä?“, kam es von Katja. „Was für ne Verabschiedung! Es ist doch klar das wir uns Morgen in der Schule sehen!“, grinste Ina. „ Jul war voll nervös. Lass sie doch!“, grinste Katja zurück.

Dann war es endlich soweit. Es war Freitag. Aber bevor sie spielen konnten, mussten sie noch nen Schultag über sich ergehen lassen. Katja und Ina stürmten gleich morgens zu Jul. Sie waren alle schon sichtlich nervös. „Und? Wie wars?“, fragte Katja gleich, ohne Begrüßung. „Es war... schön!“, antwortete Jul. „Komm schon... Seid ihr zusammen???“, hackte Katja nach. Jul zögerte. Dann fing sie aber an zu grinsen. „Yupp!“, sagte sie nur und strahlte wie die Sonne höchst persönlich. „Cool!“, sagte Katja und umarmte Jul erstma kräftig. „Wow. Das ging schnell.“, bemerkte Ina nur. Passende Bemerkung, Ina... Katja und Ina verabschiedeten sich dann erstma von Jul und gingen zum Chemie-Raum. „Die beiden passen gut zusammen, oder?“, fragte Katja. „Wenn du meinst!“, sagte Ina müde. „Halt nicht“, dachte Katja und packte sich auf ihren Stuhl.
In der vierten Stunde war Bio dran. Ina musste zur mündlichen Leistungskontrolle nach vorne. Da Ina aber Bio relativ gut kann, hatte sie keine Probleme. Nach der Stunde musste Ina noch zur Auswertung im Raum bleiben. Katja ging schonmal raus. Auf einmal schlenderte Mark an ihr vorbei. „Ach ne! Der Grinse-Mann an unserer Schule?“, fragte Katja und boxte ihn leicht gegen den Arm. Mark drehte sich erschrocken um, lächelte dann aber, als er Katja sah. „Katja! Hi.. weißte wo Jul ist?“, fragte er leicht nervös. „Nö! Äh... das heißt... Doch. Klar! Sie sitzt gerade dort unten auf der Bank!“, lachte Katja und zeigte aus dem Fenster, wo sie und Mark vor standen. Mark grinste „ups!“. Da fiel Katja gerade was ein. „Sag mal! Ging das mit Jul und dir nicht etwas schnell?“. Ina hatte nämlich recht. Es ging etwas schnell mit den beiden.. Mark lachte los. Katja blickte ihn verwirrt und zugleich fragend an. Nachdem Katja hundertmal fragte, was los sei, erklärte Mark schließlich, das er und Jul nicht zusammen sein. Jul hatte dies nur zum Scherz erzählt, weil sie wusste das Katja, dass gleich denken würde. „Wusst ichs doch!“ kam es dann plötzlich von hinten. Ina stand da und grinste wie ein „Honigkuchenpferd“. Sie hatte anscheinend das Gespräch mitbekommen. „Hi Kleine!“, sagte Mark zur Begrüßung. „Kleine ist gut“, dachte sich Katja. Ina war größer als sie und Mark war immerhin noch ein Kopf größer als Ina. Warn das jetzt etwa Minderwertigkeitskomplexe??? Ina schien mit der Begrüßung auch nicht ganz zufrieden zu sein und meinte nur „Na du Sackgesicht?“, grinste dabei aber und umarmte ihn schließlich zur Begrüßung. „Was haste in Bio?“, fragte Katja. Sie wusste eigentlich schon was kommt. Ina hatte alles richtig. War also ziemlich unwahrscheinlich das sie ne 5 oder 6 hat! „Eins!“ freute sich Ina. „Streber!“ grinsten Mark und Katja. „Was willste eigentlich von Jul das du extra hierher kommst?“ fragte Ina dann. Wow, was für ein Themawechsel. „Sie hat gestern was bei mir vergessen!“, sagte Mark gelassen. „Bei Dir?“, fragten Ina und Katja gleichzeitig. „Sie war noch bei dir?“ fügte Katja hinzu. „Yupp“ sagte Mark immernoch gelassen, schaute auf die Uhr und sagte dann noch „Äh, ich geh dann mal zu Jul! Die Pause ist gleich rum!“. Er verabschiedete sich bis zu Abend und ging. „Da ist aber einer in Jul verknallt!“ grinste Ina. „Da ist aber eine in Mark verknallt!“, grinste Katja zurück. „Mist wir haben jetzt Philosophie!“, wechselte Ina wieder schlagartig das Thema. „Wieso mist?“, fragte Katja verwirrt. Philo war ihr Lieblingsfach. „Jetzt darf ich mir wieder deinen Mist und deine stundenlangen Diskusionen anhören!“, grinste Ina Katja an und haute ihr auf die Schulter.
Im Philo-Raum angekommen, kippte dann die gute Stimmung. Sie wurden an ihre Gigs erinnert. Ihre Klassenkamaraden kündigten an, dass sie auch kommen wollten und das sie was cooles sehn wollten. Katjas Stimmung war jetzt... ja was war sie?? War Katja nervös?... Jedenfalls war Katja jetzt ziemlich aufgeregt.

Und die Stimmung wurde sicher nicht besser. Nachdem sie Philosophie und Sport überstanden hatten, war der Schultag vorbei. Auf dem Weg nach Hause dachte Katja an hundert verschieden Sachen. Vorallem ging sie hundert mal die Rhytmen durch. Als Katja zu Hause ankam, wurde schon die Tür geöffnet. „Hi“, sagte Katjas Vater. „Hi, schon da???“. „Yupp. Hatte heute früher Feireabend. Außerdem muss ich mich noch für deinen Auftritt schön machen.“, lachte Katjas Vater. „Ha...Ha“, brachte Katja gerad so raus. „Ihr kommt nachher?“, fragte sie dann. „Klar doch!“
Katja ging dann in ihr Zimmer. Dort entschied sie sich erstma schön laut Musik zu hören. Gesagt, getan! „Like a bullet you can hurt me...“ schrie Lauris Stimme förmlich Katja an. Dann der fatale Blick zur Uhr. 14.30 uhr. Nur noch 3 Stunden bis zu ihrem Auftritt. Okay sie hatten schonmal im Jugendclub gespielt und vor ein paar Freunden, aber das war was anderes. „Mach die Musik doch mal leiser!“, sagte Katjas Vater etwas lauter und zeigte auf das Telefon. „Ina ruft an“ zeigte das Display. Katja hatte tatsächlich das Telefon überhört, obwohl sie schon direkt eins im Zimmer hatte. „Ja?“, fragte Katja schließlich endlich in den Hörer. „Fuck. Eigentlich will ich gar nix von dir!“, kam es Katja entgegen. „Na toll!“, seufzte Katja. Nach einen eher sinnlosen Gespräch verabschiedeten sie sich. Nach einiger Zeit sah Katja dann noch mal auf die Uhr. 14.55 uhr. Sie wollte sich um 15.00 Uhr mit Ina und Jul im Proberaum treffen. „Scheiß drauf!“, dachte sich Katja, packte ihre Sachen und fragte ihren Vater ob er sie schnell fahren könnte. Was er auch tat.
Beim Raum angekommen, verabschiedete sich Katja von ihrem Vater. „Bis heut Abend. Ich freu mich schon!“, meinte ihr Vater. „Ich auch!“, sagte Katja nervös und unglaubwürdig. Als sie runter ind en Keller ging, wo ihr Proberaum war, konnte sie schon die anderen spielen hören. Ihr Proberaum war in einem großen Haus mit vielen Büros und anderen Proberäumen. Dann ging sie in den Raum und wurde mit einem „Du bist zu spät!“ begrüßt. Sie waren alle nervös!!!

„Katja? Alles in Ordnung?“ drang Inas Stimme zu Katja. „Mach das Scheiß-Verdammte Klo auf!“, schrie Jul. Katja richtete sich auf und betätigte die Klospülung. „Fuck!“ konnten Jul und Ina, Katja fluchen hören. Seit 15 Minuten hockte Katja auf dem Klo und kotzte vor sich hin. Sie war der Maßen aufgeregt, dass sie schon 2 Stunden vor dem Gig nichts mehr sagte. Dies war ungewöhnlich für Katja, da sie sonst immer redete,wie ein Wasserfall. „Katja!“, hämmerte es von draußen an die Klotür. Katja bemerkte selbst wie aufgeregt sie war. „Ich kann nicht!“, schrie Katja und ihr liefen die Tränen. „Klar kannst du!“, redete Ina auf Katja ein. „Wir haben nur noch 10 Minuten!“, drängte Jul. „Äh... Ich geh schon mal raus! Bitte Katja komm auch raus.“ Drängte sie nochmals und verließ dann nervös die Toilette. Katja richtete sich auf, atmete tief durch und wischte sich den Schweiß weg. „Du versaust es nich nur dir, sondern auch den anderen beiden! Dazu hast du nicht das Recht, Katja...“, dachte sie sich. Sie beschloss rauszugehen. „Fuck“, kam es von Ina, als diese Katja sah. Katja war leichenblass und sah aus, als ob sie den heutigen Abend nicht lebendig überstehen würde. Katja ging zum Waschbecken und wusch sich erstmal ihr Gesicht. Dann drehte sie sich um zu Ina. Ina musste grinsen. Auch Katja fing an. „Verdammt, wir dachten schon du würdets dadrin sterben!“, gab Ina zum Besten. „Dachte ich auch!“, sagte Katja. Auf einmal ging es. Als ob sie sich alles von der Seele gekotzt hätte. „Jul hasst mich jetzt sicher.“, fügte Katja hinzu. „Nicht nur Jul!“, sagte Ina und fing an zu lachen. „Wir sollten rausgehen!“, sagte Katja. Ina nickte, packte Katja an den Schultern und schob sie vor sich her. An der Bühne angekommen, gerade noch rechtzeitig, sah Katja das sich viele Bekannte dort versammelt hatten. Eltern, Freunde und Klassenkameraden. „Das seid ihr ja!“, freute sich Jul. Ina und Katja nickten.

Dann ging es los. Die Band vor den dreien verließ die Bühne. Sie bekammen das Zeichen, dass sie jetzt auf die Bühne gehen konnten. Das taten sie auch. Dann kam noch ein Moderator dazu. „ So... Jetzt kommen hier drei Mädels, die noch relativ jung sind!“, begann er. „Sie machen Rock und sind für ihr Alter schon richtig gut. Aber hört selbst. Hier sind... „NIGHTMARE“ !“. Die Zuschauer klatschten. Katja zweifelte daran, ob sie das wirklich tun sollten. Dies konnte peinlich werden. Auf einmal kam Katja aber ein ganz anderer Gedanke „No risk, no fun!“. Sie musste grinsen, sah ins Publikum und sah dort ihre Eltern, die aufgeregt warteten. Katja lächelte ihnen zu. Gleich daneben standen Inas und Juls Eltern. Katja guckte weiter. Da stand Mark mit seinen Kumpels. Als Mark sah das Katja in seine Richtung schaute, lächelte er und machte das ich-drücke-euch-die-Daumen-Zeichen. Dann begann auch endlich Jul zu sprechen. „Äh... Hi... Wir sind Nightmare! Und fangen mit einem gecoverten Song an!“, sagte sie aufgeregt, drehte sich zu Katja um und nickte ihr zu. Das Startzeichen. Katja zählte mithilfe ihrer Sticks an und los gings. Sie konzentrierte sich voll auf ihr Schlagzeug. Okay... noch keine Buhrufe... Juls Stimme war weit weg.
Dann der Schluss vom Lied. Das Publikum jubelte, klatschte und pfiff. „Okay! Nun ein Lied von uns. Es heißt „First“!“, erklärte Jul kurz. Jul fing an zu singen. Katja setzte ein. Sie hatte das Gefühl das sie irgendwie gut sind.... Also gar nicht mal so schlecht. So schien es auch das Publikum zu sehen. Nach jeden Lied klatschten und jubelten sie. Die drei zogen ihr Progranmm durch und hatten nach jedem Lied mehr und mehr Spaß. Dann das letzte Lied. Ina, Jul und Katja hatten beschlossen das neue Lied als letztes zu spielen. Die drei fingen an. Es klappte auch alles gut, bis der Refrain kam. Katja ging ziemlich ungeschickt mit ihren Sticks um. Sie warf den linken hoch und wollte ihn wieder auffangen. Doch der Stick fiel runter. „Shit... jetzt nur nicht ausm Takt kommen!“, dachte sich Katja. Sie spielte die „bass-drum“ und die „hi-hat“ weiter. Ein Techniker hatte das „kleine“ Missgeschick mitbekommen. Er rannte zum Schlagzeug und hob den Stick auf. „Nicht werfen!“, dachte sich Katja. „Nicht werfen, bitte. Ich kann nicht gut fangen, falls du´s nicht gesehn hast!“... Leider konnte der Techniker keine Gedanken lesen und warf ihn zu Katja rüber. Mit links fangen? Toll! Aber durch Zufall fing Katja ihn und setze im nächsten Takt wieder voll ein. Ina drehte sich um und musste sich ein Lachen verkneifen. Katja zeugte ihr eine „Ha...ha“-Geste. Ihr war das regelrecht peinlich.

„Ihr wart super!“, kam es von Inas Vater. „Ja, richtig gut!“, von Juls Mutter. „Danke!“, sagten Ina und Jul. Katja nickte nur. Wie konnte ihr das mit dem Stick passieren? „Coole Show-Einlage!“,kam es von Katjas Vater gehässig. Das konnte sie jetzt gebrauchen. „Komm schon Katja! Du hast die Sache doch gut gelöst!“, meinte ihre Mutter. Hat die Sache nicht eher der Techniker gelöst? „Is ja jetzt auch egal!“, lenkte Katja ab. Sie waren alle noch in ein Restaurant gegangen um den Gig zu feiern. Es war ja auch noch nicht spät und alle hatten Hunger. „Wenn ihr Morgen nochmal son guten Auftritt hinlegt, werdet ihr berühmt.“, sagte Inas Schwester grinsend. „Klar! Und Sonntag drehen wir schon unser erstes Video!!!“, meinte Jul und alle fingen an zu lachen. Da klingelte Katjas Handy. „Äh... ich geh ma kurz raus!“, sagte Katja und tat es auch. „Hallo?“, fragte sie ins Handy. „Boah, endlich erreicht man euch mal. Hier ist Mark. Die anderen beiden wissen wohl nicht, dass man ein Handy auch anmachen kann.“, regte sich Mark am anderen Ende auf. Katja musste lachen „Ne. Die beiden haben die Bedienungsanleitung zu Hause vergessen.“. Jetzt lachte auch Mark und sagte: „Ach ja ihr wart richtig, richtig gut.“ „Danke! Aber deswegen rufst du doch nicht an, oder?“, fragte Katja. „Ne...äh... wenn ihr Bock habt, könnt ihr nachher noch im „Heavens“ vorbei schauen. Meine Kumpels und ich gehen jetzt dahin. Wäre schön wenn ihr auch kommt.“, meinte Mark. Das „Heavens“ war ne Bar in der Stadt. Dort trafen sich vorwiegend Jugendliche. „Ähm... muss ich noch mit den anderen besprechen! Aber klar... warum nicht!“. Sie verabschiedeten sich noch und Katja ging wieder rein zu den anderen. „Wer wars?“, kam gleich von allen. „Mark“, sagte Katja und ließ sich auf ihr Stuhl fallen. „Warum ruft er dich an? Und was wollte er von dir?“, fragten Jul und Ina fast gleichzeitig. Was sollte das denn jetzt? Katja guckte verwirrt erst zu Ina, dann zu Jul. „Eifersüchtig?, fragte sie beide grinsend. „Quatsch!“, kam es von beiden. Ina grinste dabei, Jul nicht. Katja grinste Jul an. „Er wollte nur wissen ob wir nachher ins „Heavens“ kommen.“ „Ich bin dabei!“; kam es von Jul wie aus der Kanone geschossen. „Äh... ich... auch?“, fragte Ina und gab somit die Antwort „JA“... „Was? ihr wollt jetzt noch in ne Bar? Ihr habt morgen doch noch eine Auftritt“, sagte Katjas Mutter. Genialer Einwurf. „Aber erst gegen Abend. Sowie heute!“, überredete Jul Katjas Mutter. Nachdem sie alle gegessen hatten, machten sich die drei auf in Richtung „Heavens“!

Die Drei waren gut drauf. Jedenfalls bis zur Bar. Vor der Bar hatten sich Jugendliche versammelt, darunter auch Mark. Einige schienen etwas gegen Mark zu haben. Von weiten konnten die Drei sehen wie einer auf Mark los ging. „Shit!“, meinte Ina nur und sie rannten zu Mark. Der Typ der auf Mark einschlug war genauso groß wie Mark. Er schlug immer heftiger auf Mark ein. Mark wollte sich wehren, doch da kamen 2 weiter Typen und hielten ihn fest. Zwei Kumpels von Mark wollten sich einmischen, aber auch die wurden von anderen Jugendlichen aufgehalten. „Wie fies! Drei gegen einen!“, sagte Jul besorgt. Der Schläger ballte die Faust und rammte sie Mark direkt ins Gesicht. Ina war das anscheinend zu viel. Sie stürzte sich auf den Schlägertypen. Der drehte sich um, schmiss Ina zu Boden und schlug ihr in die Magenkuhle. Katja stürmte zu Ina, die sich vor schmerzen krümmte. Inzwischen wurden Die Typen, endlich von Barbesitzer und weitere ältere Jugendlicheaufgehalten, suchten das Weite. Jul stürmte sofort zu Mark. Katja kümmerte sich um Ina. „Alles klar? Geht’s?“, fragte sie besorgt und half Ina auf die Beine. „Joa... geht schon!“, sagte sie. Dann gingen die beiden zu Mark. Seine Lippe war aufgeplatzt. Und er blutete. „Gott... Geht’s dir gut?“ fragte Ina. „Bestens“, gab Mark sauer von sich. „Sorry!“, entschuldigte sich Ina.
Sie brachten Mark rein und gab ihm Eis zum kühlen. Ina ging es schon wieder besser. „Warum sind die Typen auf dich losgegangen?“, fragte Jul. „Ach... meine Kumpels wollten eine Rauchen gehen. Ich bin mit gegangen, um hier nicht alleine rum zu hocken. Dann kam der Typ mit seiner Gang und wollte Zigaretten von uns. Wir haben denen aber keine gegeben.“, erklärte Mark. „Und warum ist er nur auf dich losgegangen???“, fragte Katja. „Hab mich wohl zuweit ausm Fenster gelehnt... Danke das du mir helfen wolltest!“, lächelte er Ina an. Na ja... er versuchte zu lächeln. „Kein Problem!“, lächelte diese zurück. „Sorry Mädels. Aber ich würd jetzt gern nach Hause!“, meinte Mark. Das konnten die Drei gut verstehen. Sein Kumpel wollte ihn nach Hause fahren. „Wir sehen uns dann morgen. Hoff ich!“ sagte Mark zum Abschied. „Äh... du kommst morgen auch?“, fragte Jul verwirrt. Er nickte, winkte zum Abschied und verließ mir seinem Kumpel die Bar. „Toller Abend!“, sagte Ina... „Lasst uns auch nach Hause gehen!“

„Shit! Es regnet!“, dachte sich Katja, als sie aus dem Fenster schaute. Es war Samstagmittag. Ungefähr 6 Stunden bis zm nächsten Gig. Katja war nicht mal aufgeregt, nur sauer das es regnete. „Mittag!“, kam es von unten. Katja ging runter und ließ sich auf ihren Platz fallen. „Tolles Wetter heute, oder?“, sagte Katjas Vater gehässig. „Ihr müsst im Regen stehen. Wir haben ne Plane über der Bühne!“, konterte Katja. „Heute Abend solls schön werden!“, schlichtete Katjas Mutter.
Nachdem Mittagessen beschloss Katja zum Proberaum zu gehen. „Falls du heute Nachmittag nicht mehr kommst. Meld dich vorm Auftritt nochmal.“, sagte Katjas Mutter noch schnell.
„Mach ich!“ antwortet Katja und winkte schnell zum Abschied.
Mit dem Disc-man bewaffnet, ging sie zum Proberaum. Dort angekommen, war sie die einzige. Keine Jul. Keine Ina. Irgendwie war sie froh. So konnte sie mal wieder ein paar neue Rhythmen ausprobieren. Sie schmiss ihren Rucksack in die Ecke, schnappte sich ihre Sticks und machte sich erstmal „warm“. Dann holte sie ein paar neue Noten raus und probierte diese aus. Sie fiel, wie immer völlig un Trance. Nur Katja und ihr Schlagzeug.
„Cooler Rhythmus!“, kam es gelassen von Ina. Katja erschreckte sich dermaßen, das sie apruppt auf hörte zu spielen. „Spinnst du?“, grinste Katja, die sehr schreckhaft war. „Ich liebe es!“, grinste Ina zurück. „Wie geht’s dir?“, fragte Katja, anspielend auf den letzten Abend. „Eigentlich ganz gut!“, nickte Ina. Katja sah auf die Uhr „Wow ich hab fast 2 Stunden ohne Pause gespielt!“, wunderte sich Katja. „Coolo!“, kam es von Jul die gerad zur Tür reinkam. „Hi, ihr zwei!“, fügte sie noch hinzu. „Das wars mit üben!“, dachte sich Katja, fand es aber auch nicht schlecht, dass die beiden da waren. „Gut das ihr da seid!“sagte Jul,plötzlich nervös. „Ich muss euch noch was sagen. Also eigentlich wollte ich es euch nicht sagen. Aber ich kanns auch nicht für mich behalten! Also sag ich....!“ „Jul! Komm zur Sache!“ unterbrach Ina grinsend. „Okay, passt auf. Gestern beim Gig war son Musikproduzent. Er fand uns gut. Er wird heute nochmal dasein. Und mein Onkel sagt, das er so begeistert war, dass er ne CD von uns aufnehemen würde!“, brachte Jul sehr aufgeregt hervor. „Wie geil!“, freute sich Katja. „Ne CD von uns wäre der Hammer!“ „Klar dann werden wir berühmt!“, sagte Ina sakastisch und holte Jul und Katja damit auf den Boden der Tatsachen zurück.
Abends dann der 2.große Gig. Es lief super. Selbst das Wetter war richtig gut. Die Zuschauer waren begeistert. Die drei machten keine Fehler. Am Schluss passierte dann das womit die drei nie im Leben gerechnet hätten. „Zugabe, zugabe!“, schrie das Publikum. Katja, Ina und Jul waren verwirrt. Damit waren sie überfordert. Selbst der Moderator meinte, dass sie noch ein Lied spielen sollten. Sie beschlossen schnell das Lied und gingen dann zurück auf die Bühne. Jul ging ans Mikro. „Äh... damit haben wir jetzt nicht gerechnet.Wir haben ehrlich gesagt auch keine Zugabe vorbereitet.Wir spielen aber trotzdem noch ein Lied. Es heißt „You“!“, sagte sie. Dafür das sie das Lied nicht geprobt hatten, lief es gut. Das Publikum war begeistert!

Es klingelte an der Tür. Katja ging hin und öffnete sie. „Hi Katja!“, grinste Jul. Es war Samstagmittag. Genau eine Woche nach ihren Gigs. „Äh... Hi?“. Katja war verwirrt. „Hast du Zeit?“, fragte Jul sichtlich nervös. Katja schaute an Jul vorbei und sah, dass das Auto von Juls Vater da stand. „Ich weiß nicht! Wieso?“, fragte sie dann. „Komm einfach mal mit!“, freute sich Jul jetzt. Katja, immernoch verwirrt, packte schnell n paar Sachen zusamnmen, sagte ihren Eltern bescheid und stieg ins Auto. Sie begrüßte Juls Vater und Ina. „Kann mir mal jemand erklären, was hier los ist???“, fragte Katja. Ina zuckte mit den Schultern. Jul und ihr Vater grinsten nur.

„Das ist Tom Schuhmann!“, stellte Jul einen fremden Mann vor. Er war so um die 40. Ina und Katja nickten nur. „Ja und?“, dachte sich Katja. „Ihm gehört das Tonstudio hier!“, freute sich Jul. Auch damit konnetn Katja und Ina nicht viel anfangen. „Versteht ihr nicht?“, verzweifelte Jul. Katja und Ina schüttelten den Kopf. „Mann wir können hier ne CD aufnehmen... Das ist der Produzent, von dem ich euch erzählt habe.“ „Echt!“, freute sich Ina. „Wir und ne CD? Wie geil!“, freute sich auch Katja. „Wann??“, fragte Ina noch gleich hinterher. „Nun mal langsam Mädels!“, sagte dieser Tom Schuhmann. „Wir müssen erstmal gucken was ihr für Songs habt.“ „Wir haben nur gute Songs... äh... Herr Schuhmann.“, grinste Katja. „Ihr könnt mich dutzen. Wann habt ihr dann das nächste mal Ferien?“. „ äh... wir haben in 2 Wochen Osterferien!“, brachte Jul ein. „Joa, das könnte klappen! Dann müssen wir bis dahin alles planen!“

„Okay! Neuer Versuch!“, rief Tom. Ina hatte gerad zum dritten Mal eine falsche Melodie gespielt. Es waren nun endlich Ferien und die Drei durften wie versrochen eine CD aufnehmen. Drei Tage saßen sie schon im Studio. Es sollte zwar nur eine kleine Auflage werden, aber trotzdem knieten sich die Drei voll rein. Sie hatten beschlossen 14 Lieder auf zunehmen. Mehr hatte die Band auch noch nicht wirklich. Nachdem Ina das spielte was sie sollte und das Lied aufgenommen war, gönnten sich die Drei eine Pause. Katja holte sich ne Cola aus ihrem Rucksach und ließ sich auf die Couch im Studio fallen. Ina tat es ihr gleich. Plötzlich kam Mark rein. „Hi Mädels!“, grinste er. „Was machste du denn hier?“, fragte Ina. „Äh... Ich wollte...“, weiter kam er nicht, denn als er Jul sah, ging er auf sie zu, nahm sie in den Arm und küsste sie. Katja verschluckte sich, wie immer, an ihrer Cola und fing an zu Husten. „Äh... was geht den hier ab???“, fragte Ina sichtlich nervös. „Ups! Hab ich euch das gar nicht erzählt? Mark und ich sind jetzt zusammen.“, freute sich Jul. „Du verascht uns doch wieder!“, sagte Ina selbstsicher. „Ihr seid gar nicht zusammen, stimmts?“. Katja ,die sich wieder gefangen hatte, wusste nicht ob sie lachen sollte. Irgendwie war das jetzt nicht mehr witzig. Das sah verdammt echt aus. „Hätten wir uns dann geküsst? Du bist ne Type. Echt Ina!“, sagte Mark und küsste Jul ein zweites Mal. „Ihr passt gut zusammen!“ grinste Katja. Sie zeigte auf Mark. „ Behandle sie gut. Wir brauchen sie noch. Und mit einer die wegen Liebeskummer Selbstmord gefärdet ist, können wir nix anfangen!“, sagte Katja lachend. Ina bekam einen Lachanfall. Ihr kamen schon die Tränen vor Lachen. „Äh... Okay... Wollen wir jetzt weiter machen?“, kam es von Tom, der gerade dem Raum betrat.

Der Tag drauf war nicht gerad der Beste. Katja und Jul alberten gerad im Studio herum. Sie warteten auf Ina. „Wir können Das Album ja „Ina die zu spät ist“ nennen!“, lachte Jul. „Klar... Ina bringt uns um!“, brachte Katja unter lachen hervor. Dann kam sie endlich. Und Ina war sicher nicht in der besten Stimmung. Sie begrüßte ihre Fereunde nicht einmal. „Was geht den mit dir ab?“, fragte Katja, böse darüber das sie nicht begrüßt wurde. „Euch wird das Lachen auch gleich vergehen!“, sagte Ina dumpf. „Das ist es schon!“, bestätigte Jul. „Finnland ade!“, sagte Ina wütend. „Hä??? Wieso???“, fragte Katja nach. Ina schmiss vor Wut ihren Rucksack in die Ecke. „das Konzert ist ausverkauft. RESTLOS!!!“, schrie Ina. „Was?“ Katja konnte es nicht glauben. Da hatten sie nun das ganze Geld zusammen und das Konzert war ausverkauft???
Und wieder war der Traum Finnland, wie eine Seifenblase zerplatzt.

„Hi!“, sagte Katja, als sie in den Proberaum kam. Sie schaute in die Ecke, zur Couch. Dort saßen Jul und Mark und knutschten wild rum. Von Ina weit und breit keine Spur. „Und tschüss!“, verabschiedete sich Katja gleich wieder, weil sie kein Bock auf die beiden Turteltäubchen hatte. Sie ging raus und überlegte sich zu Ina zu fahren. Gesagt, Getan. Die Sonne kitzelte Katjas Nase. Es war Ende Mai und der Sommer kam langsam wieder. Sie hatten im April und im Mai viel geschafft. Die Drei haben ein ganzes Album fertig gestellt.
Sie hatten das Album „Endless Nightmare“ genannt, weil sie einfach nicht darüber hinweg kamen, dass sie nicht nach Finnland konnten. „Aber bald sehen wir unsere 4 Finnen trotzdem live!“, dachte sich Katja. Und sie hatte recht. Ende der Sommerferien kamen The Rasmus für 3 Gigs nach Deutschland. Nach Berlin, Köln und München. Für das Konzi in Berlin hatten sich die Drei schon vor Monaten die Karten gesichert.
Bei Ina angekommen, klingelte Katja an der Tür. Ina machte auf. „Huhu! Was machste denn hier?, freute sich Ina. „Dich besuchen... äh... im Proberaum sind Mark und Jul“ „Aso! Komm rein!“, grinste Ina wissend ,warum Katja nicht im Proberaum geblieben ist!
Sie gingen in Inas Zimmer. „Hab gerad n bissl Bass gespielt!“, sagte Ina und zeigte auf die Gitarre und die ungeordneten Noten. „Dann können wir ja gleich weiter machen!“, meinte Katja, die, wenn sie bei Ina war, Bass lernte.

„Ferien!!!“, schrie Ina, als sie den Klassenraum verließ! Sie tat so als würde sie die Welt umarmen. „Hey, ihr beiden!“, kam Jul grinsend an. „Endlich! 6 Wochen ohne dieses.....äh.... tolle Gebäude!“, grinste Katja. Eine Klassenkamardin von Jul gesellte sich zu ihnen. „ Na was macht ihr in den Ferien?“, fragte sie. „Äh... gar nix?“, kam es von den drein. „Ich quartiere mich in unseren Proberaum ein! Darauf freue ich mich schon seit den letzten Ferien!“, grinste Katja. Das war natürlich nur ein Scherz. Aber sie hatte wirklich nicht viel vor. Ausser das Tom irgendetwas fasselte von wegen : „Nehmt euch die letzten 2 Wochen nix vor!“. Na ja, sie hatten da auch nix vor, ausser das TR-Konzi. Auch Katjas Eltern predigten immer: „Nehmt euch in den letzten 2 Wochen nix vor!“ Sie wussten also alle ewas! Aber was???

Diese Frage beschäftigte Katja die ersten drei Wochen in den Ferien. Sie hatte ja auch viel Zeit dazu. Am meisten war sie mit Ina und Jul im Proberaum. Zwischendurch waren sie mal in der Stadt, am Strand, in Berlin und anderen Orten. Dann in der 4. Wochen der erlösende Anruf von Tom: „Kommt ihr mal bitte ins Studio? Ich muss mit euch die letzten Wochen besprechen.“ „Yes!“, dachte sich Katja. Endlich! Die Drei waren so schnell wie noch nie im Studio. Er grinste nur als die drei reingestürmt kamen. Ein „Hi Tom!“ von jedem zur Begrüßung musste reichen. Obwohl Tom noch nicht einmal Ansatzweise etwas gesagt hatte, kam es gleich von Ina: „Komm zur Sache!!!“. „Also! Ihr wisst ja ihr seid als Band gar nicht mal so schlecht. Auch live seid ihr gut drauf.“,fing Tom an. Die drei nickten. „Na ja... da habe ich gedacht ´Mensch Tom, vielleicht will die ja ma irgendwer als Vorband!`... und dann hab ich nachgedacht!“. „Und!“, hackte Katja nach. Sie war nervös. „Dann hab ich ne Band gefunden! Hab denen Tapes von euch geschickt!“, fuhr er fort. „Na ja. Dann haben sie zugesagt!“. „Wir sollen ne Vorband sein? Sind wir nicht n bissl zu jung?“, kam es von Ina. „Nö... also ja... aber die Band hat auch in eurem Alter angefangen und sie geben neuen Bands gerne ne chance!“, antwortete er. „Cool! Wer ist es denn? Kennt man die Band?“, fragte Katja. Tom grinste noch mehr als vorher. „Joa... doch!“, lachte er los. Die Drei waren verwirrt. „Ja, sag schon!“ meinte Jul. „Sie wird euch gefallen! Es sind...!“ er ließ eine Pause... Na toll sind wir hier bei „ Wünsch dir was“ oder so???... „Sag schon!“, schrien die drei Mädels. „The Rasmus!“, sagte Tom gelassen, als wäre das ne Band aus der Nachbarschaft. „Du willst uns verarschen... guter scherz... wäre beinah drauf reingefallen!“, sagte Jul und zwänkte sich ein Lächeln ab. „Es ist kein Scherz!“, sagte Tom und legte Jul ein Fax vor. „Es ist... verdammt... sie wollen uns wirklich als Vorband!“, sagte Jul unsicher. Katja und Ina konnten es nicht glauben.
NIGHTMARE als Vorband von THE RASMUS!



ENDE STORY I





Story II


So... Also... Die Story wird ab hier etwas verändert weiter gehen. Es wird aus zwei Sichten erzählt. Und die Story is etwas... na ja... nicht real *lol*...

Autor: immernoch Katja
Personen: Ina, Jul, Katja, Silvi und unsere 4 Finnen (Lauri, Aki, Pauli, Eero)
Erstleser: immernoch Ina

(Aso... für alle die The Rasmus net kennen: Lauri- vocals, Aki- drums, Eero-bass, Pauli- guitar... ich hoffe das hilft euch etwas weiter *lol*)




1. Lauri (5 Wochen vor den Gigs in Deutschland)

Ich lag im Wohnzimmer auf dem Sofa und hatte mal wieder nix zutun. Also schnappte ich mir die CD. Die Cd die ich von sonem Produzenten aus Deutschland bekommen hatte. Er wollte das sone Band als Vorband bei unseren Gigs spielt. „Also gut, dann hast es hinter dir!“, dachte ich mir, weil mir der Name „Nightmare“ nicht gerade zusagte. Ich drehte die Musik erstmal sehr leise auf. Sicher ist Sicher. Außerdem, wie auf dem Cover zuerkennen war, waren es drei Mädels. „Hoffentlich is das nich sone Girlie-Band!“, sagte ich mir. „ Bestimmt machen die schreckliche Musik, was der Grund is warum die in Deutschland keiner haben will.“ Aber als ich das erste Lied hörte, wurde ich derbe überrascht. Sie machten Rock, richtig guten Rock anscheinend. Ich machte die Musik lauter. Die Stimme gefiel. Der Sound war gut und die Lyrics waren auch nicht schlecht. Ich schnappte mir das Cover der CD und warf nochmal n Blick drauf. Das Mädchen in den schwarzen Klamotten (Ina *rofl*) war ganz süß, aber leider etwas zu jung für mich. Dann fiel mein Blick auf das Mädchen mit den roten Haaren (Katja). Sie erinnerte mich an Aki. Sie stand lässig rum. Aber am meisetn vielen mir ihre Sachen auf. So kleidete sich Aki auch. Ich musste grinsen! Aki hasste es, wenn man seinen Style kopiert. Plötzlich klingelte es an der Tür. Ich ging hin und öffnete sie. Aki stand da. Grinsend. Er hielt mir die CD von...äh... Nightmare unter die Nase, zeigte auf das rothaarige Mädchen und sagte: „Sie kopiert mich!“ „Is mir auch schon aufgefallen“, antwortete ich... Wir mussten lachen. Wow, Aki siehts gar net so verbissen. Nachdem ich ihn hereingebeten hatte, er sich auf mein Sofa pflanzte und ich ihm ein Bier hingestellt hatte, fragte er: „Na wie findets du „Nigthmare“?“. „Cool... Die Musik gefällt mir! Woher hast du die CD eigentlich?“, fragte ich. „Pauli is der Übeltäter. Er hatte doch auch eine, fands cool und hat se mir gegeben. Ich habs mir dann au ma au angehört!“, antwortete Aki. Dann stand er auf, ging ausm Wohnzimmer und kam nach kurzer Zeit mit nem Sandwich wieder. „Hab mich mal bedient... Aber ey, Kumpel... du solltest mal wieder einkaufen!“, sagte er seelenruhig und biss genüsslich in sein Sandwich. Jetzt waren meine Reste also alle weg... Toll!!! „Aki Hakala du bist ein Vielfraß!“, dachte ich mir. Ich wollt es auch gerad sagen da klingelte es wieder an der Tür. „Eero und Pauli! Wir wollten uns bei dir treffen!“, sagte Aki mit vollem Mund. Toll! Warum wusste ich nix davon???
Als ich die Tür öffnete, wurden mir zwei Pizzakartons unter die Nase gehalten. „Eine für Aki und eine für uns!“, grinste Pauli. Eero klopfte mir auf die Schulter und ging in die Wohnung. Warum könnt ihr nich wie alle normalen Menschen erstmal „Hallo Lauri!“ sagen und mir dann irgendwelchen Sachen unter die Nase halten? Ich schlug die Tür hinter Pauli zu. Pauli ging auch gleich durch ins Wohnzimmer. „Lecker! Pizza!“, konnte ich Aki rufen hören. Ich gesellte mich einfach mal zu ihnen. Vielleicht würden sie mich ja bemerken.
Nachdem die Pizzen weg waren und sich die Drei köslich amüsierten, fiel ihnen anscheinend auf, dass ich ja auch noch da war. Ich musste grinsen. Sie grinsten auch. „Ach ja... Nur mal so! Nightmare als zu Support oder nicht?“, fragte Eero eben so mal in die Runde. „Ich mag sie. Also ich würd sagen als Vorband gut geeignet!“, meinte Pauli und nahm ein Schluck von Akis Bier. Die anderen beiden nickten. Ich nickte auch. „Gut, dann schicken wir denen mal n Fax!“


2. Katja (ab da wo Story I endete)

Ich riss Jul das Fax aus der Hand. „Die wollen uns ja wirklich!“, sagte ich, das alles immer noch nicht glaubend. „Ja... ha!“, kam es genervt von Tom, der es nu schon zum 5. Mal bestätigte. „Was isn hier los? Seid ihr immer so ruhig bei Besprechungen?“. Silvi kam gerad zur Tür herein. „Was machst du den hier?“, fragte Ina ihre Schwester. „Ich sollte euch doch abholen! Und was is hier nu los?“. Silvi pflanzte sich direkt neben mich aufs Sofa. Ich starrte immer noch wie gebannt aufs Fax. „Huhu? Katja? Ka-tja???, kam es von Silvi. Sie riss mir das Fax aus der Hand. „Wow... support von The Rasmus! Cool! Aber können wir jetzt fahren? Hier is ja eh nix los...“, bemerkte Silvi. „Nein!“, sagte ich vorwurfsvoll. Sie grinste mich nur an „War ein Scherz! Aber gut zu wissen das du mir doch zuhörst“. „Ha...ha!“, kam es von Inas Seite. Ich schaute zu Tom. Er freute sich nur. Wir waren noch nicht einmal ansatzweise bekannt und wir sollten als Vorband spielen? Mir kamen Zweifel und so wie Jul und Ina aussahen, war ihnen auch nicht ganz wohl bei der Sache. „Können wir auch absagen?“, fragte ich vorsichtig, weil ich nicht genau wusste was die andern darüber dachten. Ina und Jul schauten mich an, aber nicht vorwurfsvoll. Dann schauten sie zu Tom. „Ey Mädels!“ ihr schafft das schon! Glaubt mir! Das is eure Chance!“, versuchte Tom und aufzubauen. Damit wollte ich mich aber nicht zufrieden geben. Er hatte meine Frage nicht beantwortet. „Mag sein! Aber können wir auch absagen?“, fragte ich, diesmal bestimmter. Tom nickte und antwortete: „Wenn ihr unbedingt wollt!“. Er wirkte traurig und etwas wütend. Ich konnte ihn verstehen, aber hätte er das nicht mit uns absprechen können? „Nun mal langsam!“, mischte sich Silvi ins Geschehen ein. „Ihr könnt eure Lieblingsband live sehen und wenn ihr Glück habt sprechen sie sogar mit euch! Andere würden dafür morden und ihr wollt absagen? Geht’s noch?“. Ich sah Silvi an. Sie hatte recht. Aber ich sollte auf der selben Bühne wie Aki spielen. Selbst bei dem Gedanken wurde mir schon schlecht. Ich stand auf und ging im Raum auf und ab. Ina schaute mich die ganze Zeit dabei an. „Lasst uns das doch einfach machen!“, sagte Jul plötzlich. Ina und ich starrten uns jetzt förmlich an. Wir nickten. „Yes!“, kam es von Tom. „Ihr werdet das schon schaffen!!!“


3. Lauri (im Tourbus)

„Fuck!“, konnte ich Aki fluchen hören. Er hatte anscheinend gerade gegen Pauli auf der Playstation verloren. Jedenfalls feierte Pauli, im gegensatz zu Aki, mächtig ab. Eigentlich waren wir ja nur auf dem Weg vom Flughafen zur Konzerthalle, wo wir die drei Gigs nochmal besprechen wollten und morgen unsern ersten Gig spielten. Aber wir waren in einem Stau stecken geblieben. „Das kann dauern!“, meinte unser Fahrer. Eero las seit dem Flugzeug schon ein Buch. Ansprechen?... Nie im Leben! Eero hasste es wen man ihm beim lesen störte. Eigentlich wollt ich ja an die Playstation, aber Aki und Pauli waren schneller dran, als ich und- da eh ich eh fast immer gewann- hatte ich kein Bock gegen einen von ihnen zu spielen. Also schnappte ich mir Paulis Laptop und ging damit ins Internet- wie auch immer sowas funktionierte. Im Laufwerk hatte ich die Cd von „Nightmare“. Mir gefiel die Musik. Irgendwie passte bei denen alles zusammen: Instrumente, Sound, Stimme, Lyrics.
Mir war gerad so langweilig, dass ich bei google.de unter „Nightmare“ suchte. Ich fand aber nix. Schade eigentlich. Also surfte ich einfach mal so durchs Netz und hoffte, dass wir bald bei der Halle ankommen würden.


4. Katja („Columbia-Halle“ Berlin)

Endlich waren wir in der Columbia-Halle. Wir mussten schon einen Tag vorher auftauchen um alles aufzubauen, zu besprechen und zu proben. Wir hatten endlich alles aufgebaut. So, wie wir es auch in den nächsten Tagen, also bei den Gigs, haben wollten. Jul fand das alles langsam echt „Coolo!“, Ina sagte fast gar nix und ich wäre am liebsten abgehauen. Seitlich auf der Bühne standen Silvi und Mark, und unterhielten sich. Silvi wurde von Mark gebeten die „Aufpasserin“ zuspielen (Was sie sich nicht zweimal sagen ließ. Sie war sofort mit an Bord und freute sich darauf und Befehle erteilen zu dürfen). Sie musste aber auch den Part der Managerin übernehmen. Mark war wegen Jul mitgekommen („So lange ohne dich? Das halt ich nich aus, Mark!“ *ggg*)
„Die Band steckt im Stau!“, konnte ich einen Typen auf Englisch reden hören. Hier lief eigentlich fast alles auf englisch oder finnisch. Da es bei uns aber nicht sogut mit finnisch aussah, hielten wir uns dann doch eher an englisch. „Könnt ihr anfangen zu proben?“, fragte ein anderer Typ Jul. Sie schaute erst Ina an (der eh alles egal war) und dann mich. Ich nickte.
Ich zählte an und los gings.
Die Proben verliefen gut. Der Sound hier war ganz anders. Viel geiler. Hier und da wurde die Lautstärke und anderes geändert.
Beim letzten Lied dann, drehten sich Jul und Ina zu mir und spielten. Es war witzig, da Ina bessere Laune hatte und irgendwelche Grimassen in meine Richtung machte... der Musik natürlich angepasst. Dann Juls geniales Solo, die letzte Strophe, letzter Refrain... Aus!
Ich trommelte noch übertrieben auf meinem Schalgzeug rum. Ina setzte auch noch ein paar Takte mit ein, hörte dann aber schlagartig auf zu spielen. Ich guckte hoch zu Ina, dann zu Jul. Sie schauten beide, wie gebannt in die Halle. Ich folgte ihren Blicken und da standen sie: Lauri, Aki, Eero, Pauli!
Mir bleib fast der Atem weg. Es herrschte Stille. Nur hier und da ein paar Techniker die sich irgendetwas zu riefen. Lauri fing an zugrinsen und durchbrach die Stille mit einem lockeren „Hey, Girls!“...


5. Lauri (Columbia-Halle...)

Endlich waren wir an der Halle. Anstatt, wie sonst, eine halbe Stunde, brauchten wir heute 2 Stunden. Ich streckte mich erst einmal ordentlich, als ich aus dem Bus ausstieg. Eero schlug mir auf die Schulter und zeigte auf die Halle. „Sie proben schon!“, sagte er. Mit „sie“ meinte er Nightmare, die man spielen hören konnte. „Von draußen hört sich das schon mal gut an!“, grinste Pauli. Aki nickte zustimmend, „Lasst uns rein gehen! Die warten sicher schon auf uns!“, meinte ich. Wir gingen in die Halle, durch den Backstagebereich, direkt zur Bühne. Wir beschlossen, uns vor die Bühne zustellen um die 3 Mädels besser zusehen. Aber als wir uns da hin stellten, sahen wir nicht viel. Die beiden Gitarristinen hatten sich zum Schlagzeug gedreht. „Ob die wissen, das man ins Publikum gucken sollte?“, grinste Aki. „Aki, geht’s noch?“, grinste ich zurück. Die drei Mädels rockten ordentlich ab. Anscheinend hatten sie Spaß beim spielen. Dann die letzten Töne des Liedes. Die Sängerin drehte sich um. Als sie uns sah blieb sie stehen. Dann drehte sich die Bassisten um. Auch sie blieb geschockt stehen. Als dann auch die Schlagzeugerin uns anstarrte, war ich mir ziemlich sicher, dass es mit uns zutun hatte. Sahen wir denn so schlimm aus? Die Stille war unerträglich. Nur hier und da Stimmen von Technikern. Okay... es muss scheiße ausgesehen haben. Wir standen in einer Reihe. Aki und Eero hatten die Arme verschränkt. „Hey Girls“, sagte ich um die Stille zu durchbrechen. Ein leises „Hallo!“ von der Sängerin musste uns wohl als Begrüßung reichen. „Da seid ihr ja endlich!“, rief ein Roadie in unsere Richtung. Er zeigte das wir auf die Bühne kommen sollten. Eero und Pauli taten es auch gleich. Ich schaute mich um. Auf der Bühne waren nun noch zwei andere. Ein Typ und ein Girl. Der Typ küsste die Sängerin. Und das Girl redete mit der Bassisten. Ich musste zugeben, das Girl sah von weitem nicht schlecht aus. Da fiel mir auf, dass ich gern die Namen von denen allen gerne gewusst hätte, den immer Bassisten, Sängerin usw. war mir zu blöd. Aki steiß mir in die Seite. Ich guckte ihn verdutzt an. „Sag mal, Lauri, du hast mir eben nicht zufällig zu gehört?“, fragte er mich. Ich schüttelte den Kopf. Aki seufzte und ging Richtung Bühne. „Ey, warte mal!“, reif ich ihm hinter her. „Was hast du denn gesagt?“. Ich wollte das nun wissen. „Lass es sein!... Typisch Lauri!“, seufzte er. Ich folgte Aki auf die Bühne. Obwohl ich nicht recht wusste was ich da sollte. Eero und Pauli besprachen gerad etwas mit einem unserer Roadies. Aki wusste anscheinend auch nicht was er machen sollte. Er ging zur Schlagzeugerin und quatschte sie an. Sie sah nicht gerade erfreut aus. Toll! Was sollte ich jetzt tun? Ich seufzte laut. Anscheinend so laut, das mich die Sängerin anguckte und sich ein grinsen verkneifen musste. Ihr Freund ging gerad weg. Da mir langweilig war, ging ich zu ihr. „Äh... hi... Kannst du Englisch?“, fragte ich sie, bereute die Frage aber gleich. „ Erst überlegen, dann reden! Ylönen! Sie singt Englisch, also wird sie es auch etwas können!“, sagte ich mir. Das Mädel sah mich leicht fragend an. „Äh... ja, kann ich!“, antwortete sie, wie sollte es anders sein, auf Englisch. „Wie heißt du? Und wie heißen die andern denn hier?“, fragte ich. Gott! Wie spießig klang das jetzt? Ylönen, heut is echt nicht dein Tag. „Ich bin Julia. Kurz Jul. Das da hinten , bei Aki, is Katja und die Bassisten das ist Ina mit ihrer Schwester Silvi. Und der Typ da, ist Mark.“, antwortet sie mir. Gut, jetzt wusste ich wenigsten die ganzen Namen. Ich fing an zu grinsen. „Ihr seid übrigens echt gut! Ich kann eure Songs fast alle mitsingen!“, meinte ich. Geht’s noch? Ich wünschte mir, dass das nur ein Traum wäre. Ein peinlicher, aber immerhin ein Traum. Aber das gute wahr, Jul fing auch an zugrinsen. „Da bin ich besser. Ich kann eure Songs mitsingen und mitspielen!“ ich musste lachen. Sie waren also Fans von uns. Was den Auftritt von vorhin erklärte. Jul war mir sympatisch. Ich entschuldigte mich bei ihr für diese scheiß Fragen und fing ein richtiges Gespräch mir ihr an.


6.Katja (Aki nimmt Kurs auf sie *ggg*)

Nein! Geh weiter! Geh an mir vorbei! Bitte komm nicht zu mir! Das halt ich nicht aus! Reicht es denn nicht schon das ihr aufeinmal da standet? Musst du jetzt auch noch zu mir kommen? Und verdammt... warum grinst du so???
Ja, dass waren so die Gedanken, die mir in 5 Sekunden durch den Kopf gingen. Aki kam direkt auf mich zu und ich war der Meinung das Panik da schon ganz angebracht war. Aki hatte vorher kurz mit Lauri geredet, der aber etwas abwesend aussah. Dann kam er auf die Bühne und schaute zu mir rüber. Und anscheinend hatte er den Entschluss gefasst mich an zuquatschen. Ich schaute schnell runter, als ob ich etwas am Schlagzeug konrollierte. Plötzlich, das anscheinend Unvermeidbare von der Seite( und dann auch noch auf Englisch *argh*): „Hi ich bin Aki und du?“. Was sollte ich bitte sagen? Mir wäre beinah ein „Ich weiß, kannst du jetzt bitte abhauen!“ rausgerutscht. „Verdammt du bist mein Vorbild. Du kannst mich doch nicht einfach mal eben so ansprechen!“, dachte ich mir. Zum Glück konnte ich mir ein „Ja, ich weiß! Ich bin Katja!“ abzwängen. Sogar plus lächeln. Vielleicht hätte ich ihn anschauen sollen, denn so sah es aus, als würde ich mir meiner „bass-drum“ reden. „Äh... kann ich dir helfen?... Also mit dem Schalgzeug, meine ich!“, sagte Aki. Ich schaute hoch. Direkt in sein Gesicht. Wie gut er doch aussah. „Stopp! Fang jetzt bloß nicht an zu schwärmen!“, ermahnte ich mich. In Gedanken natürlich. „äh...nein... ist alles in Ordnung! Danke!“, antwortet ich schließlich. „Ach ja... du bist richtig gut. Also was ich eben noch so gesehen habe...!“, meinte Aki dann noch. Meinte er das ernst? „äh... echt? Danke! Du bist aber besser!“, sagte ich. Oh gott... in Gedanken habe ich mir nach diesen Worten, selbst in den Arsch getreten! „Danke!“,grinste er mich an. „Ähm darf ich mal spielen?“, fragte er dann. „äh... ja klar!“, antwortete ich leicht verwirrt und gab ihm meine Sticks. Er setzte sich ans Schlagzeug und fing an zu spielen. Wie geil. Aki spielte an meinem Schlagzeug, mit meinen Sticks und ich konnte ihm dabei zusehen, ohne das Tausende Menschen mich zerquetschen. Aber irgendwie wollte meine Panik nicht verschwinden. Ich brauchte hier wenigsten noch eine 2. Person, sonst wäre ich um gekippt. Ich warf einen Blick zu Ina. Sie stand da mit Silvi und Mark und grinste mich an. Na warte! „Ähm, Ina... könntest du mal bitte kommen?“, rief ich ihr zu. Und dann der Blick. Wenn blicke töten könnten... Aki spielte immernoch auf meinem Schalgzeug, hörte aber auf als Ina kam. „Jaaaaa?“, kam es übertrieben von Ina. Aki schaute Ina an. Nein er grinste sie an. „Hi, ich bin Aki!“, stellte er sich wieder vor. Warum tat er das immer? „Ich bin Ina!“, grinste sie Aki an und drehte sich wieder zu mir um. Sie muss meine verzweifelten Blick gesehen haben, jedenfalls redete sie plötzlich irgendein Scheiß von wegen „Playlist“, umso zu tun, als wäre es das weswegen ich sie gerufen hatte. Danke Ina. Noch länger mit Aki allein, und ihr hättet morgen keinen Schlagzeuger! Obwohl das Drum-Solo von Aki war schon nicht schlecht...


7.Lauri (bei / nach den Proben)

„I´m still standing here...“, schrie ich fast ins Mikro. Wir probten gerade noch einmal für den Gig morgen. „Still standing“ war leider erst das 3. Lied und 13 weitere folgten noch. Ich hatte dazu heut echt keine Lust. Unten vor der Bühne standen die 3 Mädels von „Nightmare“. Sie waren richtig begeistert. Für sie war das anscheinend sone Art „For Nightmare concert“. Jul und ihr Freund standen eng umschlungen da. Irgendwie passten sie gut zusammen. Katja und Ina sangen die Lieder halblaut mit. Und da stand noch Sie. Silvi. Jul erzählte mir das es Inas Schwester war. Irgendwie gefiel sie mir (@Silvi: Bring mich bitte nich um!!!). okay, mir gefiel schon Ina auf dem Cover, aber ihre Schwester gefiel mir besser. Vorallem war sie älter als Ina. Jul hatte mir auch erzählt das sie kein Fan von The Rasmus ist, was mich noch neugieriger machte. Sie stand einfach nur da und guckte mir zu, besser gesagt uns. Ich war voll in Gedanken. Es war ein Wunder das ich den Text noch konnte. Doch plötzlich passierte es. Ich übersah ein Kabel, blieb hängen und fiel der Länge nach direkt in Richtung Boden. Autsch! Das tat weh. Pauli, der in der Nähe war, fragte ob alles in Ordnung sei. Ich nickte kurz und rappelte mich hoch. Aki grinste. Toller Freund. Ich hätte mir echt weh tun können! Aber er hat mich wohl schon zu oft hinfallen sehen, vielleicht konnte er noch darüber lachen.

Nach den Proben, ich stand gerad draußen und rauchte ne Zigarette, kam Aki und schlug mir auf die Schulter. „Sag mal, was war denn eben mit dir los?“, fragte er und grinste. Ich guckte ihn an. „äh... gar nix! Is heute nich mein Tag!“, antwortete ich. Ich konnte ihm ja schlecht sagen, dass ich mich wegen einer Frau auf die Schnauze gepackt habe. Aki lachte: „Klar doch!“. Er hörte gar nicht mehr auf zu lachen. Was sollte das denn jetzt? „Aki? Hast du was genommen?“, fragte ich. „Nein! Du erzählst gerad nur voll den Schwachsinn, weißt du!“, grinste er mich an. „Ach ja? Dr. Hakala weiß anscheinend wo drunter ich leide!“, sagte ich genervt. Besser gesagt entnervt. „Yupp! Du leidest akkut unter Ich-starre-die-ganze-Zeit-Inas-Schwester-an-Krankheit!“, sagte er. „Verdammt! War das denn so aufällig?“, rutschte es mir heraus. Toll! Jetzt hast es ja doch gesagt Ylönen... Aki hatte sich beruhigt, schaute mich an und sagte: „Ja, war es! Mensch Lauri, so hab ich dich ewig nicht mehr gesehen!“. Ich starrte Aki an. Er meinte also, ich wäre verliebt. War ich es denn? Nein, ich hatte ja noch nicht einmal mit ihr geredet. Was ich anscheinend gerade ändern sollte. Silvi kam gerad aus dem Backstagebereich nach draußen. Aki grinste mich an. „Viel Spaß!“, sagte er und verschwand. Idiot. Ich nahm einen letzten Zug meiner Zigarette, schmiss sie weg und ging direkt auf Silvi zu!


8. Katja

„Hoffentlich fahrn wir bald zum Hotel!“, sagte ich mir, als ich im Backstagebereich umher wandelte. The Rasmus waren fertig mit den Proben, wir waren fertig und mir war jetzt langweilig. Was auch der Grund war warum ich auf den Fluren auf und ab ging. Ich hatte ne Wasserflasche in der Hand. Eine leere, stellte ich fest, als ich was trinken wollte. Da ich keinen Mülleimer finden konnte, schleppte ich sie weiter mit. Dann entschloss ich mich rauszugehen. Ich schaute auf den Boden und versank in irgendwelche Gedanken. Plötzlich lief ich gegen etwas oder besser gesagt gegen irgendwen. Durch den Aufprall, konnte ich mich nicht halte. Mich nicht und die Wasserflasche auch nicht. Die Flasche fiel runter, zerbrach... und ich fiel direkt mit der rechten Handfläche auf die Scherben. „Arrhhhhh! Fuck!“, schrie ich. Meine Hand schmerzte. „Verdammt! Sorry!“, sagte eine Stimme. Die Person kniete sich nieder. Ich schaute hoch. Direkt, mal wieder, in Aki´s Gesicht. „Wie toll! Mein Vorbild will mich beiseite schaffen!“, dachte ich mir wütend. Aki half mir hoch, nahm meine rechte Hand und schaute sie sich an. Sie blutete dermaßen, dass man dachte das Blut hätte was gegen meinen Körper und ist froh raus zu können! „Das sieht schlimm aus!“, meinte er mitleidig. „Das sieht nicht nur schlimm aus, das tut auch verdammt weh!“, dachte ich mir. Obwohl ich mich über Aki aufregte, raste mein Herz. ER hielt doch tatsächlich meine Hand. „Du solltest damit zum Arzt! Aber komm erstmal mit!“, sagte er dann, nahm meine rechte Hand in seine linke und legte seinen rechtsn Arm um mich und zwang mich so,mit zu gehen. Großer Fehler! Jetzt hatte ich das Gefühl mein Herz würde explodieren.
Aki schleppte mich in den Raum von The Rasmus. Pauli und Eero guckten uns komisch an. Lauri war nicht da. Aki fasselte irgendwas auf Finnisch. Dann sprang Pauli auf und hohlte Verbands-Zeug. Aki wollte die Wunde säubern, stellte sich dabei aber ziemlich blöd an. Dann sagte Eero was auf Finnisch, schob Aki weg, nahm mein Hand und reinigte sie. Was nich viel half, da die Wunde immernoch blutete. Eero verband mir dann die Hand und meinte auch noch, dass ich zum Arzt müsse. Ich bedankte mich für die Hilfe und verschwand.
Ich ging in unseren Raum. Jul und Mark redeten gerad miteinander und Ina spielte GameBoy. Ich schlug die Tür zu. Als ich Ina und Jul sah, wurde mir erst bewusst, was für scheiße gerade passiert war. Meine rechte Hand war im Arsch. Sie tat ziemlich weh. Wahrscheinlich konnte ich den Gig morgen vergessen! Ich sank an der Tür hinunter und fing an zu heulen. Nicht weil die Hand so schmerzte, sondern weil ich da Ina und Jul mit rein zog. Ina kam sofort zu mir. „Was ist passiert?“, fragte sie. Jul und Mark standen jetzt hinter ihr. Ich zeigte meine rechte Hand hoch und drehte die Handfläche zu ihnen. Der Verband war nun auch schon voller Blut. „Gott! Was ist passiert?“, fragte Mark. „Aki hat mich angerempelt. Ich bin hin gefallen. Das Problem dabei war das mir vorher ne Flache runter gefallen ist!“, erzählte ich unter Tränen, was mir nun irgendwie peinlich war. Ich wischte mir die Tränen weg und stand auf. Ina nahm meine linke Hand und ging plötzlich mit mir los. „Silvi muss dich zum Arzt fahren!“, musste mir wohl als Erklärung reichen.


9. Lauri (vor der Halle mit Silvi)

Soll ich? Soll ich nicht? Und was soll ich eigentlich sagen? Ich war mir total unsicher. So unsicher war ich schon lang nicht mehr. Als Silvi sah, dass ich auf sie zu ging, lächelte sie und sagte: „Na? Wie geht’s?“ „Äh... gut und dir?“, fragte ich zurück. „Auch ganz gut!“. Ich wusste nicht sorecht was ich sagen sollte und da rutschte mir ein: „Was macht ihr hier überhaupt noch?“ raus. Zum flirten echt gut geeignet -.-... „Unsere Hotelzimmer sind noch nicht frei!!!“, antwortete sie mir aber Freude strahlend. Sie schien wirklich kein Fan von uns zu sein. Fans flippten sonst immer gleich total aus, wenn ich sie anspreche, obwohl die Drei Mädels von Nightmare ja auch cool geblieben sind... Na ja... Fast!!! War aber eigentlich auch egal. Aber was sollte ich jetzt sagen? Die erste Hürde, das Ansprechen, war zum Glück schon überwunden. Ich konnte ja kaum „Schönes Wetter heute!“ sagen. Nachher antwortete sie noch „Ja, aber gestern wars noch viel schöner!“ und dann wäre das Gespräch auch schon wieder beendet. Aber plötzlich sagte Silvi wieder etwas. „Warum habt ihr Nightmare eigentlich als Vorband genommen? Sie sind doch gar nicht berühmt und noch ziemlich jung!“. Ich musste grinsen. „Nightmare sind einfach gut. Sie rocken ordentlich ab. Und außerdem ham wir auch in dem Alter angefangen.“, antwortete ich. „Stimmt ja... ina hat erzählt du hast deswegen extra die Schule abgebrochen! Oder nicht?“, fragte sie dann. Wow das hörte sich so an, als ob Ina und ich gute Freunde waren. Und genau das hasste ich auch am Berühmtsein. Alle Welt glaubt dich zu kennen. Aber ich antwortete ihr und wir kamen richtig ins Gespräch. Es war witzig mit ihr zu quatschen. Ich musste oft sehr doll lachen. Doch dann ging plötzlich die Tür zum Backstage-Bereich auf. Ina kam mit Katja an der Hand raus gestürmt und laberte irgendwas auf Deutsch was ich nicht verstand. Jul und Mark kamen auch raus gestürmt. Ina zeigte Silvi Katjas Hand. Sie hatte einen verbans um, der schon leicht mit Blut getränkt war. Silvi erklärte mir dann, das sie Katja sofort zum Arzt fahren wolle. Kaum hatte sie ausgesprochen, waren sie auch schon auf dem Weg zum Auto. Na toll! Nichts gegen Katja, aber hätte sie sich ihre Hand nicht später verletzten können? Ich hatte mich gerad echt gut mit Silvi unterhalten. „War das eben Katja?“, kam es von hinten. Ich wirbelte erschrocken um. Eero stand da. „Äh ja. Wieso?“, fragte ich verwirrt. „Aki hat sie umgerannt und dabei hat sie sich ihre Hand verletzt!“. „Aki hat sie umgerannt?“. Eero nickte und sagte dann „Aki macht sich die ganze Zeit Vorwürfe, weil sie doch morgen spielen muss!“. Ach ja... Toll. Aki schaffte es doch immer wieder irgendetwas an zu stellen. Und er hat mir damit nich nur das Gespräch mit Silvi versaut, sondern wahrscheinlich auch den Gig morgen. Danke, Herr Hakala!!!


10. Katja (im Hotelzimmer)

Da saß ich nun. Im Hotelzimmer, auf dem Bett, mit einer verletzten Hand. Wir waren gerad vom Arzt gekommen, welcher meinte das ich „Glück im Unglück“ hatte. Es musste nichts genäht werden, auch wenn es erst so aussah. Trotzdem hatte ich einen Verband um und sollte die Hand ruhig halten. Und das tat ich auch. Jedenfalls bis zum Gig. Ich nahm mir fest vor morgen zu spielen, auch wenn die anderen meinten, dass wir doch besser absagen sollten. Plötzlich klopfte es. Ich rappelte mich hoch, ging zur Tür und öffnete sie. „Huhu! Na, geht’s schon besser?“, Jul stand da und es erstaunte mich das Mark nicht an ihrer Verse klebte. „Ich bin nicht krank!“, ermahnte ich Jul. Seit dem Arzt behandelte sie mich wie eine Todkranke. Jul kam rein. „Wo ist Ina?“. „Duscht gerade!“, antwortete ich. Ina und ich teilten uns ein Zimmer. Jul teilte sich mit Mark eins und Silvi hatte ihr eigenes. Jul fing an zu grinsen. „Wie wars heut eigentlich mit Aki? Also bevor er dich umgerannt hat!“, fragte sie. „Peinlich!“, antwortete ich grinsend. „Er denkt bestimmt ich hasse ihn total! Ich war voll abweisend.“. Jul musste lachen und meinte: „Ach Katja. Da sprichte Aki schon mal mit dir und du stellst dich an, wie der erste Mensch!“. Nun musste ich auch lachen. Jul hatte recht. „Aber lass ma! Lauri war erstma geil drauf!“ Jul erzählte mir dann was für Scheiße Lauri anfangs gelabert hatte. Was mich wunderte, denn sowas hätte ich nicht von ihm erwartet. Ich bekam aber richtige Lachkrämpfe. Plötzlich klopfte es wieder an der Tür. Ich ging hin und machte, lachend, die Tür auf. Mir blieb das Lachen wirklich „im Halse stecken“. Aki stand da. „Was machst du denn hier... also... hallo erstmal!“, stotterte ich mir zusammen. „Ich wollt ma schauen, wies dir geht. Also, deiner Hand, besser gesagt!“, lächelte er. Ich lächelte zurück. „Äh... darf ich kurz reinkommen?“, fragte er. „Klar doch! Woher weißt du eigentlich wo wir sind?“, fragte ich verwirrt und überrascht. War er wirklich nur wegen mir gekommen? „Tja... Man hat halt so seine Beziehungen!“, grinste er mich an, während er rein kam. Sagte aber dann: „Ihr habt die Adresse vom Hotel bei nem Roadie hinterlassen!“. Ach ja? Haben wir das? Egal... Aki setzte sich aufs Bett und begrüßte Jul. Die genauso überrascht war wie ich. „Und wie geht’s nu deiner Hand?“. „Äh ja... ist noch dran!“, sagte ich, bereute es aber schnell. Aki aber, zu meinen Erstaunen grinste. „Es musste nichts genäht werden!“, fügte ich dann noch hinzu. „Kannst du morgen spielen?“, fragte er besorgt. „Ja!“, antwortete ich. Dann kam Ina aus dem Bad. Fragend und verwirrt schaute sie Aki an. Stille trat ein. Ich wusste nicht sorecht was ich nun tun sollte. „Äh...ja ich geh dann mal wieder! Schön das es dir wieder besser geht! Ach ja... das hier is noch für dich. Zur Besserung und Entschuldigung!“. Aki hohlte einen kleinen Teddy aus seiner Tasche. Der Teddy hatte Sticks in der Hand. Ich musste grinsen. Der Teddy war echt süß. Aber etwas... na ja... ach keine Ahnung. Ich sagte „Danke“ und brachte ihn zur Tür. Er verabschiedtete sich und verschwand. Ich schloss die Tür und ging zurück zu Jul und Ina. „Och wie süß... ein Teddy!“ sagte Jul sakastisch. „Für wie alt hält der dich?“, fragte Ina. „Keine Ahnung! Aber süß ist er doch, oder?“, fragte ich grinsend.


11. Lauri

„Wo ist Aki, wenn man ihn mal braucht?“, regte ich mich auf. Ich saß gerad im Hotelzimmer. Allein. Ich brauchte jemanden zum quatschen. Und Aki war weit und breit nicht in Sicht. Also beschloss ich zur Hotelbar zugehen. Als ich mein Zimmer verließ traf ich auf Eero, der gerade zu mir wollte. „Komm doch einfach mit an die Bar!“, schlug ich vor. „Joa. Das is ne gute Idee“, grinste er.
Unten in der Bar angekommen, bestellte ich erstmal ein Bier. Eero, der ja kein Alkohol trank, bestellte sich ne Coke. „Wo ist eigentlich Pauli?“, fragte ich. „Der arbeitet gerade!“ „Und wo ist Aki?“. „Äh... Ich glaub bei diesem Mädchen... Katja! Weißt doch wegen der Hand!“, kam es von Eero. „Achso!... Er hätte ja wenigsten fragen können, ob ich mitkommen möchte!“, sagte ich leicht beleidigt. Dann wäre ich vielleicht auf Silvi getroffen. Eero guckte mich komisch an und fragte dann: „Wieso?“. Meine geniale Ausrede: „Na ja... er fragt doch sonst auch immer!“. Dann nahm ich erstmal einen großen Schluck von meinem Bier. Nach einiger Zeit fragte Eero dann: „Was war heut eigenlich auf der Bühne mit dir los?“. „Warum fragt ihr alle? Ich hab mich doch nicht zum ersten Mal hingepackt!“. „Das meinte ich auch nicht“, kam es von Eero. Ich schaute ihn fragend an. „Du hasst die ganze Zeit... diese...äh... Silvi angeschaut.“. „Und? Darf man sie nicht anschauen?“, konterte ich, da ich kein Bock hatte es ab zustreiten. Bei Eero nütze das eh nie was. Eero grinste noch mehr. Aber nicht zu mir, sondern zu jemanden hinter mir. „Er ist verliebt!“, sagte die Person und lachte dabei. Ich drehte mich um und schaute direkt in Akis fies-grinsendes Gesicht. „Wusst ichs doch!“, kam es locker von Eero, bevor er einen Schluck von seiner Coke nahm. „In wen ist Lauri verliebt?“, fragte eine weitere Stimme, die verdammt nach Pauli klang. Mein Verdacht bestätigte sich, als ich mich ein zweites Mal umdrehte. „In Silvi!“, grinste Aki. Okay, jetzt wussten es alle. Verdammt! Aki war heut als Kumpel echt nicht zu gebrauchen. „Sorry Lauri!“, sollte mich da wohl versöhnen. „Schon gut! Du hast ja recht!“, gab ich als Antwort und musste mich beherrschen nicht auf Aki los zu gehen. Ich bezahlte mein Bier und ging. Jetzt wollte ich alleine sein. Aber leider kam Aki mir hinterher. „Ey Lauri! Tut mir Leid! Ich hätte es ihnen nicht sagen dürfen!“, entschuldigte er sich. Ich blieb stehen. „Waum hast du es dann getan?“, schrie ich ihn an. Ich hasste es, wenn Aki scheiße baute und mit einen einfachen „Sorry“ ankam. „Mein Gott! Weil sie das heute auch Vormittag auch mitbekommen haben!“, schrie er zurück. „Trotzdem! Warum schreibst du es nicht auf ein Plakat und hälst es morgen bei dem Gig hoch? Dann wissen es alle!!!“, ich war echt wütend. „Lauri... du... du bist so ein Egoist!“. „Ich bin ein Egoist?“, schrie ich. Das war typisch. Jetzt war ich wieder schuld. Ich ging einfach los und ließ Aki stehen. Er sollte mir in den nächsten Stunden nicht über den Weg laufen!


12. Katja

„Bist du sicher, dass du morgen spielen willst?“, fragte Mark jetzt zum hundersten Mal. „Ja, verdammt, bin ich!“, antwortet ich bestimmt und guckte in die Runde. Nachdem Aki gegangen war, kamen noch Silvi und Mark dazu. „Na gut!“, nickte Mark. Nachdem ein längeres Schweigen eingetreten war, durchbrach Jul die Stille mit: „Habt ihr auch bemerkt das Lauri die ganze Zeit Silvi angestarrt hat?“. Mark nickte. Ina und ich schüttelten den Kopf. Silvi hingegen rollte mit den Augen. „Was? Er hat dich wirklich voll angestarrt!“, versuchte Jul sie zu überzeugen. „Klar! Wahrscheinlich ist er in mich verknallt!“, sagte Silvi sakastisch. „Wer weiß!“, grinste Ina. „Vielleicht solltest ihn mal zum Date einladen!“, mischte ich mich ebenfalls grinsend ein. „Klar. Sone Art Doppeldate wär doch nicht schlecht. Silvi mit Lauri und Katja datet Aki!“, lachte Jul. „Sicher doch!“, meinte ich. „Ihr seid ja nur neidisch!“, konterte Silvi, was ein Fehler war, denn daraus entstand erst eine Ich-liebe-nur-Mark- und danach eine ihr-traut-euch-nur-nicht-Diskussion. Die leider bis Mitternacht anhielt. Als Ina müde wurde warf sie unsere „Gäste“ raus und schmiss sich auf Bett. „Schon aufgeregt?“, fragte sie mich. „Nein überhaupt nicht! Wir spielen morgen doch NUR als Vorband für The Rasmus! Bei sowas bleib ich doch immer voll cool!“, grinste ich ironisch. Ina grinste und sagte „Gute Nacht“. Sie drehte sich um und schlief ein. Ich legte mich auch hin. Ich war auch ziemlich müde, konnte aber trotzdem nicht schlafen. Es war ziemlich viel passiert. Und das an nur einem Tag. Ich begriff jetzt erst, was heute los war. Wir hatten TheRasmus getroffen, ich hatte mit Aki gequatscht, der mich zum Dank gleich mal umgerannte, meine Hand war deswegen ziemlich im Arsch und das unglaubliche... Aki hat MICH besucht. Jetzt lag ich im Hotelzimmer und konnte nicht schlafen. Und morgen würden wir das erste Mal als Vorband spielen. Ich wurde jetzt ziemlcih aufgeregt. Ich dachte über so vieles nach. Was ist, wenn morgen alles schief geht? Wenn ich mich verspiele? Oder TR uns einfach nur schlecht finden? Ich lag mindestens noch 2 Stunden wach. Dann schlief ich endlich ein.


13. Lauri

„Pieeeeeeep...“ die Weckfunktion meines Handys riss mich aus dem Schlaf. „Verdammt! Schon?...“, murmelte ich und machte mein Handy aus. Ich hätte gern noch weiter geschlafen. Vorallem gerne noch weiter geträumt. Ich wusste zwar nicht genau was ich geträumt hatte, aber ich wusste das es schön war. Ich drehte mich um. Dahin wo Akis Bett stand. Aki saß am Bettrand und rieb sich die Augen. Ehrlich gesagt war ich überrascht Aki zusehen. Er war gestern Abend nicht ins Hotelzimmer zurück gekommen-was auch besser so war- und heute Nacht hatte ich nicht gehört das er wieder kam. Aki schaute hoch und dann zu mir. Kurze Zeit starrte er mich einfach nur an, sagte dann aber: „Morgen!“. „Morgen!“, antwortete ich mürrisch und drehte mich wieder zur anderen Seite. Morgen war gut. Es war schon 12.30 Uhr. Ich hörte das Aki ins Bad ging. Ich rappelte mich hoch und setzte mich, wie Aki, erstmal auf die Bettkante. Kurze Zeit später kam Aki aus dem Bad. Mürrisch stand ich auf, ging an Aki vorbei-ohne ihm auch nur eines Blickes zu würdigen- und ging dann ins Bad. Ich hasste es wenn der Morgen so begann. Und es war sicher nicht das erste Mal das er so anfing. Aki und ich hatten uns schon oft gestritten, was dann meist so endete.
Als ich Bad fertig war, überlegte ich echt, ob ich überhaupt das Bad verlassen sollte. Ich hatte kein Bock auf Aki. Er würde sich eh nicht entschuldigen. Aber im Bad neben der Kloschüssel rum hocken, wollte ich auch nicht. „Also auf in die Höhle des Löwens. Besser gesagt, auf in die Höhle der kleinen finnischen Schlagzeuger!“, sagte ich mir. Aber als sich rauskam staunte ich nicht schlecht. Aki hielt ein Schild mit „Sorry Lauri“ hoch. „Das wollte ich heut beim Gig hoch halten. Das was du vorgeschlagen hast, mit Silvi und so, fand ich nicht gut!“, grinste er mich an. Okay Hakala, das hätte ich jetzt echt nicht von dir erwartet. Ich musste lachen. „Ich warne dich! Hälst du dieses Ding auch nur 1 Sekunde hoch, bringe ich dich um!“. Jetzt musste er auch lachen. Und komischer Weise vergass ich plötzlich den Scheiß, den er gebaut hatte.
„Weißt du was Lauri?“, fragte Aki dann. Ich schüttelte den Kopf. „Ich hab nen Mordshunger. Wir sollten was essen gehen...“, sagte er dann. Okay... schneller, schmerzloser Themawechsel. Ich nickte grinsend und folgte ihm zu Tür.


14. Katja

Jetzt war es soweit. Der Tag der Wahrheit war gekommen.
Ich saß mit Ina und Silvi im Hotelrestaurant um Frühstück zu essen. „Jetzt ess doch was!“, redete Silvi auf mich ein. Aber ich beachtete sie gar nicht. Ich war viel zu nervös. Ich bekam kein Bissen runter. „Morgen!“, begrüßte mark uns fröhlich und setzte sich zu uns. Ich schaute ihn kurz an. „Wo ist Jul?“, fragte ich dann, um Silvi von mir abzulenken, welche gerade wieder auf mich einreden wollte. „Kommt gleich!“, sagte Mark. „Sag mal Katja, geht’s dir nicht gut? Du siehst heut irgendwie echt Scheiße aus!“, meinte er dann noch ganz locker. Silvi musste lachen und ina guckte mich an und gab ein müdes „Stimmt“ von sich. „Was für nette Freunde ich doch habe!“, gab ich leicht wütend von mir. Ich hatte gerad echt andere Probleme. Ich war nervös, wie sonst was. Aber Anscheined war ich auch die einzige. Denn auch jul kam gut gelaunt an den Frühstückstisch. Und ihre Bemerkung als sie mich sah: „Geht’s die nicht gut? Du siehst heut echt scheiße aus!“. Ich rollte mit den Augen und legte meine Kopf auf den Tisch. Die anderen brachen in schallendes Gelächter aus. Und nachdem Jul erklärt wurde das man mich das kurz vorher schonmal gefragt habe, stieg voll mit ein. Tolle Freunde! Sie könnten ruhig etwas Rücksicht nehmen. „Ach komm Katja! War doch nicht so gemeint!“, grinste Silvi. „Ha....ha!“, gab ich mürrisch von mir. Anscheinend fiel Silvi da gerad wieder etwas ein. Jedenfalls kam von ihr wieder: „Jetzt ess doch endlich was!“. ich schaute hoch, tat so als würde ich drüber nachdenken und sagte dann: „äh... NEIN!“. Aber das wollte Silvi woll nicht gelten lassen. „Oh doch. Du isst jetzt was. Wer weiß wann und wo wir heute das nächste mal etwas essen! Hier!“. Sie schmiss mir ein Marmeladentoast auf den Teller. „Du bist schlimmer als meine Mutter!“, beschwerte ich mich. „Gott Katja, du maulst heut wie son Kleinkind!“, grinste Ina mich an. „ Lasst mich doch einfach in Ruhe!“, keifte ich in die Runde, stand auf und ging. „Ey Katja. Vergess dein Toast nicht“, rief Silvi mir lachend hinterher. Wütend drehte ich mich um, ging zum Tisch, hohlte mir das bescheuerte Toast und verschwand dann.


15.Lauri

Seufzend packte ich mich aufs Sofa. Ich hasste diese ewige Warterei. „Hey Lauri!“, Eero kam ins Zimmer. „Es ist 15 Uhr... Denkst du bitte daran das in 15 Minuten Soundcheck ist?“. und schon war Eero auch wieder verschwunden. „Yupp!“, sagte ich, obwohl Eero schon längst weg war. Ich wunderte mich, dass ich der einzige im Raum war. Die andren waren irgendwo im Backstagebereich und Eero spielte anscheineng „Terminplaner“ und erinnerte alle an den Soundcheck. Da es ja eh nur noch 15 Minuten waren, beschloss ich zur Bühne zu gehen. Als ich bei der Bühne ankam, traf ich auf Katja, die auf einer Box saß. Sie sah ziemlich blass aus und schien gerad nach zudenken. Trotzdem begrüßte ich sie mit einem fixen „Hallo“. „Hä?“, verwirrt blickte Katja mich an., sagte dann aber auch „Hallo!“. „Wo sind die andren?“ „Irgendwo im Backstagebereich... sorry Lauri... aber mir is da gerad noch was eingefallen...“, sagte sie dann, sprang auf und verschwand. Toll! Will denn heut keiner etwas mit mir zu tun haben?


16. Katja

„... sorry Lauri... aber mir is da gerad noch was eingefallen???“ wie scheiße klang das denn??? Aber ich hatte eben echt kein Bock mit ihm zu quatschen. Klar... ich sollte froh sein, dass mir sich diese Chance überhaupt mal bot, aber trotzdem... ich hatte eben kein Bock! Ich ging Richtung Ausgang um noch schnell ein paar Minuten frische Luft zu schnappen. In 10 Minuten war Soundcheck... vielleicht würde das mich ja etwas ablenken.

„Wenn ihr jetzt noch einmal an meinen Drumqualitäten rumnörgelt, könnt ihr Aki fragen ob er heut Abend für euch spielt!!!“, schrie ich Jul und Ina an, die zum wiederhohlten Male irgendwas am Schlagzeug auszusetzten hatten. Es wurde plötzlich still. Alle Blicke waren auf mich gerichtet. Selbst die vier Jungs von TR blickten verwirrt drein. Vorallem aber, weil ich auf deutsch geschrien hatte und sie nur das Wort „Aki“ verstanden hatten. „Komm mal wieder runter!“, sagte Jul. „Ach, lasst mich!“, sagte ich wütend. Was war nur mit mir los??? So war ich sonst nie drauf. Und das schlimme ist, Jul und Ina hatten recht... ich spielte heut wirklich schlecht... aber nicht wegen der Hand. Irgendwie starrten mich immer noch alle an. Hallo? Noch nie ein sich aufregendes Mädel gesehen? „Können wir jetzt weiter machen?“, fragte ich genervt, obwohl ich es war, die alles unterbrochen hatte. Jul und Ina nickten verständnislos.
Nachdem wir endlich alles nochmal gecheckt hatten, ging Tr auf die Bühne. Endlich! Endlich Ruhe! Da nach meinem Anfall eh keiner was mit mir zu tun haben wollte, ging ich in den Backstagebereich. Als mich wieder diese Gefühl überkam, worauf ich schon den ganzen Tag gewartet hatte. Mir wurde schlecht. Ich rannte schnell zum Klo... und entleerte mein Mageninhalt... wie ich das hasste! Wie bei dem Gig aufm Stadtfest! Ich spülte, machte den Klodeckel runter und setzte mich rauf. Mir kamen die Tränen. Ich war diesem Druck, wollen wir es mal Druck nennen, nicht gewachsen. Ich hatte verdammt nochmal totales Lampenfieber. Anscheinend noch das von Ina mit. „Katja?“ wenn man vom Teufel spricht. „Katja? Komm bitte raus!“, sagte Ina. Warum sollte ich? Eigentlich gefiel es mir hier ganz gut! Aber was tut man nicht alles für Freunde. Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und ging raus. „Was ist bitte mit dir los“, fragte Ina. „Es soll Leute geben, die bei sowas nervös werden!“, sagte ich härter als geplant. „Ich weiß, dass du sowas nicht kennst!“, setzte ich noch drauf. „Ach ja, ich vergaß. Die große Ina bleibt ja bei allen cool!“, rutschte mir auch noch raus. Man konnte förmlich sehen, wie die Wut in Ina aufstieg. „Spinnst du? Sag bescheid, wenn man wieder mit dir reden kann!“. Wumms!!! Ina schmiss vor Wut die Badezimmertür hinter sich zu. Verdammt was war nun schon wieder mit mir los? Langsam zweifelte ich an mir selbst.
Plötzlich wurde mir wieder schlecht...


17. Lauri

Verzweifelt guckte Eero hinter die Couch. „Kann mir bitte jemand sagen, wo mein Buch ist?“. „Nein Eero, können wir nicht!“, kam es genervt von Aki. „Aber weiß vielleicht jemand, wo mein Handy ist?“. Beide suchten seid einer viertel Stunde vergebens ihre Sachen. Und waren deswegen auch beide ziemlich mies drauf. „Aki, kannst du bitte mal beiseite gehen! Du stehst im Weg!!!“, raunzte Eero. „Wie kann ich im Weg stehen, wenn du es schon tust?“, keifte Aki zurück. Ich musste grinsen. Es kam selten vor das Aki sich mit Eero anlegte und umgekehrt. Ich schaute zu Pauli. Auch er grinste vor sich hin. „Scheiß doch auf dein Buch! Mein Handy ist viel wichtiger!“, schrie Aki jetzt fast. „Wie bitte?“ Eero wurde wütend. „Ich hoffe irgendwer hat dein Handy genommen und es das Klo runtergespült!!!“. Wenn es um Eero´s Meditationsbücher ging, verstand er keinen Spaß. Ich schaute wieder zu Pauli. Jetzt mussten wir lachen. Anscheinend störten wir die beiden Streithähne damit beim streiten. „WAS GIBT’S DA ZU LACHEN???“, schreien die beiden Synchron und als hätten sie sich abgesprochen, guckte Eero zu mir und Aki zu Pauli. „Nichts!“. Pauli musste sich das Lachen richtig verkneifen. Ich versuchte mich auch zu beherrschen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Eero jeden Moment auf mich losgehen würde. Ich räusperte mich „Wie wärs wenn ihr mal im Tourbus nachschaut?“. Wütend guckten Aki und Eero mich an. Dann gingen sie los. Pauli und ich brachen in Tränen aus vor Lachen. „Schade eigentlich!“, lachte Pauli. „So hab ich sie schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen!“. „Ich hätte ihnen den Tipp nicht geben sollen!“, brachte ich gerade so unter dem Lachen hervor. Ich wischte mir die Tränen aus den Augen. Plötzlich klopfte es. „Ja?“, rief ich Richtung Tür. Die Tür ging ein Spalt auf und Jul guckte ins Zimmer. „Sorry wenn ich störe, aber habt ihr Katja gesehen?“ „Äh... Katja! Nee, wieso?“ „Sie ist seit dem Soundcheck verschwunden. Ina hat sie das letzte mal auf dem Klo gesehen!“. Seitdem Soundcheck waren 2 Stunden vergangen. Nur noch knapp eine Stunde bis zu dem Auftritt von „Nightmare“. „Nein tut uns Leid. Wenn wir sie sehen sagen wir Bescheid, okay?“, sagte Pauli. „Danke“, nickte Jul und verschwand. „Katja scheint wohl das Problemkind der Band zu sein!“, sagte ich zu Pauli. Er nickte und grinste dann. „So wie Aki bei uns!“. Ich musste wieder lachen.


18. Katja

„Hey, Katja!“, drang sanft zu mir durch. Langsam öffnete ich die Augen. Die Sonne blendete mich. Schützend hielt ich mir die Hand über die Augen. Jetzt erkannte ich das Aki vor mir hockte und mich angrinste. Wo war ich verdammt nochmal? „Angenehm hinter unserm Tourbus zu pennen?“, lieferte mir Aki die Antwort. Jetzt fiel mir wieder ein wo ich war. Nachdem „Klo- Zwischenfall“ war ich an die frische Luft gegangen und da ich nicht in der Sonne stehen wollte bin ich zur Mauer hinter dem Tourbus von TR gegangen... und wohl eingepennt. Peinlich! Vor allem weil ich jetzt doch in der Sonne... äh... saß. „Ich wollte mich ja eigentlich in dein Bett legen, aber der Tourbus war zu!“, konterte ich. Ui... so selbstsicher war ich ja noch nie. Aki tat entsetzt. „Ups... Hab ich vergessen dir den Schlüssel für den Bus zu geben?“. Wir mussten lachen. Aki setzte sich jetzt neben mich an die Mauer. „Was hast du vorhin beim Soundcheck eigentlich über mich gesagt?“, grinste er mich neugierig an. Da ich wusste das Eero etwas deutsch konnte, fragte ich: „Och... Hat Eero es nicht verstanden?“. Aki schüttelte den Kopf. „Du hast zu schnell geredet... ähm... geschrieen triffts besser!“ ich musste lachen. Ich war wirklich ganz schön ausgerastet. „Hab nur gesagt, dass sie dich nehmen sollen, wenn sie mit mir nicht zufrieden sind!“, gab ich ihm endlich zur Antwort. Aki lächelte. „Bist ziemlich aufgeregt, was?“, fragte er plötzlich. Ich schaute nur still zum Boden und nickte. Er legte seinen Arm um mich. „Komm Katja, mach die nicht allzu viele Gedanken. Ihr seid richtig gut! Du bist richtig gut... wird schon schief gehen!“ ich schaute ihn an. „ich versuchs...“, meinte ich und schaute dann auf meine Uhr. „Fuck!“, fluchte ich. Nur noch ne knappe dreiviertel Stunde bis zum Beginn des Konzerts. Aki sah mich verwirrt an. ich sprang auf. „Gut das du mich geweckt hast! Ich muss zu den anderen!“, verabschiedete ich mich von Aki und ging so schnell ich konnte zu unserm Raum.
Dort angekommen bäumte Silvi sich vor mir auf. Sie war anscheinend echt sauer. „WO WARST DU!!!“. „äh... hinterm Tourbus von TR?“, gab ich leise zur Antwort. „Wir haben uns Sorgen gemacht!“, sagte Silvi immer noch wütend. „Gott, ich bin eingepennt... tut mir Leid, dass nächste Mal ruf ich an, wenn ich irgendwo wieder einpenne!“, regte ich mich auf und ging an ihr vorbei, zu Ina und Jul, die auf der Couch saßen und das Geschehen beobachteten. „Tut mir Leid, wegen der Sache beim Soundcheck!“, entschuldigte ich mich bei beiden. Dann schaute ich zu Ina. „Sorry! Was ich da aufm Klo gesagt habe, war nicht ernst gemeint!“ beide lächelten mich an. „Macht nix! Leidest ja schließlich unter Lampenfieber!“, grinste Ina.

Dann war es soweit. Unser erster Auftritt als Vorband von The Rasmus war gekommen. Wir sollten jeden Moment auf die Bühne gehen. „Viel Glück!“, wünschten uns Mark und Silvi. „Wir sind oben auf der Tribüne und drücken euch die Daumen!“. Mit den Worten verschwanden sie. Mir war jetzt richtig, richtig unwohl. Aber jetzt gings auch Ina und Jul so. wie konnten hören, wie die Fans nach The Rasmus ruften. Dann schauten wir uns alle noch einmal an. „Locker bleiben!“, sagte Jul. „Wird schon schief gehen!“, wiederholte ich Aki von vorhin. „Scheiß doch auf die faulen Tomaten!“, meinet Ina. Dann gab ein Roadie uns ein Zeichen. Wir sollten auf die Bühne. Ich ging als erste. Dicht gefolgt von Ina, dann Jul. Es war überwältigend. Die Halle war voll mit Fans. Als sie uns sahen, stutzen sie. bestimmt dachte sie: „IIIhhhh, ne Girlie-Band?“ und „Sind die nicht etwas jung?“ ich ging zu meinem Schlagzeug, setzte mich hinter. Die anderen nahmen auch ihre Instrument und gingen zu ihren Mikros. Das kam mir alles so ewig lang vor. Jetzt sagte Jul was ins Mikro: „Hey Berlin! Wir sind Nightmare! Wir sind zwar noch ziemlich jung, werden aber trotzdem versuchen euch einzuheizen, okay?“ Ziemlich viele Fans jubelten jetzt doch. Ich war froh das ich nicht die Ansagen machen musste. Jul machte das immer ziemlich locker. Bei mir wärs immer nur n gestottere gewesen. „Das erste Lied heißt wie wir... NIGHTMARE!!!“. Und los gings. Ich spielte einfach drauf los. Jetzt war es mir wirklich scheiß egal was passierte. Ich konnte eh nichts dran ändern. Nur eins störte mich. Meine Hand. Im Gegensatz zum Soundcheck schmerzte sie jetzt. Dann war das erste Lied überstanden und wir fingen gleich mit dem zweiten Lied an. Diesmal musste ich n bisschen drauf achten was ich spielte, denn bei diesem Lied baute ich gerne Fehler ein. Bis zum Schluss ging alles gut, nur dann versemmelte ich eine Bass-drum. Aber egal. Fiel nicht weiter auf. Nachdem zweiten Lied, jubelten immer noch viele Fans, aber es kamen auch schon ein paar Buhrufe durch. Dann kamen wir zu „YOU“. Einer meiner Lieblingssongs von uns. Neben den vielen kleine Zahlen zum mitzählen im Kopf, schwirrte auch noch der Songtext dort rum. Da noch keine faulen Tomaten zu erkennen war, wurde ich ziemlich locker und hatte Spaß an der ganzen Sache.
Beim fünften Lied wurde es dann leicht kritisch. Die Fans wollte unbedingt TR sehen. Ich konnte sie verstehen. Ich hasste Vorbands meist auch. „Okay okay... 2 Lieder noch, dann habt ihrs geschafft!“, grinste Jul locker in die Menge. Also machten wir weiter. Einige Fans rockten sogar noch mit ab. Ich schaute jetzt zum ersten Mal (warum so spät keine Ahnung) zur Tribüne. Silvi und Mark standen da und rockten ordentlich ab. Als Mark sah, dass ich guckte, grinste er und streckte den Daumen hoch. Ich war froh das wenigsten den beiden das Konzert gefiel. Aber dann fiel mir auf, das da noch wer war. Um genau zu sein, waren da noch 4 andere. Shit! The Rasmus guckten uns zu. Na ja... sie gingen gerade. Waren wir denn so schlecht? Aber als Kai mich dann noch sah, streckte er ebenfalls den Daumen hoch und grinste. YES!!! Ich musste auch grinsen.
Beim letzten Lied, ein Glück war es ein kurzes Lied, merkte man das die Fans kaum noch Bock auf uns hatten. Ich hoffte ganz stark das es NICHT an der Musik liegen würde, sondern einfach nur daran, dass sie TR sehen wollte. Dann endete schließlich auch endlich das letzte Lied. Die Fans jubelten n bisschen. „Okay, das war’s von uns!“, sagte Jul noch. Ich stand auf und ging Richtung Ausgang/Bühne. Die Fans jubelten nun nochmal kräftig. Hinter der Bühne angekommen, nahm ich erst mal ne Flasche Wasser und trank sie auf EX aus. Jul und Ina schauten mich an. „Was sagt ihr zum Auftritt?“, fragte ich unsicher. Wir fingen dann alle gleichzeitig an zu grinsen. Ich sprang auf und nahm Jul und Ina in den Arm. Es lief besser als gedacht. Das sie uns nicht glauben würden, war uns von Anfang an klar!
„Das war gut! Wollt ihr TR noch zu schauen?“, fragte uns ein Roadie. „Klar!“, kam es wie aus der Pistole geschossen von uns Drein. Wir wurden zur Tribüne geführt. Dahin wo Silvi und Mark auch waren. „Ihr wart SUPER!!!“, begrüßten sie uns überglücklich.

19. Lauri

Geschafft und völlig verschwitzt ließ ich mich auf das Sofa fallen. Aki tat es mir gleich. Man hörte noch die Fans „Zugabe“ und „TheRasmus“ rufen. Aber für heute war Schluss. „Gutes Konzi, oder?“, fragte Eero. Aki, Pauli und ich nickten. „Bis auf Lauris Patzer!“, grinste Pauli. „Wenigstens wars nur einer!“, bemerkte Aki ebenfalls grinsend. Ich schaute Aki und dann Pauli an. „Wenigsten kann ich singen!“, raunzte ich. Eero räusperte sich darauf etwas zu auffällig. Aki und Pauli bekamen einen Lachanfall. Eero lachte auch vor sich hin. Ich nahm mein Handtuch, welches nur so vor Schweiß triefte und schmiss es in Richtung Eero. Wumms! Voll ins Gesicht. Aki uns Pauli konnten sich jetzt nicht mehr halten. Aki kugelte vor Lachen auf dem Sofa rum. Kleinkinder!!! „Stinktier, geh duschen!“, befahl Eero grinsend, nachdem er das handtuch vom Gesicht genommen hatte. Ich grinste „Gern doch... FAULTIER!“. Wumms!!! Hatte ich das Handtuch im Gesicht... und ich kam zum Entschluss mich die nächsten drei Tage und Nächte rund um die Uhr zu duschen. Mir wurde von meinem eigenen Geruch schlecht. Ich schmiss das Handtuch zur Seite und machte mich auf den Weg zur Dusche.

„Willst du noch was?“, fragte Aki, als er aufstand um zur Bar zu gehen. „Klar... ne Flasche Wodka wäre nicht verkehrt!“, trug ich ihm auf. Nachdem Gig waren wir zurück ins Hotel gefahren, wo Aki und mir schnell langweilig wurde. Also hatten wir beschlossen noch ne Bar aufzusuchen. Wir hatten uns für n Club entschieden, wo wir sicher sein konnten, dass kaum Groupies da sein würden. „Lauri?“, fragte eine Stimme. Also doch Groupies. Na gut! Augen zu und durch. Okay in dem Fall wäre „Augen auf und hinschauen“ wohl doch besser gewesen, den ich gab ein genervtes „JA???“ von mir und guckte dann erst Richtung Stimme. „Silvi?“, war meine zweite Reaktion und da kam ich dann wohl doch etwas geschockt rüber. „Yupp... sorry... wollt nicht stören!“, sagte sie lächelnd. „Tust du nicht! Setz dich! Was machst du hier?“. Lauri, du kannst ruhig etwas langsamer sprechen. „Ich hab gehört das diese Bar ganz cool sein soll, also wollt ich mal hier rein schauen.“ „Bist du allein hier?“. „Joa... die anderen hatten kein Bock. Waren zu geschafft!“, lächelte sie. „Schade!“, grinste Aki der gerade wieder kam. „Du Lauri ich hab auch kein Bock mehr. Ich geh dann jetzt auch mal!“, sagte Aki plötzlich. „Aber wir sind doch gerade erst...“ Jetzt schimmerte mir was Aki vor hatte und ich hätte ihn dafür knutschen können. Ich grinste. „Okay... ich komm nach!“. Aki verabschiedete sich und verschwand. Nun waren Silvi und ich allein.

„Danke... Lauriri!“, lallte Silvi als ich sie zu ihrem Hotelzimmer brachte. Ups... 2 Flaschen Wodka waren wohl doch n bissl viel für Silvi. „Wo is des verdamne Schüsseloch!“. Ich grinste nahm ihr den Schlüssel ab, schloss auf und brachte sie rein. Sie setzte sich schwankend aufs Bett. „Des is so peinliech!“, jammerte sie rum. „Was ist peinlich?“. „Allees!“. Silvi legte sich aufs Bett... und schlief anscheinend sofort ein. Ich lächelte. Es war ein schöner Abend bzw. war es eine schöne Nacht gewesen. Wir hatten gequatscht (und dabei Wodka getrunken) bis 3 Uhr morgens. Ich schaute Silvi an. Sie sah süß aus beim schlafen. Ich ging zur ihr und beugte mich über sie. Ich weiß nicht warum ich es tat..... aber ich küsste sie einfach. Ich hatte jetzt schon mit einer Ohrfeige gerechnet, aber es passierte nichts, stattdessen drehte sich Silvi um und schlief weiter. Plötzlich wurde mir schwindelig. Der Wodka machte sich also gerade bei mir bemerkbar. Ich setzte mich in den Sessel der neben dem Bett stand. Kurze Zeit später schlief ich ein.


20.Katja

„Guten Morgen!“, grinsten Ina und ich Silvi an, als sie ihre Hotelzimmer Tür total müde aufmachte. „Nicht so laut!“, flüsterte sie uns zu. „Ups, da hat aber jemand einen Kater!“, sagte Ina. Wir gingen einfach durch in ihr Zimmer. „Täusch ich mich oder duscht dort jemand?“, als ich Wasser plätschern hörte. „Leiser Katja!“, befahl Silvi mir. „Nein du täuscht dich nicht.“ Ich grinste, guckte Ina an und dann Silvi. „War wohl ne heiße Nacht, was?“ „Katja! Leiser, bitte... Nein wars nicht! Wir hatten heute morgen noch beide die Klamotten an, also kann nicht viel passiert sein...“. „Schade!“, seufzte Ina. Ina und ich bekamen einen Lachanfall... und viele böse Blicke von Silvi. Ich beruhigte mich und da fiel mir was auf. „Moment mal... passiert SEIN? Du hast doch nicht etwa einen Blackout?“. „Doch! Und schrei hier nicht so rum!“, zischte Silvi mir zu. Ich grinste und hörte wie die Badtür aufging. „LAURI???“, fragten Ina und ich erschrocken im Chor als wir eben diesen sahen. Er nickte verunsichert. Ina drehte sich zu Silvi um und lachte: „Wie haste das denn geschafft?“. Plötzlich klopfte es an der Tür. Da Lauri vor der Tür stand, öffnete er sie auch gleich. „Mensch Lauri da bist du ja! Hab mir schon Sorgen gemacht. Morgen ihr Drei!“, stürzte Aki ins Zimmer. Silvi fuchtelte mit den Armen rum „Nicht so laut bitte!“. Aki wandte sich zu Lauri „War wohl ne lange Nacht!... Mhm ich hab übrigens n Mordshunger!“. Das kam Silvi anscheinend sehr gelegen. „Dann geht alle frühstücken und lasst mich in Ruhe!“, murmelte Silvi. „Okay!“, nickten Ina und ich. Lauri stimmte auch zu.

Unten im Restaurant angekommen, hohlte sich jeder schnell was vom Büffet und dann setzten wir uns gemütlich an einen Tisch. Wow, jetzt frühstückte ich schon mit TR... na ja... mit zwei von denen, aber immer hin. Lauri sah irgendwie nicht gut aus, was wohl auch Aki auffiel. Er fragte Lauri dann auch, was er hätte. Lauri guckte Ina und mich argwöhnisch an und laberte dann irgendwas auf finnisch. Aki´s gute Stimmung ging langsam aber sicher in ein Geschocktsein über und plötzlich fragte er sehr laut auf Englisch. „Was? Du hast Silvi im Schlaf geküsst?“ . Ich verschluckte mich an meinem Toast. Hatte ich das gerade richtig verstanden? Lauri hat Silvi geküsst? Ich guckte zu Ina, die da saß da wie aus Stein. Und Lauri... Der war gerad eine tickende Zeitbombe. Aber hey, warum musste er das Aki auch am Frühstückstisch erzählen? „Ups!“, kam es jetzt von Aki, dem anscheinend langsam bewusst wurde, dass er NICHT finnisch geredet hatte. Lauri guckte mich und Ina böse an und dann Aki. „Ich war betrunken!“, raunzte er und stand einfach vom Tisch auf und verschwand. „Klar doch!“, grinste Aki leise. Fragend sahen Ina und ich ihn an. Er schaute uns lächelnd an. „Sagt bloß ihr habt das noch nicht mitbekommen!?!“ Stummes Kopfschütteln von Ina und mir. Aki räusperte sich. „Will er was von meiner Schwester?“, fragte Ina vorsichtig. Aki grinste einfach nur und nickte. „Das wisst ihr aber nicht von mir. Sagt das mir dem Kuss bitte auch niemanden. Und schon gar nicht Silvi.“. „Okay...“, sagte ich, obwohl ich gerade echt geschockt war. Obwohl die beiden sicher gut zusammenpassen würden. Ich schaute Aki an, welcher jetzt nochmehr grinste: „Denkt ihr beiden, was ich denke?“. „Sicher nicht! Ausser du siehst auch gerade Silvi vor dir, wie sie Lauri den Kopf abreißt...“, antwortete Ina auf Aki´s Frage. Ich musste lachen. „Nein, das meinte ich wirklich nicht. Ich meinte eher das die beiden gut zusammenpassen!“, lachte Aki. Ich nickte. „Voll deiner Meinung...“. Und Ina tat das, was ich nicht von ihr erwartet hatte: Sie nickte auch.
Aki stand auf und meinte: „Dann gründen wir hiermit das Lauri-Silvi-Zusammenbring-Team! Klingt komisch, ist aber so.“ ... ‚Aki Hakala möchte bitte aus dem Kinderparadis abgehohlt werden‘... Obwohl ich das alles in bisschen kindisch fand, nickte ich lachend. Ina tat es mir gleich. „So... ich geh dann mal unserem kleinen Finnen hinter her! Ich bezweifle nämlich, dass er weiß, wo er ist bzw. wie er zum Hotel kommt!“. „Okay. Machs gut!“, sagte Ina lächelnd. „Wir sehen uns dann morgen in... Hamburg?“, fragte ich. Aki überlegte kurz und nickte. „Und sag Lauri, dass wir sein kleines Geheimnis für uns behalten!“, zwinkerte Ina Aki noch zu.
„Spinner!“, lachte Ina, als Aki weg war. „Yupp!“, lachte ich mit.

21. Lauri

Aki kam aus dem Hotel gestürmt. Er schaute sich wild um, dann sah er mich endlich und grinste. „Du bist ja noch da!“. Er wusste anscheinend, dass ich keinen blassen Schimmer hatte, wo ich war. „Hab den Hotelnamen vergessen!“, sagte ich maulig und nahm einen Zug von meiner Zigarette. Aki wurde ernst und sagte: „Sie behalten es für sich, glaub mir!“. „Toll wie beruhigend!“, murmelte ich. „Ey, diesmal ist es nicht meine Schuld. Du kennst mich und du hättest es mir auch nicht am Frühstückstisch erzählen müssen!“, sagte Aki leicht wütend. „Ja, schon gut... nur ich hab vorgestern Silvi zum aller ersten Mal gesehen und hab mich wahrscheinlich in sie verliebt. Und das wissen jetzt schon fast alle.“, erklärte ich sauer. Aki zuckte mit den Schultern „Na und? Man Lauri... Du HAST dich in Silvi verliebt... und das auf den ersten Blick... Freu dich und steh auch dazu!!!“. „Muss ich jetzt ja wohl!“. Schweigen trat ein. „Lauri?“. „Ja?“. „Ich glaub du hast deine Mütze bei Silvi vergessen!“, grinste Aki fies. Shit... ja... es war zwar Sommer und ziemlich warm hier in Deutschland, aber die Mütze hatte ich trotzdem immer auf. Nur gerade eben nicht. „Fuck...“, fluchte ich und sah Aki bittend an. „Nein Kumpel... die holst du dir schön selber!“. „Aber... was soll ich denn zu Silvi sagen?“, fragte ich unsicher. Aki sah mich verwirrt an „Äh... Vielleicht: Sorry Silvi ich hab meine Mütze hier vergessen, dürfte ich sie wieder haben?“ Wieviel böse Blicke muss man noch mal schicken um den gegenüber umzubringen???
„Ahhhhhhhhhh....THE RASMUS!!!!“, kreischte es plötzlich von hinten. Auch das noch. Fans! „Können wir ein Autogram haben?“, kreischte ein Mädchen und hielt mir ein Poster von TR und ein Stift unter die Nase. „Nein!“, sagte ich und wollte gerade gehen, als Aki mir in die Seite kniff. „Natürlich könnt ihr ein Autogramm von uns haben!“, grinste Aki. Und ein weiterer böser Blick Richtung Aki. Aber ich unterschrieb das Poster und dann noch viele viele Bilder und... einen Tanga??? Fans kamen doch immer wieder auf komische Ideen.
Dann konnte ich mich endlich loseisen und ging so schnell ich konnte Richtung Fahrstuhl. „Lauri? Was machst du denn hier?“. Ich drehte mich um. Und sah direkt in Juls Gesicht. Ich versuchte zu lächeln. Komm, Ylönen! Ausrede! Dir wird ja wohl was ein fallen. „Ich...äh...“, Ylönen nach ner Minute glaubt sie es dir eh nicht mehr... „... schulde Silvi noch Geld! Wir habens uns zufällig in ner Bar getroffen und dann hatte ich kein Geld mehr...!“ „Aso! Aber hättest du ihr das nicht morgen geben können?“. Wow die kleine ist ganz schön misstrauisch. -.-´´ Nein, sie ist nur schlau!!! „Äh... Ich hab nicht so gerne Schulden und will die immer gleich los werden!“. Noch ne frage und ich bringe sie um. „Achso! Na dann Silvis Zimmer ist im 4. Stock!“, sagte Jul dann zum Glück. „Ich wei... ähm Danke schön!“, sagte ich schnell und ging in den Fahrstuhl. „Bis morgen dann!“, winkte mir Jul. Ich winkte kurz zurück. Als die Fahrstuhltür zu ging fiel mir n ganzes Gebirge vom Herzen...

„Lauri? Was machst du denn schon wieder hier?“, fragte Silvi total verschlafen als sie die Tür aufmachte. Wow, selbst müde sah sie noch sexy aus. „ äh..“ Erde an Lauri, Erde an Lauri, hinter dem „äh“ muss noch was folgen. „Meine Mütze!“, bekam ich dann gerade so raus. „Hast du sie hier vergessen?“, fragte Silvi. Ich nickte. „Wo denn?“ „Was?“ „Wo hast du deine Mütze vergessen hast.“ „im Bad? Vielleicht?“. Silvi ging ins Bad. Grinsend kam sie wieder. „Hier ist sie!“, grinste sie mich an, kam zu mir und setzte sie mir auf. Silvis Gesicht war meinen jetzt ziemlich nahe und ich schaute ihr in die Augen. Ich hielt es nicht mehr aus und legte meine Hände auf ihre Wangen, zog sie sanft zu mir und küsste sie einfach. Mein Herz schlug ziemlich schnell und mir wurde heiß und kalt zu gleich. Ich weiß nicht wie lange ich sie küsste. Am liebsten hätte ich ewig so weiter gemacht, ließ dann aber nach . Silvi schaute mich verwirrt an. „Bis morgen!“, lächelte ich sie an und rannte los, bevor sie mir eine Ohrfeige verpassen hätte können.
Freudestrahlend stieg ich in den Fahrstuhl ein. Silvi hatte sich nicht gegen den Kuss gewehrt.

22. Katja

„öhm... Silvi?“, sprach Ina ihre große Schwester an, welche gerade in unser Zimmer ging und die Tür zumachen wollte. „Das ist unser Zimmer! Deins ist eins weiter!“, meinte ich verwirrt. Silvi schaute mich an, nickte und ging ein Zimmer weiter. „Was ist denn heute mit der los?“, fragte Ina grinsend. „keine Ahnung, aber irgendwie ist sie heut nicht ganz da!“, gab ich zum besten. Ich ging ins Zimmer und schmiss meine Sachen in die Ecke. Ina tat es mir gleich. „Katjaaaaa, Shopping-Time...“, stürmte Jul in unser Zimmer. Wir waren gerade in Hamburg angekommen. Zum Glück. Denn wenn wir hatten schon dran gezweifelt, ob wir hier je ankommen würden. Silvi hatte die ein oder andere Autobahnabfahrt nämlich fast verpasst. Seit sie die heute Nacht mit Lauri durchgemacht hat, war sie voll neben der Spur. Egal, jetzt freute ich mich erstmal aufs Shoppen mit Jul. „Du willst echt nicht mitkommen?“, fragt ich Ina. „Ne, lass’ mal! Ich geh zu Silvi und schau mir mit ihr TR im Fernsehen an.“ Ach ja... die warn ja heut bei sonem Musiksender...
Also zogen Jul und ich alleine los.

Zielsicher schliff ich Jul im Laden hinter mir her. „Katja es sind nur noch 5 Minuten bis Ladenschluss, was willst du noch n diesem Schuhgeschäft?“, hörte ich hinter mir rum maulen. „Bier! Mensch Jul, was will man wohl in einen Schuhgeschäft! Ich brauche unbedingt noch neue Straßentreter!“. Plötzlich blieb ich stehen. Überwältigt von den Schuhen die vor mir standen. Jul rannte voll gegen mich. „Mensch Katja!“, raunzte sie mich an. „Jul, die da muss ich haben!“, kreischte ich fast vor Freude. „Katja? Das sind ganz normale Sneaker, die dazu noch im Sonderangebot sind!“. Ich warf Jul einen Na-und- Blick zu, drückte ihr meine Tüten in die Hand und probierte schnell die Schuhe an. Göttlich! Das war der Traum aller Füße. Bequeme, schlichte, billige Sneaker. Ich seufzte überglücklich. Jul fing an zu lachen. „Du hast echt n seltsamen Geschmack was Schuhe angeht!“. „Ich weiß!“, grinste ich, packte die Schuhe zurück in den Karton und ging damit zur Kasse.
Da die Geschäfte dann alle schlossen fuhren Jul, ich und unsere 11 Tüten zurück ins Hotel.

Überglücklich schloss ich die Tür zu meinem Zimmer auf und rief gleich: „Ina! Ich hab neue Schuhe!“. „Das freut Ina sicherlich!“, grinste mich jemand an mit dem ich nicht gerechnet hatte. „Papa?“. Ups... klang ich etwa geschockt? „Yupp... Ina war so freundlich und hat Mutti und mich ins Zimmer gelassen. Sie ist übrigens mit ihren Eltern bei Silvi!“. „Was ihr seid ALLE heut schon da?“ Ich sollte das Geschockte abstellen, denn so schlimm war es nun auch wieder nicht das meine Eltern hier waren und in meinem Zimmer saßen. „Ja. Wir dachten morgen wäre alles n bisschen stressig und dann sind wir alle heute schon her gekommen! Ist das denn so schlimm?“, fragte meine Mutter. „Nein! Quatsch. Hab nur nicht damit gerechnet.“, lächelte ich. „Und? Wie war’s nun gestern? Habt ihr euch zum Affen gemacht?“, grinste mein Vater. Toll wie gefühlvoll Väter doch sein können. „Ja, und morgen werde ich allen sagen, dass du der Vater eines Affen bist!“, konterte ich. „Man hört auf damit. Kaum trefft ihr auf einander verarscht ihr euch schon. Benehmt euch doch mal wie Vater und Tochter!“, beschwerte sich meine Mutter mal wieder. Mein Vater und ich grinsten und antworten, wie wir es immer taten wenn meine Mutter sich beschwerte, gleichzeitig: „Machen wir doch!“. „Jetzt erzähl aber mal! Wie war’s denn?“, fragte mein Vater. Also erzählte ich alles was gestern passiert war. „Wie? Du hast deinen Liebling (Aki) auch schon getroffen? Hast ihm nach nem Date gefragt?“, unterbrach mich mein Vater grinsend. So jetzt reichte es. Ich stürzte mich auf ihn. Mein Vater blockte den Angriff jedoch ab und hob mich hoch. Ich strampelte wie ein kleiner Käfer der auf dem Rücken lag. Dann schmiss mein Vater mich lachend aufs Bett. „Anscheinend will er nichts von dir!“, lachte er sich halb tot.
Wie fies! „Ich will auch nix von ihm!“, murmelte ich ins Bett. Hey... klärte ich hier gerade mit meinem Vater Beziehungsfragen? Nein, denn es waren nur Fragen über Aki... Dann der typische Spruch von meiner Mutter, die gerade seelenruhig an ihrem Kaffe nippte: „Lass sie doch in Ruhe!“ „Danke Mama!“ „Bitte mein Schatz!“. „Ey 2 gegen einen ist gemein!“, beschwerte sich jetzt mein Vater. Wobei ich mich fragte ob er irgendwie die Identität eines Kleinkindes angenommen hatte. „Du bist gemein!“, grinste ich ihn jetzt an. „Hey, ich wird ja wohl mal nach meine Schwiegersohn fragen dürfen!“, grinste er zurück. „NEEIIIN!“ ich war am verzweifeln. Warum musste ich auch meinem Vater damals sagen, dass ich Aki gut fand? Leider hatte ich damals auch das „als Schlagzeuger“ vergessen... der Abend würde bestimmt noch lustig werden!

23. Lauri

„Jetzt noch dieser Pressetermin und dann geht’s heut Nacht ab nach Hamburg.“, erklärte Eero im Tourbus. Ich seufzte. Bis eben hatte ich erfolgreich verdrängt, dass wir noch zu diesem Musiksender mussten. Ich rührte in meinem Kaffe rum. Und das schon ganze 10 Minuten. Ich musste an Silvi denken, an den Kuss von heute Morgen. Ich lächelte, stellte mir vor, was noch hätte alles passieren können. Vielleicht hätte ich sie einfach weiter küssen sollen und dann einfach ihre Reaktion abwarten. Aber ich war zu feige gewesen, hatte wahrscheinlich aus Angst aufgehört sie zu küssen. Jetzt fiel mir wieder die letzte Nacht ein. Es war schön mit ihr einfach nur da zu sitzen und zu reden. Zwar mussten wir einiges immer umschreiben und hundertmal erklären, weil wir uns ja nur mit Englisch verständigen konnten, aber es war trotzdem angenehm. Unbewusst griff ich jetzt zur Tasse und trank endlich meinen Kaffee „Bäähhh... wer hat denn die Brühe gemacht?“, beschwerte ich mich. Die anderen fingen an zu lachen. „Der Kaffe war völlig in Ordnung. Bis du drei Löffel Salz ran gemacht hast!“, kicherte Pauli. „Toll... Hättet ihr mich nicht warnen können?“. Alle drei schüttelten nur lachend den Kopf. „Ha ha... wie witzig!“, murmelte ich und stellte die Kaffeetasse wieder hin. „Schuldige wenn ich störe, aber wir sind da!“, grinste uns der Busfahrer von vorne an. Endlich, so konnte ich wenigsten diesem Kindergarten entkommen.
Als ich draußen war, zündete ich mir erstmal eine Zigarette an. Ich nahm einen tiefen Zug und genoss die Sonnenstrahlen. „Lauri? Was bitte ist mit dir los? Seit du bei Silvi warst, bist du so glücklich verwirrt. Verschweigst du mir was?“, kam es von Aki, der sich gerade zu mir gesellte. „Nö!“, grinste ich ihn an und pustete ihm mein Rauch ins Gesicht. Aki hasste es, dass wusste ich. Er bekam auch einen ziemlichen Hustenanfall.
Eine halbe Stunde später standen wir dann von Fans umrungen in so einem Studio. Wir durften die Fragen der Fans beantworten und dann sollten wir zum krönenden Abschluss „live“ unseren Song „In The Shadows“ spielen, obwohl der schon gar nicht mehr aktuell war. Egal, wir waren ja noch mit den Fragen beschäftigt. Eero erklärte gerade jemanden, warum er täglich meditierte. Eigentlich hätten wir im Chor antworten können, denn Aki, Pauli und ich kannten die Antwort schon in und Auswendig. Diese Fragen wurden immer und überall gestellt. Dann sprach die Moderatorin ein Mädchen, welches sich schon seit Anfang der Show wie verrückt meldete und mich immer wieder anlächelte, auf deutsch an. Das Mädchen nahm locker das Mikro und trat etwas dichter an mich heran. „Bist du zurzeit verliebt oder vergeben? Ich bin nämlich noch Solo!!!“, sagte sie dann ganz cool. Das Publikum pfiff, jubelte und klatschte. Dann wurde es ruhig und alle warteten gespannt auf meine Antwort. Früher habe ich damit kein Problem gehabt, aber heute fühlte ich mich bei dieser Frage unwohl. Gerade heute! Pauli, der sonst kaum etwas bei Interviews sagte und schon gar nicht freiwillig, kam mir zur Hilfe. „Das ist Privat. Darüber reden wir nicht gerne!“, meinte er bestimmt. Die Moderatorin hatte sich aber anscheinend an dieser Frage fest gebissen und lächelte mir freundlich zu: „Wir wollen ja keinen Namen hören! Wir wollen nur wissen ob oder ob nicht!“. Da mich das jetzt alles etwas nervte, versuchte ich „cool“ zu bleiben und antwortete: „Na gut! Nein, ich bin nicht vergeben, aber Ja ich bin verliebt! Tut mir also leid für dich!“. Das Mädchen nickte bloß und ging zurück. Die Moderatorin lächelte zu frieden und kündigte einen neuen Musikclip an. Ich schaute unsicher zu Aki, der mich unglücklich ansah und mit den Lippen das Wort „Fehler“ formte. Er hatte recht. Ich hatte mit dieser Antwort einen großen Fehler gemacht. Die ganzen Teenie-Zeitschriften würden jetzt sicher großes Rätselraten darum machen, wer denn meine „Auserwählte“ sei. Wahrscheinlich hab ich bald schon eine Beziehung mit einer Frau die ich gar nicht kenne. Ich wandte meinen Blick von Aki ab und schaute zu Eero, der mich besorgt ansah. Er konnte sich anscheinend auch ausmalen, was mich jetzt erwartete...


24. Katja (nächster Tag)

Genervt pustete ich mir jetzt zum hundertsten mal eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Ina, Jul und ich gingen gerade doch Hamburg und heute war es etwas windig. „Wolltest du mir nicht noch was erzählen?“, fragte ich Ina, die mich deswegen extra zu diesem Spaziergang überredet hatte, als wir vor der Halle in Hamburg ankamen. Jul hatte sich uns dann von selbst angeschlossen. „Nee, ist schon gut!“, murmelte Ina. „Oh... stör ich etwa?“, meldete sich Jul zu Wort. „Ach, Quatsch!“, lächelte ich sie an. Ina atmete hörbar laut aus. „Lasst uns zurück zur Halle gehen, die anderen warten sicher schon auf uns!“, meinte Ina schlecht gelaunt. Jul und ich stimmten zu.
Als wir vor der Halle ankamen, bemerkten wir das wir nichts bei uns hatten. Keine Handys, keine Backstage-Pässe. Ina war das alles ziemlich egal und ging einfach Richtung „Hintereingang“. Zehn Zentimeter vor der Tür wurde sie jedoch von einen großen, wandelnden Kleiderschrank am Kragen gepackt und zurück gezogen. Ina wehrte sich mit Händen und Füßen: „Was soll das denn, bitte?“, beschwerte sie sich. Jul und ich rannten zu ihr. „Wir sind die Vorband!“, erklärte ich dem großen etwas. „Klar und mein Vater ist der Weihnachtsmann!“, grinste der Kleiderschrank. „Sie halten uns doch nicht etwa für Groupies?“, fragte Jul. „Nein... ich halte euch für... doch... ich halte euch für Groupies!“. „Das kann nicht wahr sein!“, grummelte Ina. „Wenn ihr die Vorband seid, habt ihr ja sicherlich Backstage-Pässe!“. „JA! Nur leider sind die schon im Backstage-Bereich!“, sagte Ina wütend. „Ohne Backstage-Pässe läuft hier nix!“, sagte der, okay ich nenn ihn jetzt mal Security-Man, und verschränkte „Türsteher-mäßig“ die Arme. „Haben sie nichts besseres zu tun, als die Vorband zu nerven!“, seufzte ich. „Wir können ja in ihrer Begleitung in den Backstage-Bereich und ihnen dann die Pässe hohlen und dann sogar zeigen!“, schlug Jul vor. „Nein!“, blockte er sofort ab. Ina raste vor Wut. „VERDAMMT! Ich will doch nur mit Katja...“, sie zeigte auf mich, „Und mit dem Drummer von The Rasmus etwas bereden! UND DANN KOMMT SONE RIESEN BULLDOGGE UND HÄLT UNS AUF!“. Ui, da war aber jemand schon weit über 180. Jetzt schimmerte mir auch, was Ina mit mir und Aki bereden wollte. Aber ich wurde in meinen Gedanken unterbrochen, als die Security sich vor Ina aufbäumte. „Willst du Ärger?“, raunzte er. Wow, das machte mir doch leichte Angst. Ina aber anscheinend nicht. „Nein! ICH WILL NUR IN DIE VERDAMMTE HALLE!“, schrie sie ihn an. Ich schaute hilflos zu Jul, die genauso hilflos zurück schaute. „Warum schreist du denn die Security so an, Ina?“. Eero kam gerade aus der Tür und blickte Ina verwundert an. „Eero!“, riefen Jul und ich überglücklich. Ina die immer noch wütend war, sagte: „Weil dieser Kleiderschrank uns nicht in die Halle lässt!“. Eero grinste. „öhm... Das ist unsere Vorband! Wäre nett wenn sie die Mädels rein lassen würden!“ die Security schaute uns misstrauisch an, nickte dann aber. „Nein, sie brauchen sich nicht zu entschuldigen!“, schnaubte Ina und ging wütend an Eero vorbei in den Backstage-Bereich. Ich grinste die Security an die uns sehr bedeppert ansah. „Autogramme gibt’s später!“, grinste ich die Security an und schaute dann zu Jul, die dem Kleiderschrank gerade provokativ die Zunge raus steckte. Eero fing an zu lachen und kam zu uns. Er deute uns das wir uns bei ihm einhaken sollten, was wir dann auch taten. „Die Mädels sind Spitze, finden sie nicht auch?“, grinste Eero den Security an, der jetzt eingeschnappt davon ging. Jul und ich mussten so doll lachen, dass Eero große Mühe hatte uns aufrecht zu halten. „Meine Damen, darf ich sie zum Backstage-Bereich führen?“, lächelte Eero und führte uns dann „Gentlemens-Like“ zur Tür.

25.Lauri

„Warum dauert das so lange?“. Ungeduldig nahm ich einen Zug von meiner Zigarette. „Lauri, das dauert immer so lange!“, unterrichtete mich Pauli. Pauli, Aki und ich saßen gerade in der Gaderobe vor Paulis Laptop. Wir wollten mal im Internet schauen, mit wem ich denn schon alles „zusammen“ war, nachdem ich gestern son Scheiß im TV geredet hatte. Ich stand auf. Ging nervös auf und ab. Die in Deutschland dichteten mir immer gerne irgendwelche Beziehung zu. Letzten war’s diese „Jeanette Biedermann“. Ich hab mich damals nur notgedrungen mit ihr auf soner Party unterhalten und war 2 Tage später angeblich mit ihr zusammen. Gott, wie ich die Presse hasste. „Ich hab was!“, meldete sich Pauli dann wieder zu Wort. Ich stürmte sofort zum Tisch, drehte denn Laptop zu mir und begann die Headline zu lesen: „In wen ist Lauri Y. , Frontman von The Rasmus, verliebt?“. Ich schob Pauli beiseite und setzte mich auf die Couch. Dann las ich laut den Ach-so-spannenden-Artikel über mein Liebesleben vor. „Bla, bla, bla.... ‚damals mit Jeanette Biedermann eine Affäre‘...“ Bitte was? Langsam begann ich diesen Namen ich zu hassen „... blaaaaa... ‚ging das Gerücht um das er sich in ein Groupie verliebt hatte‘... das wüsste ich aber... ‚viele Fans meinen auch das er schwul wäre und eigentlich mit Aki eine Beziehung hat‘...“. Ich schaute Aki an. Der schaute baff zurück. Ich grinste. „Die Fans haben uns durchschaut!“. Aki zog eine Augenbraue hoch. Ich winkte ab und las dann weiter: „... ‚aber wir wollten das nicht glauben und fragen uns, WER IST LAURIS AUSERWÄHLTE?‘... bla ... unwichtig... ‚da meldete sich ein Groupie zu Wort: Lauri ist in mich verliebt! Nachdem Konzert in Berlin hatten wir wilden Sex!‘... Ach ja??? Meiner Meinung nach war ich da mit Silvi unterwegs!“, beendete ich meine kleine Vorlesung und klappte leicht wütend den Laptop zu. Stille. Ich schaute zu Aki. Der wiederum tippte gerade wie wild auf seinem Handy rum. „Aki?“, stand Ina auf einmal in der Tür. Ich schaute sie an und sie sah sehr, sehr wütend aus. „Anwesend!“, grinste Aki nur und schaute nicht von seinem Handy hoch. „Ich muss mit dir reden!“, raunzte Ina. „Ja, gleich... ich komm zu euch rüber!“, meinte Aki und tippte immer noch wild auf seinem Handy rum. „Nein, du kommst jetzt!“. Ui, da war einer aber nicht sonderlich gut gelaunt. „okay“, sagte Aki ziemlich leise und ging zu ihr hin. „Nein, besser! DU holst erstmal Katja... Vielleicht hört sie dir ja mal zu und versteht dann endlich, dass ich euch was sagen will!“. Während Ina sich aufregte, bohrte sie ihren Finger ziemlich tief in Akis Brust. „Okay!“, sagte dieser wieder und trabte los. Ina schaute dann zu mir. Irgendwie gefiel mir ihr Blich nicht. Er war ziemlich vorwurfsvoll. Dann ging sie plötzlich. „Was war n das für´n Auftritt?“, fragte Pauli verwundert. „Keine Ahnung!“

26. Katja

„Ina hat ihn wirklich Bulldogge genannt?“, lachte Eero sich halb tot. „Ja, leider!“, seufzte Jul. Ich drehte mich um und sah, dass Aki auf uns zu kam. Ich lächelte ihm zu. „Hi, Aki!“, begrüßte ich ihn, als er vor mir stehen blieb. „Ina will mit uns reden! Du solltest besser mitkommen! Sie ist irgendwie nicht so gut drauf!“. „Ich weiß auch warum!“, grinste ich ihn an. Jul und Eero begannen wieder zu lachen. Aki schaute mich nur fragend an. „Erkläre ich dir später! Sag Ina, ich komm gleich!“. „Nein, das sag ich ihr nicht!“, meinte Aki, schlang seine Arme um meine Beine, hob mich hoch und warf mich dann „Kartoffelsack-Likes“ über seine Schulter. „Öhm... Aki?“, fragte ich unsicher, als der Boden bedenklich nah kam. „Ich halt dich schon... und bringe dich jetzt höchstpersönlich zu Ina... nachher reißt sie mir noch den Kopf ab!“, meinte Aki ruhig und stampfte - mit mir – los. Irgendwie schaffte ich es hoch zu schauen und guckte dann hilflos zu Eero und Jul. „Ihr wollt mir nicht zufällig helfen?“, fragte ich die beiden mühevoll. Die beiden schüttelten lachend den Kopf. „Okay!“, meinte ich und ließ den Kopf im wahrsten Sinne des Wortes hängen. „Bin ich dir nicht zu schwer?“, versuchte ich Aki zu überzeugen mich runter zulassen. „Nö!“. Verdammt. Da fiel mir auf das ich direkten Blick auf Akis Allerwertesten hatte. Nicht schlecht. „Duuhu!“, sprach ich Aki an. „Mhm?“, kam es nur von vorne. „Nette Aussicht!“, grinste ich. „Ich weiß! Son schöner Rücken kann auch entzücken, was?“, meinte mein „Entführer“ lachend. „öhm... genau!“, lachte ich mit und genoss weiterhin -auch wenn ungewollt- die Aussicht. „Duuhu!“, nervte ich weiter. Wieder nur ein „mhm?“. „Du hast ein Loch in der Hose!“. „WAS ?... wirklich?“. Sofort ließ Aki mich runter und suchte verzweifelt nachdem Loch. „Nee, war n Scherz! Wollte nur endlich runter!“, grinste ich fies und rannte los. „Na, warte!“, rief Aki mir hinterher und rannte auch los. Er jagte mich durch den ganzen Backstage-Bereich. Irgendwann hatte er mich dann eingeholt. Er packte mich am Arm und zwang mich somit zu stehen bleiben. „Reicht es nicht, dass du schon meine Hand ruiniert hast?“, fragte ich grinsend und hielt im meine Hand vor die Nase. „Nö!“ zog er mich an sich, schlang seine Arme um mich und hielt mich so ‚gefangen‘. Wir standen ziemlich lange so da. „äh... und jetzt?“, grinste ich. „Pssst... ich überlege noch, wie ich mich am besten an dir räche!“, lachte er. „Könntest du n bisschen schneller überlegen? Ina wartet...“, sagte ich ruhig. „Fuck... stimmt ja!... Schade eigentlich!“, grinste er mich an

Lachend betraten Aki und ich unser Zimmer im Backstage-Bereich. „Ah... Hallo Katja! Lässt du dich auch mal hier blicken!“, begrüßte mich meine Mutter lächelnd. „ähm... ich hatte noch was zu erledigen!“, grinste ich und schaute mich erstmal um. Das Zimmer war größer als das in Berlin. Und es saßen heut auch mehr Leute im Zimmer. Nämlich unsere Eltern, die sich alle angeregt unterhalteten. „öhm... das ist Aki, der Drummer von The Rasmus!“, stellte ich Aki vor, der wie bestellt und nicht abgeholt neben mir stand. „Wissen wir!“, kam es einstimmig von allen. „Okay okay... wollt’s ja nur mal gesagt haben!“. Ich sah zu meinem Vater der mich seltend-fies angrinste. „Spar dir jegliches Kommentar!“, zischte ich ihm zu. „Was? Er kann doch eh kein Deutsch!“, verteidigte sich mein Vater. „Ick kann ein bischen deutsch!“, grinste Aki plötzlich im gebrochenem Deutsch. „Ups!“, kam es von meinem Vater, welcher dann aufstand und freudestrahlend zu Aki kam. „Ich bin Katjas Vater!“, stellte er sich auf Deutsch vor und gab Aki seine Hand. Aki nickte lächelnd und gab meinem Vater auch seine Hand. Ich wusste das da gleich noch was von meinem Vater folgen würde. 3, 2, 1... „Katja mag dich! Sehr sogar!“, grinste mein Vater seinen neuen ‚Freund‘ an. Okay... Wo ist das nächste Loch zum verschwinden??? Aki legte grinsend einen Arm um mich. „Ick mag sie auch!“, antwortete er lächelnd. Peinlich. Ja, das war sehr, sehr peinlich. Außerdem klang Aki auf Deutsch echt scheiße. Ich nahm Akis Arm von meiner Schulter. „Weißt du wo Ina ist?“, fragte ich und schaute dabei meinen Vater gespielt freundlich an. „Ja, ich soll euch sagen, das sie im Catering-Raum ist!“, antwortete mein Vater dann brav. „Danke!“, sagte ich, nahm Akis Arm und zog ihn hinter mir her zum Catering-Raum. „Dein Vater ist nett!“, kam es – endlich wieder auf Englisch - von hinten. „Klar doch und morgen regnet´s Fische!“, murmelte ich vor mich hin.
Als wir im Catering-Raum ankamen, trafen wir auf eine sehr, sehr... sehr wütende Ina. „Da Will man nur einmal was loswerden, nur EINMAL! Und dann beachtet einen kein Arsch!“, regte sie sich auf. Ich setzte mich an einen Tisch. Aki setzte sich neben mich. „Wir wurden aufgehalten!“, redete Aki uns raus. „Klar doch! Meinetwegen könnt ihr auch wieder abhauen... interessiert euch ja eh nicht, was ich zu sagen habe!“, sagte sie eingeschnappt. „Manno... Ina... ich wusste ja nicht das es so wichtig ist! Warum hast du es mir denn nicht schon im Hotel gesagt?“, fragte ich. „Ha... wann denn? Entweder haben unsere Eltern gestört, oder wir saßen alle zusammen und haben gequatscht... und dann als ich es dir nachts sagen wollte, biste einfach eingepennt!“. Ups... stimmt ja... ich war ziemlich müde. „Könntet ihr bitte auf Englisch streiten? Ich kann zwar ein bisschen Deutsch, aber Streitereien kriege ich besser auf Englisch mit!“, unterbrach uns Aki grinsend. „Ha...ha!“, raunzte Ina. Ich musste lachen. „Jetzt sag schon! Was haste auf dem Herzen!“, fragte Aki fürsorglich. Ina rollte mit den Augen und setzte sich uns gegenüber an den Tisch. „Ihr wart doch gestern bei diesem Musiksender!“, fing Ina an. Aki nickte. „Und da hat Lauri doch erzählt er hätte sich in jemanden verliebt!“, fuhr sie fort. „WAS HAT ER?“, prustete ich los. „ER hat gesagt, dass er in jemanden verliebt ist!“, bestätigte Aki mir Inas Aussage und deutete mir dann mit einer Handbewegung, dass ich ruhig sein solle. „Ich habe das mit Silvi zusammen geguckt und bei den Worten hat sie ein Kissen Richtung Fernseher geschleudert!“, fing Ina wieder an. Aki und ich guckten sie erstaunt an. Ina erzählte weiter: „ Ich hab sie dann gefragt was los sei und warum sie den ganzen Tag schon so komisch war. Und dann hat sie angefangen zu weinen und meinte nur, dass Lauri sie gestern morgen geküsst hätte!“. „WAS???“, unterbrachen Aki und ich Ina gleichzeitig. Ina nickte nur und meinte „Ja, Lauri hat sie einfach so auf dem Flur geküsst und hat sie dann stehen lassen!“. Ich brauchte ne Zeit bis ich registrierte was Ina eben gesagt hatte. „Deswegen war Lauri gestern so glücklich verwirrt!“, meinte Aki. „Lauri ist n Arsch!“, brachte ich nach einigen Minuten endlich hervor. Aki sah mich erst geschockt, dann fragend an. Ina nickte mir zustimmend. „Dein ach-so-guter-Kumpel hat sie einfach stehen lassen. Ohne Erklärung! Der Feigling hätte doch wenigsten die Reaktion von Silvi abwarten können!“, regte ich mich auf. Lauri machte es sich und Silvi noch schwerer als es schon war. „Bitte was? Ein Kuss bedarf doch keine Erklärung!“, verteidigte Aki seinen Freund. „Wäre er da geblieben, hätte sich die ganze Situation von alleine gelöst. Hätte Silvi ihm ne Ohrfeige gegeben, wüsste er das sie nix von ihm will! Hätte sie ihn weiter geküsst, wären die beiden jetzt sicher glücklich zusammen hier im Backstage-Bereich!“, erklärte ich meinen Standpunkt. „Wo sie recht hat, hat sie recht! Und das musst du auch zugeben Aki!“, stimmte Ina mir zu. Aki nickte. „Und jetzt? Die beiden sprechen jetzt sicher kein Wort mehr mit einander!“, stellte Aki nüchtern fest. „Da müssen wir uns wohl was einfallen lassen!“, seufzte ich.


27. Lauri

„Das willst du doch nicht wirklich anziehen, oder?“, fragte Aki verwundert, als ich mir mein Lieblings-T-Shirt über den Kopf zog. Wir waren gerade vom Konzert gekommen, welches heute mal wieder ohne Probleme lief. „Öhm... warum denn nicht?“, fragte ich zurück. „Lauri mit dem T-Shirt kannst du dich nicht mehr in die Öffentlichkeit wagen!“, erklärte Aki und zog sich selbst ein schwarzes Tanktop an. „Meinetwegen können wir auch gleich hier bleiben!“, grummelte ich. Aki hatte mich auf dem Weg zum Hotel nämlich irgendwie überredet mit ihm noch um die Häuser zu ziehen, obwohl darauf wirklich keinen Bock hatte. Eero und Pauli wollten nämlich nicht mit Aki losziehen, also nervte er mich so lange bis ich nachgab. Aki seufzte, ging zum Kleiderschrank und begutachtete meine Klamotten. Warum machte er sich n Plan darüber, wie ich aussah. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Aki irgendwas im Schilde führte. „Hier... die Hose... und das schwarze Hemd...“. Aki schmiss mir die Sachen zu, die er gerade für mich ausgesucht hatte, dann begutachtete er mich von oben bis unten. „Dann noch ordentlich Gel ins Haar, Federn raus... ja am Besten wirfst du die Federn gleich weg, ich hasse die Teile nämlich... und, Lauri, heute mal ohne Mütze...“, grinste Aki. Ohne Mütze, ohne Federn??? Der Typ tickte wohl nicht mehr ganz. „Aki, was hast du vor? Du achtest doch sonst nie so auf mein Style! Der ist dir sonst doch immer scheiß-egal!“, stellte ich Mr. Stylist zur Rede. Der grinste mich nur an. „Lauri, mach einmal das was ich sage, okay? Tu´s für deinen alten Kumpel!“. Ich seufzte und zog mein T-Shirt wieder aus. Aki würde ja eh keine Ruhe geben. Also zog ich die Sachen an, die er mir gegeben hatte. „Und jetzt ab ins Bad... ich wollte heute Abend noch los!“, grinste Aki als ich fertig angezogen war. Diesmal ließ einen sehr lauten und langen Seufzer von mir und schlurfte dann ins Bad. Warum hatte ich nur das Gefühl, dass der Abend nicht so werden würde, wie ich es mir vorstellte?

Zwei Stunden später standen wir dann vor irgendeinem Club in Hamburg. „Öhm... ich glaub das ist die Bar, die Katja meinte!“, sagte Aki. „Katja? Was hat Katja bitte mit unserem Abend zu tun?“, wunderte ich mich. „Nichts! Sie hat mir den Club nur empfohlen!“, grinste Aki. Wenn mich nicht alles täuschte war Katja nicht mal volljährig. Und dann empfahl sie Aki einen Club in einer Stadt, in der sie nicht mal wohnte? Langsam kam mir die Sache sehr spanisch vor. „Lass uns reingehen!“. Aki nahm meinen Arm und zog mich regelrecht in den Club.
Drinnen angekommen plazierten wir uns in so eine Art Sitzecke, jeder mit seinem Getränk in der Hand. Ich atmete tief aus und holte meine Zigarettenschachtel aus der Hosentasche. Dann nahm ich mir eine Zigarette und zündete sie an. Ich atmete den Rauch tief ein. Mein Gefühl sagte mir, dass ich hier so schnell wie möglich weg sollte. Aki nahm einen Schluck von seinem Bier und lächelte mich an. „Ist doch ganz cool hier, oder?“. Ich nickte nur und starrte auf meine Zigarette. Es vergingen einige Minuten. Aki und ich sprachen kein Wort miteinander. Toll, wir hätten uns auch im Hotel anschweigen können. Dafür musste ich nicht extra 5€ Eintritt zahlen. Ich merkte wie sich jemand zu unseren Tisch gesellte, guckte aber nicht hoch. „Hi. Was für ein Zufall das ihr auch hier seid!“, hörte ich eine Stimme sagen, die verdammt nach Katjas klang. Ich traute mich nicht hoch zugucken aus Angst die Person zu entdecken, die ich hier nicht entdecken wollte. „Ah... hallo ihr beiden...!“, begrüßte Aki die, wie ich jetzt wusste, 2 Personen. Jetzt war ich mir fast sicher, dass die zweite Person sicherlich Ina war. Katja und Ina waren ziemlich oft zusammen. Also zwang ich mich dazu hoch zusehen.... und schaute direkt in Silvi´s Gesicht. Unsere Blicke trafen sich. Mir war das unangenehm und ich schaute weg. „Setzt euch doch!“, grinste Aki Katja an. „Klar... gerne... wir holen uns nur schnell was zu trinken...“, grinste diese zurück. So wie die beiden sich angrinsten, war das hier alles hundert pro KEIN Zufall!!! „Ich bring dich um!“, zischte ich Aki zu, als Katja und Silvi außer Hörweite waren. „Tu das!!!“, grinste Aki nur zurück. Mir war das zu blöd. Mein bester Kumpel versuchte anscheinend mich zu verkuppeln. Ich stand auf. „Wo willst du hin?“, fragte Aki verwundert. „Ich gehe!“, raunzte ich in seine Richtung. „Nein, das tust du nicht!“, meinte Aki ruhig, stand auf, drückte mich zurück in die Sitzecke und setzte sich dann auch wieder. „Weil erstens du dann als kompletter Feigling da stehst, zweitens du in die Frau da vorne an der Bar verliebt bist und drittens... weil du mal wieder nicht mal ansatzweise weißt, wie unser Hotel heißt und deswegen voll auf mich angewiesen bist!“, sagte Aki und gönnte sich einen weiteren Schluck von seinem Bier. Ich schaute zur Bar, wo Katja und Silvi standen und anscheinend gerade miteinander diskutierten. Verdammt, was sollte ich tun? Einfach abhauen, wäre wirklich blöd, zumal ich wirklich nicht den Namen unseres Hotels wusste. Aber ich konnte auch nicht den ganzen Abend mit Silvi verbringen und so tun als wäre nichts gewesen. „Jetzt reiß dich zusammen, sie kommen zurück!“, grinste Aki mich an.


28. Katja

„Ihr wart so super! Ihr wart einfach einsame Spitze!“, wiederholte meine Mutter jetzt zum hundertsten Mal. Wir waren gerade auf dem Weg zum Hotel. „In der Halle klang eure Musik noch besser als auf dem Stadtfest!“, lobte uns sogar mein Vater. „Mhm...“, meinte ich nur und guckte aus dem Fenster. Ich hatte gerad echt andere Probleme. Ich musste Silvi heute unbedingt noch dazu bringen mit mir in diesen Club zugehen. „Warum muss ich immer die Drecksarbeit machen?“, fluchte ich. „Was hast du gesagt Katja?“. „äh... ich wollt nur fragen, ob ich heut Abend noch mit Silvi in sonen Club gehen darf? Ich mein nur... weil wir dich eigentlich noch zusammen das „super“ Konzert feiern wollten!“, redete ich mich raus. „Was willst du den in dem Club?“, fragte meine Mutter. „Amor spielen...“, murmelte ich, räusperte mich dann aber und sagte: „Silvi will da unbedingt hin. Und da Ina und so keinen Bock haben, habe ich mich halt dazu bereit erklärt...“. Was bitte redete ich da? Das war alles erstunken und erlogen. Na okay, Ina und Co hatten wirklich keinen Bock auf den Club. Sie wollten alle lieber mit unseren Eltern „feiern“. Aber da wir uns mit Aki abgemacht hatten, das wir heute noch mit Silvi in diesem Club auftauchen, um Lauri und Silvi endlich mal unter die Arme zugreifen, musste ja wohl einer hin. Und derjenige war leider ich. „Ach so... na klar... wenn Silvi dabei ist! Wir feiern dann, wenn du wieder zu Hause bist!“, lächelte meine Mutter von vorne. Ich atmete tief aus und sank erleichtert in meinen Sitz. Vielleicht konnte ich Ina ja doch noch zum mitkommen überreden.

Freudestrahlend hüpfte ich aus dem Bus und zog Silvi hinter mir her. Ich fragte mich immer noch wie ich es geschafft hatte Silvi zum Mitkommen zu überreden. Sie hatte sich anfangs fast mit Händen und Füßen dagegen gewährt überhaupt aus ihren Hotelzimmer zu gehen. Aber irgendwie schaffte ich es mit Inas Hilfe, sie davon zu überzeugen, dass n Club sie sicher auf andere Gedanken brachte. Ina hatte ich leider nicht mehr überzeugen können, da sie ihre Eltern nicht „allein“ lassen wollte. Also hatten Silvi und ich uns kurz n bissl aufgestylt und sind dann los. „Katja... du brauchst nicht so zuziehen... ich lauf dir schon nicht weg!“, kam es genervt von hinten. Wer weiß, vielleicht würde sie s ja doch tun, wenn sie Lauri in dem Club sehen würde. A prospos Club... wo war der überhaupt? Ich hatte zwar den Vorschlag gemacht, wusste aber selbst nicht wo er überhaupt war. Ich blieb stehen. „Was ist? Also wenn du keine Lust mehr hast, ich hab nix dagegen wieder zum Hotel zurück zufahren!“, sagte Silvi lustlos. Ich seufzte. Irgendwann würde ich Aki für seine Idee „danken“. Denn der ganze Abend hier war auf seinem Mist gewachsen. „ah... da vorne ist ja der Club!“, sichtete ich ihn endlich. Ein lautes Seufzen von Silvis Seite.
Als wir endlich drinnen ankamen – ich hatte dran gezweifelt überhaupt rein zu kommen, weil son Kleiderschrank mich mal wieder nicht reinlassen wollte – schaute ich mich erstmal nach Aki um. Da es aber ziemlich voll war, konnte das ne Suche nach der Nadel im Heuhaufen werden. „Scheiße... Lauri?“, verzweifelte Silvi gerade neben mir. Also doch keine Suche im Heuhaufen. Zum Glück. „Wo?“, versuchte ich verwundert zu fragen. „Da hinten!“, zeigte Silvi auf eine Sitzecke, in der Aki und Lauri saßen. Jetzt oder nie. Ich packte Silvi am Arm und zog sie durch die Menschenmasse zu der Sitzecke. „Hi. Was für ein Zufall das ihr auch hier seid!“, begrüßte ich die beiden und tat so, als ob ich mit den beiden echt nicht gerechnet hätte. Aki lächelte uns zu und begrüßte uns dann auch „total überrascht“. Lauri sah nicht gerade glücklich aus und starrte immer noch auf seine Zigarette. Dann schaute er hoch und starrte Silvi an. Als Aki uns anbot uns zu setzen, meinte ich das wir uns nur schnell noch was zum Trinken holen wollten. Gesagt, getan, standen wir dann an der Bar. Ich bestellte mir schnell eine Cola, da ich noch keinen Bock auf Alkohol hatte.... also NOCH nicht. Silvi bestellte sich schnell irgendeinen Drink, drehte sich dann zu mir und funkelte mich böse an. „Was für ein Zufall das Lauri und Aki auch hier sind!“, raunzte sie mich an. Sowas hatte ich befürchtet. Hilflos sah ich zu Aki rüber, der sich gerade Lauri am Gehen hinderte. Dann atmete ich hörbar tief aus. Was sollte ich sagen? Eigentlich wusste ich ja nur von dem Kuss, von dem sie nichts wusste. Der andere sollte mir ja eigentlich völlig unbekannt sein. Also probierte ich es auf die „andere“ Art. „Was hast du denn gegen die Beiden? Die sind doch voll nett? Außerdem hast du mit Lauri die vorletzte Nacht durch gemacht!“, meinte ich. „Gegen Aki hab ich nichts... aber Lauri kann mir gestohlen bleiben... ich geh jetzt wieder!“, zischte sie mich an. „Du willst mich doch nicht alleine zurück lassen, oder? Jetzt bleib wenigstens ne Stunde!“, versuchte ich sie zu überreden. Silvis Augen waren jetzt nur noch Schlitze, so böse schaute sie mich an. „Eine Stunde... keine Minute länger!“, sagte Silvi nahm ihren Drink und ging los. Erleichtert nahm ich meine Cola und folgte ihr. Am Tisch angekommen folgte das was folgen musste. Silvi setzte sich soweit wie möglich von Lauri weg und Lauri starrte wieder wie gebannt auf seine Zigarette oder sein Bier. „Ihr wart heut übrigens wieder super!“, lächelte Aki mich an. Ich lächelte zurück und sagte: „Danke! Ihr aber auch!“. Dann folgte Schweigen. Ich räusperte mich. „ähm...“, brach dann aber ab, weil ich nicht wusste was ich sagen sollte. Plötzlich stand Aki auf und reichte Silvi die Hand! „Tanzt du mit mir?“, grinste er. Vor Schock ließ ich beinah meine Cola fallen. Silvi schaute ihn verwirrt an, nickte dann aber. Silvi nahm Akis Hand und die beiden verschwanden auf die Tanzfläche. Verdammt, Hakala, dein Kumpel hätte das fragen sollen, nicht du. Ich schüttelte den Kopf. Wie blöd war das bitte? Am liebsten wäre ich auf die Tanzfläche gerannt und hätte Aki mal ordentlich den Kopf gewaschen. Ich schaute Lauri an. Der wiederum schaute ziemlich eifersüchtig zu Aki und Silvi. „Ja, das haste jetzt davon. Hättest du gefragt, würdest du jetzt mit Silvi da tanzen. Geschieht dir recht!“, dachte ich mir. Plötzlich guckte Lauri mich an. „Tanzen?“, fragte er ziemlich lustlos. ähm.... ja... nein... vielleicht? Er stand auf und hielt mir seine Hand hin. Gott, wie muss es ihn ankotzen mit einer 17-jährigen zu tanzen (@ all die sich jetzt aufregen... jaja... ich hab geschummelt... aber Ina ist dann auch schon 17 ^^)! Aber egal... ich nahm seine Hand und ging mit ihm auf die Tanzfläche. Die Musik war zwar nicht so mein Geschmack, aber tanzen konnte man danach ganz gut. Lauri beobachte beim tanzen immer ganz genau, was Aki und Silvi taten. Wir bewegten uns - rein zufällig natürlich – auch in ihre Richtung. Nach zwei Liedern waren wir dann angekommen. Lauri beobachte immer noch genau jede Bewegung von Silvi. Er beachtete mich kaum. Plötzlich spürte ich, wie mich jemand am Arm packte und zu sich heran zog. Es war Aki. Ich schaute ihn wütend an. „Idiot... was soll das?“. „Oh... ich wusste nicht, dass du so gerne mit Lauri tanzt!“, entschuldigte sich dieser. „Man... nicht das.... ich meinte das Tanzen mit Silvi!“. „Wieso, klappt doch alles prima... Jetzt tanzen die beiden wenigsten zusammen. Meinst du Lauri hätte Silvi je gefragt, ob sie mit ihm Tanzen möchte?“, grinste Aki mich an. Ich schaute zu Silvi und Lauri, die wirklich gerade miteinander tanzten. Wenn auch notgedrungen. „Wahrscheinlich nicht! Ich kam mir nur so verdammt blöd vor!“, grummelte ich, lächelte dann aber und knuffte Aki in den Arm. „Bist aber gar nicht so blöd rüber gekommen!“, grinste Aki, nahm mein Hände und fing an zu tanzen. Ich fügte mich – diesmal sogar gerne – meinem Schicksal und fing grinsend an mich nach der Musik zu bewegen.


29. Lauri

Unsicher schaute ich Silvi an. Was sollte ich jetzt tun? Aki und Katja amüsierten sich gerade hinter uns auf der Tanzfläche und wir beide versuchten uns irgendwie nicht in die Quere zu kommen. Ich wusste nicht wie ich mich verhalten sollte. Ich wusste ja auch nicht was Silvi von dem Kuss gestern hielt. Ich war ein verdammter Feigling. Warum war ich nicht einfach nach dem Kuss da geblieben? Das hätte die Sache wahrscheinlich aufgeklärt. Verdammt!!! Silvi schaute die ganze Zeit auf den Boden. Versuchte anscheinend mich weitestgehend zu ignorieren. Dann hörte sie auf zu tanzen und ging einfach von der Tanzfläche. Ich blieb einfach stehen, schaute Silvi hinterher. Dann guckte ich zu Aki und Katja die mich ziemlich böse anschauten. „ Jetzt mach schon!“, riefen sie gleichzeitig zu mir rüber. Ich schaute hilflos zu unserem Tisch, an dem Silvi jetzt wieder saß. Ich atmete tief ein und zwang mich dann zu ihr rüber zu gehen. Als ich ankam, setzte ich mich einfach neben Silvi. Nicht wie vorhin, drei Meter von einander weg. „Du bist ein Arsch, weißt du das?“, sagte Silvi ernst. Ich sah sie an. Wusste nicht was ich antworten sollte. „Warum bist du einfach abgehauen? Ist dir ein gefallen, dass du mich doch nicht magst?“. Ich sah das sich ihre Augen mit Tränen füllten.. Sollte das jetzt heißen, dass sie mich auch mochte? Oder wollte sie einfach nur sagen, dass man so etwas mit ner Frau nicht macht. „Ich... ich...“, stotterte ich mir zusammen. Komm Ylönen, du wirst ja wohl ein Satz raus bringen. Silvi stand auf. guckte mich sauer an. „War das vielleicht nur ne Wette? Küsse Silvi und du kriegst 100 €?“. „Nein!“, sagte ich entsetzt und stand auch auf. „Was dann?“, schrie sie mich jetzt fast an und die ersten Tränen liefen über ihr Gesicht. Ich war sprachlos. Sollte ich ihr einfach so sagen, dass ich in sie verliebt war? Ich wollte gerade zum sprechen ansetzten, da holte Silvi aus und gab mir ne fette Ohrfeige. Ich sah sie traurig an. Sie schüttelte nur vorwurfsvoll den Kopf und rannte los. Ich hielt mir schmerzvoll meine Wange. Shit! Was sollte ich jetzt tun? Plötzlich machte es ‚Klick‘. Sie hätte sich sicher nicht so aufgeregt, wenn sie nichts von mir wollte. „Ylönen du bist echt ein Arsch!“, murmelte ich wütend über mich selbst. Ich sah das Silvi zum Ausgang rannte. Ich wollte sie jetzt nicht einfach so gehen lassen und rannte auch Richtung Ausgang. Da Silvi ein ziemlichen ‚Vorsprung‘ hatte, war sie schon längst draußen, als ich den Ausgang erreichte. Draußen angekommen, sah ich mich um. Es war dunkel und es würde schwer fallen, Silvi von weitem zu erkennen. Ich schaute wie wild von links nach rechts und um gekehrt. „Fuck!“, fluchte ich laut. Doch dann erblickte ich sie. Sie ging, schon ziemlich weit weg, auf der anderen Straßenseite. Ich rannte schnell über die Straße und ignorierte die Autos die ne Vollbremsung machen mussten und dann laut hupten. Ich rannte so schnell ich konnte den Gehweg entlang und holte Silvi schließlich ein. „Silvi!“, rief ich von weitem. Sie blieb stehen und drehte sich um, guckte mich wütend an. Völlig aus der Puste blieb ich vor ihr stehen. „Es war keine Wette! Und mir ist beim Kuss auch nicht aufgefallen, dass ich dich eigentlich nicht mag!!!“. Ich musste erstmal ordentlich nach Luft schnappen, um weiter reden zu können. „Ich bin nur abgehauen, weil ich nicht wusste, wie du reagieren würdest!“. Silvi sah mich immer noch wütend an. Anscheinend wollte sie mir nicht glauben. Sie drehte sich um und wollte einfach weiter gehen. Doch ich packte sie am Arm. Drehte sie wieder zu mir und zog sie dann ganz dicht an mich. Mit der anderen Hand fuhr ich dann über ihr Gesicht und wischte die Tränen weg. „Du hast recht... ich bin ein Arsch!“, flüsterte ich. Sie sah mir jetzt unsicher in die Augen. „Ich hatte plötzlich Angst bekommen, dass du mich zurück weisen könntest und genau das wollte ich doch nicht!“, erklärte ich leise. Sie schaute runter. Ich nahm meine Hand jetzt von ihrem Gesicht und legte sie unter ihr Kinn, schob ihr Gesicht wieder vorsichtig zu mir hoch, schaute ihr tief in die Augen. Meine andere Hand legte ich jetzt um ihre Hüfte und zog sie noch dichter zu mir heran. Dann näherte ich mich ganz langsam ihrem Gesicht. Vorsichtig berührten meine Lippen, ihre Lippen. Ich schloss die Augen. Silvi die sich anfangs etwas dagegen wehrte, fügte sich dann. Legte einen Arm dann um meine Hüfte. Die andere Hand berührte langsam mein Gesicht. Ich genoss den Augenblick. Ich weiß nicht wie lange wir so da standen. Keiner von uns beiden wollte nach lassen. Nach einer ziemlichen langen Zeit löste ich mich dann doch von Silvi, aber nur ungern. Ich schaute ihr wieder in die Augen. Sie funkelten mich richtig an. „Wärst du gestern geblieben, hätten wir uns das eben ersparen können!“, flüsterte Silvi. Ich nickte nur. „Und jetzt?“, fragte Silvi dann. „Zurück in den Club?“. Silvi schüttelte den Kopf. „Ich hab auch keinen Bock mehr. Außerdem sollen sich Aki und Katja ruhig mal Sorgen um uns machen!“, schloss ich mich ihrer Meinung an. „Ich bin müde!“, lächelte Silvi. Ich löste mich aus unsere ‚Stellung‘. „Ich bringe dich zum Hotel, okay?“, lächelte ich sie an. Silvi nickte. Ich legte meinen Arm um ihre Schultern. Sie legte einen Arm um mein Hüfte und kuschelte sich dann ganz dicht an mich. Beim gehen viel mir auf, dass ich doch die agnze Aufregund irgendwie Durst bekam. „Können wir uns da vorne in dem ‚CoffeeShop‘ uns noch n Kaffe holen?“, fragte ich leise Richtung Silvi. „Gerne. Sonst schlaf ich nachher noch beim Gehen ein!“, gähnte Silvi müde. Ich musste lachen. „Na das müssen wir auf jedenfall verhindern!“. Also schlenderten wir Richtung CoffeShop.
Heute Abend war ich, glaube ich, der glücklichste Mensch der Welt.

30. Katja

Absurd! Das alles war total absurd! Ich ging gerade neben Aki her. Von der Bushaltestelle zum Hotel. Aki wollte mich unbedingt noch zurück zum Hotel bringen, nachdem Lauri und Silvi spurlos verschwunden waren. Ich kam mir plötzlich total... ich weiß auch nicht wie vor. Es war alles so irreal. Die ganze Situation. Wir, also Nightmare, waren die Vorband von The Rasmus. Gerade WIR!!! Es gab ja auch sooooo wenig andere Bands auf dieser Welt. Weiterhin fanden die uns auch noch richtig gut. UNS!!! Ich mein vor zwei Monaten haben wir gerade mal auf dem Stadtfest gespielt. Wir waren nicht mal berühmt, geschweige denn überhaupt ein bisschen bekannt. O doch... wir waren bekannt. In der Schule. Verdammt. Vor zwei Wochen hab ich The Rasmus noch auf nem Poster bestaunt. Jetzt ging einer von denen gerade neben mir her und regte sich über seinen Kumpel auf. Es war fast so, als wären wir „gute“ Freunde oder so. Nicht das ich da etwas gegen hätte. Nein, ganz und gar nicht. Aber trotzdem. Ich hatte heute Abend mit zwei von denen getanzt. Und dann noch die ganze Sache mit Silvi und Lauri. Hätte mir jemand vor einem Monat erzählt, dass die sich mal küssen und Lauri sich sogar in sie verliebt, hätte ich höchst persönlich dafür gesorgt, dass diese Person mal weiche Gummiwände und einen weißen Anzug, wo die Hände verbunden sind, ausprobieren darf. Ich mein HALLO??? Wir haben die 4 Finnen vor vier Tagen das erste Mal getroffen und jetzt behandelten die uns wie... ja... wie behandelten die uns? Ganz normal eigentlich. Katja, genau da liegt das Problem!!! „Redest du nicht mehr mit mir?“, holte Aki mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. „Doch, doch... hab nur gerade nachgedacht!“, murmelte ich. „Und?“. „Was und?“. „Erzähl schon! Über was hast du nachgedacht!“, hakte Aki nach. Genau über das. Ich redete hier mit Aki über Probleme. Irgendwo muss die ganze Sache doch einen gewaltigen Haken haben. „Weißt du... ach... ist egal!“. Ich musste ihm ja nicht auf die Nase binden, dass ich eigentlich vor kurzem noch n Groupie von ihm war. NEIN!!! Shit... nicht wieder der Gedanke. Das war das peinlichste was ich je gemacht hab. Na ja... da wusste ich ja auch noch nicht, dass er mal neben mir geht. Ja... okay... ich geb’s zu. Ich war ein Aki-Kreischie... Na und! Aber das war jetzt gar nicht der Punkt. „Hey... ignorierst du mich jetzt wieder völlig?“, kam es leicht eingeschnappt von rechts. „Hä?“. Gott, ich sollte drauf achten, was Aki sagt. „Also... jetzt sag schon! Worüber zerbrichst du dir gerade deinen Kopf!“, wollte er wissen. „Ach man... ich glaub das verstehst du eh nicht!“, murmelte ich wieder. Er blieb stehen. „Wenn du es mir nicht sagst, kann ich es auch nicht verstehen!“, lächelte er mich an. Ich seufzte. Toll! Er würde es hundert pro nicht verstehen. Er steckte ja auch nicht in meiner Haut. Ich ging ein paar Schritte weiter und setzte mich auf eine Bank. Aki ließ sich neben mich plumpsen und schaute mich an. „Jetzt sag schon! Ich mein es muss schon wichtig sein! Du hast mich schließlich vom Club bis hierher völlig ignoriert!“, erklärte er. Oh... so schlimm? Ich schaute zu Boden. „Das alles hier... das ist so.... absurd!“, sagte ich leise. „Meinst du?“, fragte Aki ebenfalls leise. Ich nickte. „Ich mein vor ein paar Monaten waren wir noch so verrückt nach euch, dass wir all unsere Ersparnisse zusammen gekratzt haben und beinahe extra nach Finnland zu nem Gig gekommen wären! Und heute... da setzt ihr euch einfach zu uns an den Frühstückstisch und redet mit uns als wären wir gute Bekannte!“, erklärte ich weiter. Gott, ich sollte vielleicht doch besser meinen Mund halten. „So schlimm?“, fragte Aki lächelnd. „Was?“. „Das wir am Frühstückstisch sitzen und mit euch reden!“, meinte Aki. „Nein... ganz und gar nicht! Ach man... ich hab doch gesagt du verstehst das nicht!“. Okay... ich will jetzt bitte ein riesen Loch zum Verschwinden! Aki kam dichter zu mir heran gerutscht. „Du wirst es nicht glauben, aber ich weiß was du meinst!“, sagte er leise. Ich schaute hoch. Aki direkt in die Augen. Sie funkelten richtig durch seine Brille, obwohl es dunkel war. „Ihr müsst es ja schon komisch gefunden haben, dass wir euch überhaupt als Support wollten... aber wir fanden eure Musik richtig gut und haben euch eben einfach ne Chance gegeben... und da ihr richtig nett seid, reden wir halt auch mit euch!“, versuchte er meine Gedanken wieder zu geben. Ich nickte. „Es ist halt nur so irreal! Wir sind in dem Alter eurer ganzen Groupies...“. „Na und... ihr kreischt uns nicht an, wenn wir vor euch stehen...“, unterbrach er mich. Wenn du wüsstest.... „Katja... komm... genieß es doch einfach!“, fuhr er fort. Wie sollte ich das jetzt bitte verstehen? Mein Blick sprach wohl Bände. „Ich mein... hey wir sind auch nur Menschen... und wir haben auch Freunde... und wie gesagt wir mögen euch halt. Ihr seid eben super nett und man kann mit euch ziemlich Spaß haben!“, erklärte er mir und stand von der Bank auf. Er hielt mir seine Hand hin. Ich nahm sie und Aki zog mich von der Bank. „Uns ist auch schon aufgefallen, dass ihr jünger seit als wir!“, grinste Aki mich an. „Hätte ja sein können, dass euch das nicht so bewusst ist!“, grinste ich zurück. „Sag mal...“, Aki packte mich leicht an beiden Armen und schaute mir direkt in die Augen. „Was?“, fragte ich unsicher. „Bei unseren ersten Zusammentreffen warst du immer so komisch... was hattest du denn da?“. Ich schaute ihn ziemlich verwirrt an. Wie kam er denn jetzt darauf? „Das willst du nicht wissen!“, blockte ich ab. „Oh doch... lass mich raten... du hast mich erst total gehasst!“, legte er jetzt einen Arm um meine Schulter und ging mit mir weiter zum Hotel. „Äh... nicht ganz!“, antwortete ich nur. Aki lachte. „Sag bloß du bist n Fan von mir!“. Ich räusperte mich. Aki blieb stehen. Ich ging einfach grinsend weiter. „Du bist aber nicht verliebt oder so?“, rief er mir unsicher hinterher. Erschrocken blieb ich stehen. Drehte mich langsam um. Los... rette dich... ich mein... ich bin ja nicht verliebt... auch wenn es andere immer behaupteten... für mich war Aki immer nur ein Vorbild. Ich grinste ihn an. „Da ist aber jemand ganz schön von sich selbst überzeugt!“. Aki atmete erleichtert auf und kam zu mir. „Schade eigentlich!“, grinste er jetzt auch wieder. Dann legte er wieder seinen Arm um mich und wir gingen weiter. „Wie schade? Sollte da vielleicht doch was sein?“, hakte ich nach. „Nee, nee... jetzt hast verschissen... jetzt will ich dich nicht mehr!“, lachte Aki sich halb tot. „mhm... verdammt... Dann muss ich es jetzt wohl bei Pauli oder Eero versuchen! Man ich bin jung und brauche euer Geld!“, lachte ich mit. „Ma sehen... Vielleicht bleib ich heut Nacht ja doch noch!“. „O ja... Dann können wir die ganze Nacht auf dem gemütlichen Hotelbett sitzen und erzählen!“. Aki kamen die Tränen vor Lachen. „Gott... ich glaub ich nehm dich mit nach Finnland...“. „Wieso?“. „Na dann hab ich immer was zum lachen! Außerdem kenn ich dann endlich jemanden, der genauso gut Schlagzeug spielen kann wie ich!“, grinste er. „Oh... was für ein Kompliment... baggerst du so immer irgendwelche Mädels an? Ich mein nur... ich glaub der Spruch zieht nicht bei jeder!“. Ja... ich glaub ab da war es mit Aki vorbei. Er konnte sich jetzt kaum noch halten vor lachen. Ohne ihn wäre ich, denke ich mal, ne Stunde früher im Hotel gewesen....


31. Lauri

Die Sirene eines Krankenwagens holte mich aus meinem Tiefschlaf. Ich ließ die Augen aber noch zu um erstmal zu mir zukommen. Ich bemerkte das mein linker Arm ziemlich weh tat. Aber das war mir egal, denn ich spürte das jemand neben mir lag uns sich an mich gekuschelt hatte. Jetzt wusste ich auch wieder warum mein Arm so weh tat. Ich hatte den Arm gestern um Silvi gelegt, damit sie sich besser an mich kuscheln konnte. Silvi hatte einen Arm um mich gelegt. Jetzt öffnete ich langsam die Augen. Wollte sehen ob Silvi auch schon wach war. „Morgen!“, lächelte Silvi mir dann auch schon zu. Sie hatte sich mit ihrem anderen Arm etwas abgestützt. „Morgen!“, lächelte ich leise zurück. Silvi legte ihren Kopf jetzt an meine Schulter. Ich legte meine Kopf jetzt auf ihren Kopf. Schloss noch mal kurz die Augen und genoss Silvis Nähe und ihre Wärme. „Gut geschlafen?“, frage Silvi dann. „Ich schon... mein linker Arm wohl eher nicht!“, grinste ich. „Ups... Sorry!“, fiel ihr auf, das sie auf meinem Arm lag und richtete sich sofort auf. Ich richtete mich auch auf und schaute Silvi an, die unsicher zurück schaute. „Was ist?“, fragte ich leise. „Ich weiß nicht... schon komisch, dass n Star neben mir liegt!“, sagte sie. Ich seufzte. Genau den Spruch bekam ich immer zuhören, wenn ein Mädel neben mir aufwachte. Silvi bemerkte anscheinend, dass mir der Spruch nicht sonderlich gefiel und kuschelte sich wieder an mich. „Sorry!“, flüsterte sie. „Macht nix!“, antwortete ich und nahm sie in den Arm. Silvi hatte ja recht. Es war sicherlich komisch neben irgendeiner bekannten Persönlichkeit auf zu wachen. Aber letztens hat sie das doch auch nicht gestört. „Ist sowieso alles komisch!“, sagte Silvi dann. Ich rutschte ein bisschen weiter nach oben und lehnte mich an die Wand. Silvi zog ich dann sanft zu mir. Sie legte ihren Kopf auf meine Schulter und einen Arm über mein Bauch. „Wie meinst du das?“, fragte ich dann und spielte in ihren Haaren rum. „Ich bin eigentlich nur als Aufpasser zu diesen Gigs mitgefahren. Jetzt liege ich mit dir hier im Bett!“, grinste sie. Ich grinste zurück. „Tja... So schnell kann sich das Blatt wenden... oder warum liege bzw. sitze ich in deinem Bett?“. „Weiß auch nicht! Vielleicht weil ich mal wieder Streicheleinheiten brauche!“, zuckte sie locker mit den Schultern. „öhm... wirklich?“, fragte ich erschrocken. Silvi schaute zu mir hoch. „Quatsch! Ich lass doch nicht jeden zu mir ins Bett!“, grinste sie dann. „Du bist ganz schön frech, weißt du das?“. Blitzschnell drückte ich sie zurück auf das Bett und beugte mich über sie. Sie grinste mich nur frech an. „Ich weiß...“. Ich beugte mich zu ihr runter und küsste sie. Da Silvi mir anscheinend beweisen wollte, dass sie wirklich ziemlich frech und fies ist, biss sie auf meine Unterlippe. „Aua!“, grinste ich und setzte das Gesicht eines Kleinkindes auf, wenn es gehauen wurde. Dann löste sie ihren ‚Biss‘. Ich gab ihr einen kurzen Kuss. Sie schaute mich verwirrt an. „Ich will noch mehr!“, sagte sie beleidigt. Ich lächelte sie an und gab ihr einen zweiten kurzen Kuss. Silvi guckte mich bittend an. Also gab`s einen dritten kurzen Kuss. Silvi legte ihre Hand auf meinen Rücken und streichelte dann ganz langsam meinen Rücken hinunter. Als sie dort ‚angekommen‘ war, wo sie hin wollte, grinste sie mich wieder frech an und kniff ziemlich fest in meinen Allerwertesten. „Na warte!“, sagte ich und begann sie zu kitzeln. Silvi begann ziemlich laut zu lachen. „Nein... Lauri... hör auf... bitte“, lachte sie. Aber ich machte weiter. Bis sie dann schon Tränen in den Augen hatte. Ich hörte auf sie zu kitzeln und schaute ihr in die Augen. Silvi hörte auf zu lachen, legte ihre Hand auf mein Kopf und drückte mein Gesicht zu ihr runter. Dann berührten sich sanft unsere Lippen. Silvi schloss ihre Augen. Ich schloss dann auch meine. Wir küssten uns ziemlich lange............... bis es laut gegen die Tür hämmerte. Jemand schrie etwas deutsches in Richtung Tür. Es war, der Stimme nach zu urteilen, Ina. Silvi seufzte. „Lass sie doch!“, sagte ich hoffnungsvoll. „Sie ist meine Schwester... vielleicht is es wichtig!“, schüttelte sie den Kopf. Ich ließ mich rückwärts aufs Bett fallen. „Immer wenn’s spannend wird!“, jammerte ich wie ein Kleinkind. Silvi sah mich verwirrt und neugierig an. „Wieso? Was wäre denn noch passiert!“, fragte sie als sie aufstand. „Tja... du willst ja unbedingt deiner Schwester die Tür aufmachen!“, sagte ich und spielte ‚eingeschnappt‘. Silvi streckte mir die Zunge raus. „Sei jetzt ruhig! Ina muss nicht alles wissen!“, grinste sie. Dann ging Silvi zur Tür und öffnete sie. Ina redete gleich wie ein Wasserfall auf sie ein. Ich konnte nur nichts verstehen, weil sie deutsch redete. Ich verstand nur ein lautes „Fuck!“ von Silvi. Dann sagte sie etwas zu Ina und schloss die Tür. Total hektisch kam sie dann wieder zu mir. „Was ist?“, fragte ich nach. „Unsere Eltern wollen bald wieder los fahren und ich will wenigstens noch tschüss sagen...“, erklärte sie schnell und schnappte sich en paar neue Sachen und verschwand in Richtung Bad. Ich folgte ihr, stellte mich in die Tür und schaute ihr zu wie sie sich frisch machte. „Soll ich gehen?“, fragte ich dann. „Nein. Also ich weiß nicht... wann fahrt ihr denn weiter nach München? Also wann musst du zurück zu deinen Jungs?“. Ich schaute auf die Uhr. „Es ist halb zehn... ich glaub bis Mittag könnte ich bleiben... wir fahren bestimmt erst gegen Abend los!“, erklärte ich ihr. Sie blickte vom Spiegel zu mir. „Wartest du hier? Oder willst du mitkommen?“, fragte sie dann. Mitkommen? Damit mich alle anstarren und mich fragen, ob ich es mit Silvi wirklich ernst meine? „Ich warte hier... dann kann ich in Ruhe duschen und so!“, beschloss ich dann. Silvi nickte, legte ihren Kram weg und kam dann zu mir. „Schön brav sein!“, grinste sie mich an, gab mir einen Kuss auf die Wange und verschwand dann. Ich ging auf den Balkon und zündete mir erstmal eine Zigarette an. Ich lehnte mich auf das Geländer und schaute auf die Straße. Zum ersten Mal nach langem fühlte ich mich mal wieder richtig wohl...

32. Katja

Mit einem allgemeinen „Morgen“ gesellte ich mich zu der Frühstücksrunde, welche aus meinen und Ina's Eltern und Jul bestand. „Und wie wars gestern in dem Club?“, fragte meine Mutter fröhlich. „Öhm... schön...“. Ich nahm mir das Toast, welches ich mir geholt hatte und schmierte Erdbeermarmelade drauf. „Wo ist Mark?“, fragte ich Jul. „ Oben im Zimmer! Der packt gerade!“, antwortete sie mir traurig. „Wieso? Ich denk er wollte auch mit nach München!“, fragte ich verwirrt. „Ja... aber sein Vater hat heut morgen angerufen. Seine Mutter liegt im Krankenhaus! Er fährt heut mit meinen Eltern zurück nach Hause!“, erklärte Jul bedrückt. „Oh...“, kam nur von mir, weil ich nicht wusste, was ich dazu sagen sollte. „Wo ist Ina?“, fragte mich Ina's Vater. „Die liegt noch mit Aki im Bett!“, antwortete ich wahrheitsgemäß und biss genüsslich in mein Toast. Die offenen Münder und das zu Boden fallende Besteck ignorierte ich erstmal. „Bitte was?“, kam es energisch von Ina´s Mutter. Ich schaute in die Runde. Alle, bis auf Jul die leicht vor sich hin grinste, schauten mich alle geschockt an. „Sie haben beide die Sachen noch an! Ich lag heut Nacht auch zwischen ihnen...“. Jetzt fragte meine Mutter energisch: „WAS?“. Ich schaute zu Jul und rollte mit den Augen. Dann schaute ich zurück zu meiner Mutter. „Ich hatte meine Sachen auch noch an! Was haltet ihr eigentlich von uns?“, fragte ich entnervt. „Jetzt sag mir noch mal, dass du nix von Aki willst!“, grinste mein Vater fies. Er hatte sich, im Gegensatz zu den anderen, schon abgeregt. „Gott... Aki hat mich gestern noch zurück zum Hotel gebracht... und da er todmüde war...“ ich räusperte mich „... vom Lachen... haben Ina und ich ihm angeboten, bei uns zu pennen, da unser Doppelbett ziemlich groß ist!“, erklärte ich. „Warum hat Aki dich nach Hause gebracht? Warst du nicht mit Silvi im Club?“, fragte Ina´s Vater. „Weil wir ihn im Club getroffen haben... äh... er hat mich UND Silvi nach Hause gebracht!“, redete ich mich raus. Ich hoffte das Silvi wirklich wieder im Hotel war. Warum wollten die das eigentlich so genau wissen? Gott, Eltern konnten manchmal aber auch penibel sein. Ich schüttelte den Kopf. „Wir fahren übrigens in einer Stunde ungefähr wieder nach Hause! Könntest du Ina und Silvi Bescheid sagen!“, fragte Ina´s Mutter. „Yupp! Ich geh jetzt eh hoch!“, sagte ich. „Ich komm mit!“, meinte Jul und stand auf. Ich nickte. „Bleibt ihr noch?“, fragte ich meine Eltern und stand auch auf. „Nein, wir fahren auch in einer Stunde ab!“, meinte mein Vater. „Bis dann!“, verabschiedeten Jul und ich uns von der Frühstücksrunde.
„Du hast denen einen ganz schönen Schock eingejagt!“, meinte Jul als wir auf den Fahrstuhl warteten. „Ich weiß! Aber was haben die sich auch so blöd!“, grinste ich. Mit einem „Pling“ öffnete sich die Fahrstuhltür. Jul und ich gingen rein. „Und wie wars genau in dem Club?“, fragte Jul neugierig. Ich seufzte. „Aki war ja wie gesagt auch da! War ganz witzig...“, erklärte ich. Jul nickte. Der Fahrstuhl kam in unserer Etage an. Unsere Wege trennten sich, weil Jul nach links und ich nach rechts musste. „Wir sehen uns unten?“, fragte ich noch schnell. Jul nickte und verschwand. Anscheinend fiel ihr das mit Mark nicht leicht. Also das er einfach so wieder nach Hause fuhr. Außerdem machte sie sich sicherlich auch Sorgen um seine Mutter. Jul kannte Marks Eltern gut.
Ich schloss die Tür zum Zimmer auf. Dunkelheit kam mir entgegen. Die Gardinen waren immer noch zu gezogen. Ich seufzte, ging zum Fenster und riss die Gardinen auf. Zum Glück schien heute die Sonne, so wirkte die Methode wenigstens. Ich rief „Morgen“ und „Terve“ damit auch jeder hier im Raum mitbekam, dass er aufstehen sollte. Aki und Ina knurrten mich synchron an. Ich rollte mit den Augen. „na gut...Aki, meinetwegen kannst du weiter pennen! Ina du solltest aufstehen... unsere Eltern fahren in ner knappen Stunde wieder nach Hause, außerdem musst du Silvi noch Bescheid sagen.“, erklärte ich den Beiden. „Es ist halb neun!“, knurrte Ina. Ich riss ihr das Bettdeck weg. Gott, war ich heute fies. „Na und... ich bin schon um viertel acht aufgestanden!“, erklärte ich ihr. „Du bist ja auch verrückt!“, murmelte Ina. „Danke!“, grinste ich. Ich hatte mich mit Inas Morgenmuffligkeit schon abgefunden. Aki setzte sich auf den Bettrand und schaute mich total verschlafen an. „Aki jetzt schau nicht so! Du hattest fast 7 Stunden Schlaf, das muss nem Rockstar doch reichen!“. „Bist du morgens immer so gut gelaunt?“, fragte er gähnend. „Ich bin gerade nicht wirklich gut gelaunt... und nein ich bin morgens nicht immer so drauf!“, erklärte ich ihm. „Darf ich mal bei euch duschen?“, fragte er dann. „Nein!“, antwortete ich dann ernst. Erschrocken guckte er mich an. „Mensch Aki... klar darfst du... schau dich im Spiegel an... sooooo lasse ich dich ganz sicher nicht auf die Straße...!“, grinste ich ihn an. „Ha... ha!“, schlurfte er ins Bad.

„Und mach die letzten Tage keinen Unsinn, ja!“, umarmte mich meine Mutter. „Nicht? Dann muss ich wohl die Drogen das Klo runterspülen!“, meinte ich lachend. „Ich hoffe doch das du das machst!“, lachte meine Mutter mit. „ich wünsche euch noch viel Glück für euer letztes Konzert!“, sagte meine Mutter dann noch. „Danke!“, lächelte ich und drehte mich um, um meinem Vater tschüss zu sagen. Doch der war gerade beschäftigt. Mein Vater verabschiedete sich gerade von Aki, der eigentlich nur mit runter gekommen war um zu seinem Hotel zurück zufahren. Aber irgendwie verabschiedeten sich dann auch alle von ihm. „Pass gut auf Katja auf!“, grinste mein Vater. Aki nickte, obwohl ich bezweifelte, das er meinen Vater verstanden hatte. Ich nahm meinen Vater am Arm und zog ihn von Aki weg. „Man kann’s auch übertreiben!“, fuhr ich ihn entnervt an. Er grinste mich nur an. „Viel Spaß euch beiden noch!“. „PAPA!“, schrie ich. „Schon gut! Viel Spaß in München dann eben!“, sagte er lächelnd und umarmte mich. „Schon besser!“, beruhigte ich mich. „Machs gut... wir sehen uns übermorgen ja wieder!“, meinte man Vater dann. „Yupp... bis dann!“. Dann kam Silvi angerannt und verabschiedete sich auch noch schnell von allen. Nachdem dann die Autos den Parkplatz verlassen hatten, kam Silvi auf mich und Aki, der irgendwie noch immer da war, zu. „Klebt ihr beiden eigentlich zusammen? Euch sieht man ja nur noch zusammen!“, grinste sie. „Nee... leider nicht!“, grinste Aki zurück. Leider nicht? Ich knuffte ihn am Arm. „Hey...“, jammerte er zurück. „Warum bist du gestern einfach so ab gehauen?“, fragte ich Silvi. „ähm... Ich hatte keinen Bock mehr auf Lauri!“, antwortete sie. „Aha!“, gab ich nur von mir. „Ja... tut mir Leid das ich dich alleine gelassen hab...“, entschuldigte sich Silvi. „Na ja... zum Glück war ich ja noch da!“, grinste Aki Alivi an. Sie nickte nur. „Ähm... ja... ich geh wieder in mein Zimmer! Öhm... um 13.00 Uhr fahren wir runter nach München, okay?“, sagte Silvi dann. „Yupp!“.


33. Lauri (Soundcheck am nächsten Tag in München)

„Lauri!!!“, riss mich Eero aus den Gedanken. „Bitte, was?“, fragte ich verwirrt. Eero seufzte. „Wir haben eben halb „Funeral Song“ gespielt und du träumst vor dich hin und singst nicht mit!“, beschwerte er sich. „Lass ihn Eero... der kleine leidet unter Liebeskummer!“, grinste Aki leise hinter seinem Schlagzeug hervor. „Silvi hat ihn abblitzen lassen!“, erklärte er dann ebenfalls leise. Wenn du wüsstest... aber ich reagierte nicht auf Aki´s Frechheit. Er und die anderen sollten ja schließlich noch nicht wissen, was da wirklich zwischen mir und Silvi lief. Ich schaute nach unten, vor die Bühne. Dahin wo Silvi stand und uns beobachtete. Als sie meinen Blick sah, lächelte sie. Ich wollte zum Bühnenrand gehen. Wollte bei Silvi sein. Aber dann hätten die anderen ja gleich alles gewusst. Nein, das sollten sie erst heute Abend bei der großen Party erfahren. „Hey Jungs... Dürfen wir uns jetzt kurz einspielen?“, hörte ich Jul fragen, die gerade auf die Bühne kam. „Yupp... Lauri ist eh gerade mit den Gedanken woanders... hat also keinen Zweck mehr...!“, meinte Pauli. Ich drehte mich um. Pauli guckte mich grinsend an. Ich rollte mit den Augen und ging an den Rand der Bühne. Dort setzte ich mich auf eine Box. Eero und Pauli kamen zu mir. „Silvi hat dich abblitzen lassen?“, fragte Eero verwirrt. Ich musste mir ein lachen verkneifen und versuchte so wahrheitsgetreu wie möglich zu nicken. „Das ist hart! Aber lass dich davon nicht unterkriegen!“, klopfte Pauli mir auf die Schulter. „Klar doch. Ihr kennt mich ja...“, sagte ich gespielt traurig. „Deswegen sag ich das ja auch!“, lächelte Pauli. Wow... lügen war ganz schön anstrengend. Ich musste mir die ganze Zeit ein lautes Lachen verkneifen und mich daran hindern zu Silvi zu rennen, um sie zu küssen. Ich schaute auf die Bühne, wo Nightmare gerade alles vorbereiteten. Jetzt kam auch Aki zu uns. „1, 2... 1,2... okay... wir spielen uns erstmal ein... so wie früher!“, sagte Jul grinsend ins Mikro und schaute die anderen beiden an. Katja zählte an, hörte dann aber auf. „Wie, wie früher?“, rief sie verwirrt zu Jul rüber. Ich musste grinsen. Jul seufzte hörbar laut ins Mikro. „Das haben wir doch eben besprochen!“, sagte Jul genervt. „Ich sags nur ungern... aber.......... ah... so meint ihr das!“, machte es dann anscheinend „Klick“ bei Katja. Sie fing wieder an zu zählen. Dann fingen sie an sich einzuspielen. Damdidam damdi damdi dam... Hey... Verdammt... Das kam mir ziemlich bekannt vor. „Hey... das ist doch unser Lied!“, grinste Eero. „öhm... ist das nicht ‚Days‘ ?“, fragte Aki und schaute sich Katjas Spielwiese genau an. „Yupp...“, nickte Pauli. „Das ist gut... die spielen das fast besser als wir!“, grinste Eero weiter. Mhm... mag schon sein. Aber das war mir gerade egal, denn ich sah, dass Silvi gerade in den Backstage-Bereich ging. „Ob die noch mehr von uns können?“, fragte Pauli weiter. „Bestimmt!“, meinte Aki. Gut, die waren abgelenkt. Ich stand auf. „Ich geh mal kurz für kleine Sänger!“, sagte ich. „Jaja...“, wimmelte Eero mich ab und betrachtete weiter die drei Mädels. Ich ging auf den Flur. Und da lehnte auch schon Silvi lässig an der Wand. „Hey...“, lächelte sie als sie mich sah. „Macht es dir Spaß vor der Bühne zu stehen und mich zu verwirren?“, grinste ich sie an. „Yupp. Meine Lieblingsbeschäftigung! Man... mir war nur voll langweilig!“, erklärte sie. „Hast du mich vermisst?“, fragte ich dann und ging immer näher auf sie zu. „Nö! Du mich?“, meinte sie ernst. „ Ne, ich auch nicht! Hab mich mit... warte... lass mich zählen....... 4 Groupies vergnügt!“, sagte ich spielend ernst zurück. „Wirklich?“, grinste Silvi und kam nun endlich zu mir und küsste mich. „Nein... ich hab gelogen...“, meinte ich dann. „...ss waren 6!!!“. Bevor Silvi auch nur etwas sagen bzw. tun konnte, küsste ich sie wieder. Ich war so dermaßen glücklich endlich bei Silvi zu sein, dass ich nicht bemerkte das jemand auf den Flur kam. „So so... wen haben wir denn da?“, hörte ich Katjas Stimme. Ich löste mich Silvi und drehte mich langsam um. Dort standen Jul und Katja. Katja grinste sich nen Ast ab. „Lauri nervt dich wohl ziemlich doll, oder Silvi?“, grinste sie.

34. Katja

„Fotoapparat! Ich brauche unbedingt nen Fotoapparat, um die Gesichter von Silvi und Lauri für die Ewigkeit festzuhalten“, dachte ich mir grinsend. „Katja!“, versuchte Silvi zu lächeln. „Yupp! Und ihr habt jetzt einiges zu erklären! Vor allem du Silvi!“, grinste ich immer noch. „Ne... zuerst sollten wir uns wohl darum kümmern, dass Jul wieder anfängt zu atmen...!“, sagte Lauri nüchtern und zeigte auf Jul. Ich drehte mich zu ihr. Jul glich ungefähr einer Statue. Sie stand einfach nur da und starrte Silvi und Lauri an. „Ups... Jul weiß ja noch gar nix!“, stellte ich fest. Wir hatten Jul immer irgendwie aussen vor gelassen, was diese Sache anging... und das tat mir jetzt irgendwie leid. Na ja... „Ähm... Jul... lebst du noch?“, fragte ich und fuchtelte mit meinen Händen vor ihrem Gesicht rum. „Was? äh... ja...!“, sagte sie unsicher, ließ Silvi und Lauri aber nicht aus den Augen. „Ähm... du siehst schon richtig... Das da sind Silvi und Lauri!“, sagte ich, als müsste ich Jul erst noch davon überzeugen. „Was bitte war das eben?“, fragte Jul verwirrt. „öhm... ein Kuss...“, grinste ich. Jul wandte nun endlich ihr Blick von den beiden ab, guckte mich dafür aber ziemlich böse an. „Ha...ha!“, sagte sie leicht wütend. „Ich mein ja nur!“. „Also... da gibt’s noch was zu erklären!“, fiel mir plötzlich wieder ein und verschränkte die Arme. Silvi hatte mich immerhin angelogen. Und nicht nur mich. Sondern alle anderen auch. Jetzt verflog meine Fröhlichkeit und ich wurde leicht sauer. Sauer, weil sie uns nichts gesagt hatten. Lauri seufzte. „Was bitte gibt’s da zu erklären?“, sagte er genervt. „Hey... ne ganze Menge! Wenn ihr wollt kann ich auch zurück zur Bühne gehen und es allen erzählen!“, erpresste ich die beiden. Okay... erpressen war’s nicht gerade. Ich stellte mich an wie ein Kleinkind. Aber egal. Mir waren gerade alle Mittel recht. „Sie warten sicher schon auf uns!“, fügte ich noch hinzu. „Was macht ihr hier überhaupt? Ihr wolltet euch doch einspielen?“, regte Silvi sich auf. „Ey... nicht vom Thema ablenken...äh... wir wollten nur schnell ein paar Noten holen, weil und die anderen nerven, noch mehr von TR zu spielen!... Also? Was geht hier ab?“, fragte ich. Lauri und Silvi guckten sich an. Keiner von ihnen wollte etwas dazu sagen. Weil mir das zu lange dauerte, drehte ich mich um und ging los. „Aki und Ina wollen das sicher auch wissen!“, sagte ich etwas übertrieben. „Katja!“, rief Silvi mir hinterher. „Okay okay... jetzt komm zurück... ich erklär dir das alles...“, sagte sie nervös. Geht doch. Innerlich freute ich mir ein Loch in den Bauch. Äußerlich ließ ich mir nichts anmerken. Ich drehte mich um und ging zurück. „Also...“, fing Silvi an. „Eure kleine Verkupplungsaktion ist euch geglückt, okay? Wir wollten euch heut Abend nur eins auswischen! Weil ihr son Scheiß gemacht habt, ohne uns zu fragen... Hätte ja schließlich auch nach hinten los gehen können!!! Wir wollten uns heut Abend auf der Party halt so geben wie wir uns nun eben mal fühlen und... ach man... du verstehst schon!“. „Aha!“, sagte ich nur. Musste ich das jetzt verstehen? Wollten sie uns damit „überraschen“? Mir war das in der Hinsicht dann nämlich doch ziemlich egal. Hätten sie es gleich gesagt, hätte ich mich für die beiden gefreut und fertig wäre ich mit der Sache... „Was machst ihr nun?“, fragte Lauri mich und Jul vorsichtig. „Ich halt bis heut Abend dicht!“, sagte Jul. Silvi und Lauri guckten mich jetzt bittend an. „Da ich keinen Bock auf Stress hab, halte ich auch dicht!“, sagte ich widerwillig. Ich hätte es zu gern Ina und Aki erzählt. „Danke!“, sagte Silvi und lächelte. „Ich versteh aber echt nicht, warum ihr da son Trubel drum macht!... Ihr solltet lieber die restliche Zeit genießen... Morgen trennen sich eure Wege nämlich!“, rutschte es mir dann noch raus. Verdammt! Das war jetzt nicht gut. Lauri schaute mich böse an. Silvi guckte starr auf den Boden. „Toll... musste das jetzt sein?“, flüsterte Jul mir böse zu. „Sorry...“, murmelte ich. Ich musste aber auch in jedes Fettnäpfchen treten. Okay. Das war schon ein Fettfass... in das ich dazu auch nicht getreten, sondern gefallen bin!!! Lauri schaute jetzt verwirrt zu Silvi rüber. Dann kam Ina auf den Flur. „Ach hier seid ihr alle! Habt ihr die Noten?“, fragte Ina fröhlich. „öhm... ist irgendwas passiert?“, fragte Ina unsicher, als ihr niemand antwortete. Ich hatte die Stimmung verursacht, also musst ich uns da jetzt auch rausreden. „Quatsch! Ich hab nur festgestellt, dass ich die Noten im Hotel vergessen hab... wir können also keine anderen Songs spielen...“;versuchte ich zu lächeln. „Achso... na ja... egal... n paar Lieder kriegen wir auch noch ohne Noten hin, oder?“. Ina´s Fröhlichkeit passte ganz und gar nicht hierher. Ich nickte. „Kommt ihr dann... also Katja und Jul?“, fragte sie dann noch. „ähm... klar doch!“, antwortete Jul.

35. Lauri

„Ihr solltet lieber die restliche Zeit genießen... Morgen trennen sich eure Wege nämlich!“... Katjas Worte hallten wieder und wieder durch meinen Kopf. Jul und Katja waren jetzt schon einige Minuten weg. Silvi und ich standen immer noch auf dem Flur. Aber weder Silvi, noch ich, sagten etwas. Ich schüttelte meinen Kopf. Wollte so anscheinend Katjas Worte verdrängen. Jetzt schaute ich Silvi an, die unsicher zurückschaute. Sie räusperte sich und wollte was sagen. Sie stoppte dann aber und schaute wieder zu Boden. Verdammt. Mir war schon klar, das ich morgen wieder nach Finnland musste, aber bis eben hatte ich das erfolgreich verdrängt. Ich versuchte die Stimmung zu überspielen. „Ich hab Hunger. Du auch?“, versuchte ich zu grinsen. Aber ich glaub es sah eher aus als hätte ich irgendwelche Zuckungen. Silvi nickte kurz. „Ja... glaub schon...“, sagte sie immer noch unsicher. Ich ging zu Silvi und nahm ihre Hand. „Dann lass uns zum Catering gehen, okay? Und danach... mhm... da wird uns schon was einfallen...!“, sagte ich jetzt so locker wie möglich. Silvi lächelte jetzt. Ich weiß nicht ob sie erleichtert war, dass ich das Thema nicht weiter ausführte oder ob sie nur „mitspielte“. Ich ging los und zog Silvi hinter mir her. „Heute Abend schocken wir erstma die anderen... feiern schön...“, erklärte ich. „Lauri?“, kam es leise von hinten. Ich blieb stehen und drehte mich zu Silvi um, die mich traurig anguckte. Der Blick tat mir weh. Ich wollte Silvi nicht verletzen. Aber morgen würde ich es wohl oder übel tun müssen und nach Finnland zurückkehren. „Ähm... ja?“, fragte ich und schaute dabei auf den Boden. „Meinst du es eigentlich ernst mit uns beiden?“. Jetzt blickte ich Silvi fragend an. „Wie? Was?... Na klar... wäre ich dir sonst hinterher gelaufen?“, sagte ich leicht entsetzt über die Frage. „Ich mein nur... Du bist berühmt... hast viele Fans...“. „... na und? Darf ich mich deswegen nicht verlieben?“, unterbrach ich sie. Silvi starrte auf den Boden. „Silvi... ich liebe dich!“, sagte ich leise. Jetzt schaute Silvi hoch, direkt in meine Augen. „Wirklich?“. „Hätte ich das sonst gesagt?“, lächelte ich sie an. „Und wegen morgen... ja... ich muss zurück nach Finnland... aber wie gesagt... ich bin berühmt... ich kann öfter mal nach Deutschland kommen!“, sagte ich. Silvi lächelte auch. „Dann mach das auch!“, sagte sie und kniff mir leicht in die Seite. Ich nickte. „Ich versprech es dir, okay?“. „Okay!“. „Jetzt lass uns erstmal was essen gehen... ich hab nämlich wirklich n Mordshunger!“, grinste ich und gab Silvi einen Kuss. „Schade eigentlich das wir heute Abend mit den anderen das Ende der Tour feiern müssen! Ich hätte da nämlich bessere Ideen!“, grinste Silvi mich an. „Ach ja?“. „Ja... aber wie gesagt... wir feiern ja mit den anderen...“, sagte sie gespielt traurig und ging einfach los. „Ich mein... wir könnten denen ja auch absagen!“, rief ich ihr hinterher. „Damit sich Ina, Katja und Jul die Birne wegsaufen? Nee nee...“,


36. Katja (Nach dem letzten Konzi im Hotel)

„Verdammt... was zieh ich nur an?“, sprang Jul aufgeregt durchs Zimmer. Seit 10 Minuten rannte sie vom Schrank zum Spiegel und wieder zurück. Ich lag gemütlich auf meinem Bett und beobachte sie dabei. „Katja? Was ziehst du denn an?“, fragte Jul nervös. „Ähm... Meine neue schwarze Hose, mit den Taschen an den Seiten, und n Tanktop, denk ich mal...“, überlegte ich kurz. „Welches Tanktop denn?“. „öhm... das dunkelgrüne... mit dem schwarzen Tribal drauf!“, erklärte ich ihr verwirrt. Jetzt setzte Jul sich seufzend auf ihr Bett welches nur einige Meter vom Schrank entfernt war. „Was zieht Ina an?“, fragte sie dann. „Keine Ahnung... das übliche denk ich mal... schlicht schwarz... was sonst?“, grinste ich. „Das hab ich gehört!“, kam es wütend aus dem Bad. „Ich hab doch aber recht, oder?“, rief ich Richtung Bad. „Ja... leider!“, kam es genervt zurück. Jul guckte wieder seufzend in den Schrank. Ich stand auf und ging zu ihr. „Es wird ja wohl nicht so schwer sein etwas passendes zu finden!“, sagte ich und holte jetzt meine Sachen aus dem Schrank. „Hast du ne Ahnung!“, grummelte Jul. Ich ging zum Bad und klopfte. „Ina? Bist du bald fertig? Wir müssen auch noch ins Bad!“. Und schon ging die Tür auf und eine grinsende Ina kam mir entgegen. „Wir haben nur noch ne halbe Stunde... dann beeilt euch mal!“, grinste sie. „Das sagt die, die bis eben das Bad blockiert hat!“, grinste ich zurück.

Mehr als ne Halbe Stunde später standen wir dann fertig, ja auch Jul hatte noch was zum anziehen gefunden, vor Silvis Tür und klopften. „Ey... Silvi... beeil dich mal... unsere vier Finnen warten sicher schon!“, rief Ina, als Silvi nicht aufmachte. „Gleich man... Ich bin ja gleich fertig!“, hörten wir von drinnen. Ich lehnte mich seufzend an die Wand. „Was machen wir hier eigentlich?“, fragte ich. Ina und Jul schauten mich fragend an. „Na ja... ich mein... Hallo? Wir gehen gleich mit den Rasmussen in irgendeinen Club und machen Party!“, erklärte ich den beiden. Verdammt... nein... nicht schon wieder. Ich machte mir eindeutig zu viele Gedanken über das, was hier so passierte. „Na und? Ist doch cool... Wird bestimmt lustig!“, antwortete Ina immer noch verwirrt. „äh... Ja... sicherlich!“, lächelte ich und gab mir selbst n paar Ohrfeigen. „Nicht so viel denken Katja! Nicht soviel denken! Das ist nicht gut für dich! Nein... das ist gaaaaaaanz schädlich für dich!“, ermahnte ich mich selbst. Plötzlich ging die Tür auf und Silvi kam rausgestürmt. „Wow..!“, entfuhr es uns dreien gleichzeitig als wir Silvi sahen. Silvi grinste nur. „Ich nehm jetzt mal an, dass das Outfit gut ist!“. „Das ist super! Wen willst du damit denn rumkriegen?“, fragte Ina. „öhm... gar keinen... gehen wir?“, lenkte Silvi schnell ab. „Yupp...“, antworteten ich und Jul. Also gingen wir Richtung Fahrstuhl und fuhren dann runter ins Foyer. Dort angekommen standen da auch schon vier gelangweilte Finnen. „Da wohnt man schon im selben Hotel und dann müssen wir trotzdem noch auf euch warten!“, beschwerte sich Pauli lachend, als wir zu ihnen rüber gingen. Als die vier Silvi erblickten, kam auch von ihnen ein allgemeines „Wow“. Aki konnte sich nicht beherrschen und pfiff sogar. „Tze... und zu unseren Outfits sagt ihr nix!“, nörgelte Ina spielerisch rum. Plötzlich hatten wir die Aufmerksamkeit von drei Finnen. „Ihr seht aber gut aus!“ , und „Jaja... fast besser als Silvi!“, sollte uns da wohl entschuldigen.

37. Lauri

Ich schaute zur Uhr im Foyer. Es war jetzt 23.30 Uhr. Genau die Zeit, die wir mit den Mädels ausgemacht hatten. Ich seufzte lautstark und schaute nervös zum Fahrstuhl. Ich wollte endlich Silvi wiedersehen. „Lauri... auch wenn du denn Fahrstuhl noch ewig anstarrst... dadurch kommen sie auch nicht schneller... sind halt Mädels... was will man da erwarten...!“, riss mich ein grinsender Eero aus meinen Gedanken. „Ich starre nicht... ich... äh... gucke mir das Bild neben dem Fahrstuhl nur intensiv an!“, redete ich mich ebenfalls grinsend raus. „O ja. Dieses schwarze Bild mit den roten Punkten ist aber auch sowas von fesselnd!“, gab Aki lachend sein Senf dazu. „Das ist Kunst Kleiner. Davon verstehst du nix!“, winkte Pauli grinsend ab. „Aber du, oder was?“, erwiderte Aki nur und lachte dadurch noch mehr. Nach und nach beruhigten wir uns wieder und ich strengte mich an nicht immer zum Fahrstuhl zu schauen. Nach ner Zeit standen wir dann ziemlich gelangweilt rum. „Ach ne... schaut ma an, wer da „schon“ kommt!“, meinte Eero nach 10 Minuten. Ich drehte mich schnell zum Fahrstuhl und sah wie Katja und Jul ausstiegen. Danach Ina.... und dann Silvi. „Da wohnt man schon im selben Hotel und dann müssen wir trotzdem noch auf euch warten!“, beschwerte sich Pauli lachend. Und ja, ich musste ihm recht geben. „WOW!“, entfuhr es uns Vieren dann gleichzeitig als wir Silvi sahen. Aki pfiff sogar. Arsch. Na ja, was will man von ihm erwarten. „Tze... und zu unseren Outfits sagt ihr nix!“, nörgelte Ina spielerisch rum. Und dann hatten die anderen die volle Aufmerksamkeit von drei Finnen. Nur meine nicht. Ich schenkte meine volle Aufmerksamkeit Silvi. „Sicher das wir mit den anderen mit wollen?“, fragte ich sie grinsend, als sie zu mir kam und begutachtete sie dann noch mal von oben bis unten. „Wieso?“, fragte Silvi verwirrt. „Na ja... bei dem Outfit werden dich sicher ne Menge Typen ansprechen und das will ich nicht!“, erklärte ich ihr und tat so als wäre das mein voller ernst. Silvi grinste jetzt auch. „Jetzt schon eifersüchtig? Mhm... ich sollte dir wohl besser sagen , dass ich nicht auf eifersüchtige Typen stehe!“. „Ich und eifersüchtig? Niemals!“, lachte ich. Jetzt gesellten sich die anderen zu uns, beachteten mich und Silvi aber so gut wie nicht. „Jetzt oder nie!“, sagte ich leise zu Silvi, die das nur mit einem fröhlichen Lächeln bejahte. Also ging ich auf sie zu, schaute ihr kurz in die Augen und küsste sie dann. Neben mir hörte ich nur, wie hier und da „Oh mein Gott!“ oder „Ich glaub’s nicht!“ kam. Ich löste mich von Silvi, stellte mich zur Seite und legte meinen rechten Arm um ihre Hüfte und sie ihren linken um meine. Die linke Hand steckte ich lässig in die Hosentasche. Was für ein Anblick. Bis auf Katja und Jul, starrten uns alle mit offenen Mund an. Aki nahm sogar seine Brille ab, putzte sie an seinem T-Shirt und setzte sie wieder auf. Aber so wie er aussah, konnte er es trotz sauberer Brille immer noch nicht glauben. „Ist was?“, fragte ich so unschuldig ich konnte. „öhm... ne!“, brachte Aki als Erster heraus. Die anderen schüttelten dann alle gleichzeitig den Kopf. Ich schaute jetzt zu Katja und Jul die am Rand standen und das ganze Geschehen mit grinsenden Gesichtern beobachteten. „Wollt ihr uns noch lange anstarren, oder können wir bald mal los?“, meldete sich dann Silvi zu Wort. „Anstarren ist erstmal besser!“, kam es von Pauli. „Macht das noch mal und ich glaub euch!“, meinte Eero. „Ähm okay...“, runzelte ich meine Stirn und drehte mich zu Silvi. Wir küssten uns noch mal- etwas länger als vorher, damit es auch jeder mitbekam- und stellten uns dann wieder in unsere „Ausgangsposition“. „Wie lange schon?“, fragte Ina jetzt. „öhm... seit gestern Nacht!“, antwortete Silvi ihrer Schwester. „Und warum kriegen wir das jetzt erst zu erfahren?“, beschwerte sich Pauli. „Weil gewisse Personen es nicht früher hätten erfahren sollen!“, erklärte ich und grinste dann Aki an. Der verschränkte seine Arme und murmelte „Der da nennt sich mein bester Kumpel!“ in seinen nicht vorhanden Bart. Ina schaute jetzt zu Katja und Jul. „So wie ihr ausseht wusstet ihr davon!“, grummelte sie. „Äh... ja!“, antwortete Katja leise und lächelte schüchtern. „Warum habt ihr nix gesagt?“, fragte Aki eingeschnappt. „Weil wir sie drum gebeten haben!“, mischte ich mich ein. „Können wir jetzt!“, drängelte ich. „Klar...“, lächelte Eero und kam zu uns rüber. „Also ich freu mich für euch!“, schlug er mir auf die Schulter. Mhm... irgendwie klang das jetzt so, als würden wir heiraten oder so. „Äh.... ja... danke!“, brachte ich nur raus und schaute zu den anderen, die sich jetzt auch langsam gefangen hatten. „Dann lasst uns mal gehen...“, meinte jetzt Pauli und grinste mich an. Als er an mir vorbei kam, klopfte er mir noch mal auf die Schulter. „Ey... hallo? Das ist nicht die erste Frau mit der ich zusammen bin!“, beschwerte ich mich kopfschüttelnd. Eero und Pauli lachten. Ha...ha!

38. Katja

„Da hinten wäre gut!“, zeigte Ina auf eine Ecke. Wir waren in irgendeinem Club angekommen und suchten jetzt einen geeigneten Platz, wo nicht jeder gleich The Rasmus erkannte. „Joa... sieht gemütlich aus!“, stellte Pauli fest. „Pauli. Für dich sehen alle Sofas gemütlich aus!“, grinste Eero. „Weil Sofas es nun mal auch an sich haben gemütlich zu sein!“, verteidigte sich dieser. „Lasst uns doch einfach das Sofa dort besetzten und endlich was trinken!“, schlug Aki vor. Also drängten wir uns durch die Menschenmasse. Vorbei an der Tanzfläche und vorbei an der Bar zu „unserem“ Platz. Wie alle schon festgestellt hatten war es ein Ecksofa vor dem ein Tisch stand. Aki und Eero kümmerten sich darum, dass wir noch von irgendwo ein paar Stühle bekamen. Lauri und Silvi setzte sich gleich in die Ecke. Damit, wenn sich noch einige neben sie setzten, man die Beiden nicht sah. Ich seufzte und ließ mich am Ende des Sofas nieder. Pauli füllte den Raum zwischen mir und dem frisch verliebten Paar. Als Aki und Eero mir jeweils einen Stuhl zurück kamen, setzte sich Eero auf die andere Seite des Sofas, daneben Ina. „So... ihr könnt die Drinks holen!“, grinste ich Aki und Jul. „Haha... das hast dir so gedacht! Du kommst schön mit!“, grinste Aki zurück. Ich seufzte wieder und stand auf. Ich schaute nach der Reihe alle auf der Couch an, die dann ihre „Bestellung“ aufgaben. „Bier“. „Ich auch!“. Schön das sich die beiden Finnen so einig waren. „öhm... Smirn-off Ice“. „Ich auch.“. Also auch die beiden Schwestern waren mal einer Meinung. Obwohl ich mich ihrer Meinung auch noch anschließen musste und Jul würde das sicherlich auch noch tun. „Irgendeinen alkoholfreien Cocktail!“, bestellte sich dann Eero. „Also... dann ab zur Bar!“, meinte Jul und wir gingen los. An der Bar angekommen, bestellten wir dann 3 Biere und einen alkoholfreien Cocktail für unsere Finnen und 4 Smirn-off-Ice für uns ‚Deutsche‘. „Öhm... und eine Flache Jägermeister und sieben Gläser bitte! Ach ja... und ein achtes Schnapsglas mit... äh... Kirschsaft, wenn das geht!“, bestellte Aki noch und bezahlte dann auch alles. „Danke schön!“, grinsten Jul und ich. „Ach was... ihr seid den ganzen Abend eingeladen!“, meinte Aki locker und nahm das Tablett mit mit den Getränken drauf. Jul und ich nahmen noch jeweils eine Flasche mit zum Tisch. „Endlich!“, grinste Ina als wir ankamen und schnappte sich gleich eine Flasche. „Stop!“, befahl Aki. „Erstmal wird angestoßen. Zwar nur mit Jägermeister, aber egal!“. Ich setzte mich wieder auf meinen Platz und stellte jedem ein Glas hin. „Hier... für finnische Bassisten gibt’s nur Kirschsaft!“, grinste Aki. „Oh... wie toll!“, ‚freute‘ sich Eero. Aki goss jedem ein und nahm dann sein Glas zur Hand. „öhm... ja... darauf dass diese ‚Blitztour‘ richtig gut verlaufen ist! Und darauf das sich unsere kleinen ‚Nachwuchsrocker‘ wacker geschlagen haben und die Konzis richtig gut gemeistert haben... darauf...“. „Aki ist gut. Wir wissen was du sagen willst!“, unterbrach ihn Lauri. „Öhm... okay... Also... wie sagt man in Deutschland?“, fragte Aki. „Prost!“, antworteten Ina, Silvi, Jul und ich im Chor. „Also: PROST!“, grinste Aki und wir stießen in der Mitte des Tisches alle an. Als dann alle ihr Glas gelehrt hatten, begannen wir erstmal ein allgemeines Gespräch. Über Gott und die Welt. Na ja... Lauri und Silvi hatten mit sich selbst zu tun. Aber egal. War ja auch ohne die beiden ganz lustig. „Und? Was macht ihr jetzt?“, fragte Eero Ina, Jul und mich. „Erstmal wieder zur Schule gehen...“, meinte Jul. „... und uns anhören, wie sehr Silvi doch Lauri vermisst...“, kam es seufzend von Ina. „... und euch vermissen, natürlich!“, grinste ich und beendete so unsere Antwort. Eero grinste. „Na dann. Viel Spaß!“. „Was macht ihr jetzt so? Durch die Welt reisen?“, fragte Jul. „Yupp. Und nebenbei noch an nem neuen Album arbeiten!“, erklärte er. „Wird ja auch Zeit!“, kam es von Ina. „Was soll das denn bitte heißen?“, mischte sich Pauli ein. „Wir warten schon Ewigkeiten auf ein neues Album! Aber die Herren singen ja lieber seit 2 Jahren überall auf der Welt „In The Shadows“ !“, meinte Ina. „öhm... ja!“, sagte Eero nur, perplex darüber das Ina so direkt war. Plötzlich stupste mich jemand von der Seite an. „Kommst du mit Tanzen?“, fragte Pauli grinsend. Erstaunt blickte ich ihn an. „Du tanzt?“, fragte ich Pauli. „Was soll das denn bitte heißen?“, kam es mir eingeschnappt entgegen. „äh nix... hätte nur nicht gedacht das du tanzt!“. „Außerdem will sie auch lieber mit mir tanzen!“, mischte sich Aki grinsend ein und stand auf. „Nicht so schnell, Tiger!“, hielt ich Aki zurück. Tiger? Bitte, was? Hatte ich Fieber? Irgendeine Krankheit, die solche Worte verursachte??? Ha... der Jägermeister wars. Und der Smirn-off. Aki schaute mich jetzt verwundert an. Grinste dann aber mehr als zuvor. „Ja, Hasi? Was hast du noch zu sagen?“. Super. Der Blick von Aki verriet alles. Er amüsierte sich gerade prächtig. Und anscheinend genoss er es, dass ich ihn „Tiger“ genannt hatte. Ina, Eero, Jul und Pauli mussten sich ein lautes Lachen verkneifen. „Erstens: Nenn mich nicht Hasi! Und zweitens: Ich geh jetzt mit Pauli tanzen!“, erteilte ich ihm ne ‚Abfuhr‘ und schaute zu Pauli, der jetzt fröhlich vor sich hin lächelte und dann aufstand. Ach ja. Ich verspürte da noch dieses dringende Gefühl Aki die Zunge raus zustecken. Was ich dann auch tat. „Ey... werd nich frech, Kleine!“, ermahnte Aki mich grinsend. „Komm Pauli. Ich will jetzt tanzen!“, nahm ich Pauli an der Hand und zog ihn zur Tanzfläche. „Was war das denn? Läuft da was zwischen dir und Aki?“, fragte Pauli. Ich blieb stehen. „Nee, wieso?“, fragte ich zurück. „Na so wie ihr euch benehmt, könnte man denken ihr werd in einander verknallt!“, grinste Pauli. „Sind wa aber nicht! Nicht wahr Schatz!“, kam es plötzlich von hinten. Aki stand mit Jul hinter mir. Wie schnell er doch jemand anderes zum Tanzen gefunden hat. „Der Drummer da sagt die Wahrheit!“, seufzte ich und schaute Aki böse an. „Jul? Willst du wirklich mit ihm tanzen?“, fragte ich bemitleidend. „Nee... eigentlich nicht... aber sonst wollte ja keiner!“, grinste diese auf Deutsch. „Was? Manno... ihr sollt doch kein Deutsch sprechen!“, nörgelte Aki. „Ich denk du kannst es ein bisschen!“, grinste ich ihn an. Dann nahm ich Paulis Hand und zog ihn endlich zur Tanzfläche. Bevor Aki noch auf die Idee kam, uns daran zu hindern.

39. Lauri

„WETTSAUFEN!!!“, schrie Aki als er mit 7 Bier zurück an den Tisch kam. „Vergiss es!“, meinte Ina. „Nö...“, grinste Aki und stellte jedem, bis auf Eero ne Flache hin. „Wir sind jetzt schon zwei Stunden hier und haben noch kein Wettsaufen gemacht!“, erklärte er dann. „Oh... klar, dass du jetzt darunter leidest!“, grinste ich, löste mich von Silvi und schnappte mir ein Bier. Silvi tat es mir gleich. „Eero. Du bist Schiedsrichter und bestimmst die Regeln!“, legte Pauli einfach fest. Eero nickte. „Okay... der Sieger darf sich ne Strafe für den Verlierer ausdenken... sollte aber nicht ganz so hart sein... und für den Zweiten und den Vorletzten denk ich mir ne Strafe... äh... Aufgabe aus!“, grinste Eero. Wow... was für ein motivierender Gewinn! Na ja... Hauptsache Spaß!!! Also schnappten sich der Rest auch ne Flasche. „Auf die Plätze fertig... ah wartet mal... ich glaub ich muss vorher noch aufs Klo!“. „Das ist nicht dein Ernst!?!“, schaute ich Eero entgeistert an. „Nö!“, grinste dieser fies. „Also auf die Plätze fertig.......... LOS!!!“. Ich setzte an und trank und trank und trank.................. „FERTIG!“, schmetterte ich die Flasche auf den Tisch. Wow. Ich war Erster. „Ich auch!“, meldete sich Aki als zweiter. „Gleichfalls!“, sicherte sich Silvi dann den dritten Platz. „Vierter!“, grinste Ina. „Fünfter!“, fraute sich Pauli. „Fertig!“, meldete sich Jul und kaum ne Zehntel Sekunde später, Katja. „Verdammt! Letzter!“, fluchte Katja. Hehe... Also Strafe. Was nehm ich da nur? Mhm... „Okay... Lauri als Sieger darf Katja ne Strafe aufbrummen!“, erklärte Eero noch mal. „Ich weiß!“, grinste ich Katja fies an, die unsicher zurück schaute. „Hehe... und für Aki und Jul gibt’s noch ne besondere Strafe... äh... Aufgabe, mein ich!“, lachte Eero, stand auf und ging in Richtung Bar. „Katja?“, grinste ich jetzt. „Ja... los... sag schon!“, seufzte sie. „Och... eigentlich ist das gar nicht so fies! Aber egal...“, fing ich an. „Lauri!“, drängelte sie. Ich räusperte mich. „öhm... joa... sagen wir es so... du darfst den ganzen Abend nur noch Wasser trinken! Hältst du dich nicht daran, bezahlst du den ganzen Abend hier!“, grinste ich fies. „Bitte was?“, fragte sie nach. Sie hoffte anscheinend sich verhört zu haben. „Heute Abend nur noch Wasser, sonst darfst du den ganzen Abend hier finanzieren!“, erklärte ich ihr nochmals grinsend. „Wie fies!“, schmollte Katja und ließ sich noch weiter ins Sofa sinken. „Och... wird schon!“, meinte Ina locker. „Na dann...“, fing ich an und schüttete mir einen Wodka ein. „...PROST!“. Ich zeigte das Glas zu Katja und trank es dann sichtbar genüsslich aus. Mein ‚Opfer‘ warf mir einen böses Blick zu. „Ha... ha!“. Ich lehnte mich jetzt zurück in die Couch und schaute wieder zu Silvi, die mich glücklich anlächelte. Ich gab ihr einen flüchtigen Kuss. „Sag mal... quälst du deine Freundinnen immer mit diesen kurzen Küssen?“, fragte Silvi grinsend. „Nee... nur dich...“, grinste ich zurück. Silvi kam näher. „Dann...“, begann sie zu sprechen. „...hau ich jetzt ab und du überlegst was du falsch gemacht hast!“, grinste sie mich fies an und sprang auf. Ich sprang mit auf. „Hey... ähm...“, begann ich. „Ja? Sprech dich aus!“. „Du bist gemein!“, führte ich mich wie ein Kleinkind auf -mit allem drum und dran. Schmollen, Arme verschränken etc.- und ließ mich zurück auf die Couch fallen. Silvi ging jetzt wirklich. „Äh... Silvi?“. „Denk über deine Fehler nach!“, befahl sie mir grinsend und verschwand in der Menge. „Tja... So schnell kann’s gehen!“, meinte Jul. „Besser gesagt vergehen!“, stieg Eero mit ein, der gerade von der Bar wieder kam und 4 Cocktails in der Hand hatte. „Nicht so hastig Eero! Einer hätt’s doch auch erstmal getan, oder?“, grinste Ina ihn an. „Nee! Ich brauch immer vier auf einmal! Vor allem mit Alk drin!... Mensch das ist für die Stra.... äh... Aufgabe!“, erklärte er. Ich seufzte und stütze meine Arme auf die Knie und darauf meinen Kopf. Wo war Silvi hin? War sie gegangen? „So... Jul und Aki... Egal was ihr bisher getrunken habt und egal ob ihr schon auf Klo wart oder nicht! Ihr beide trinkt jetzt jeder zwei Cocktails! Wer danach als erstes auf Klo muss hat verloren! Und der bekommt dann seine gerechte Strafe!“, grinste Eero fies. „Die da wäre?“, fragte Jul. „Sag ich noch nicht!“. Eero hatte irgendwas geplant... und ich hoffte das Aki verlor. Aki und Jul nahmen sich jeder zwei Cocktails und begannen zu trinken. „Ich hol mir dann jetzt ein leckeres WASSER!“, sagte Katja voller ‚Freude‘ und schleppte sich zur Bar. „Kann mal jemand mitgehen? Nicht das sie sich an der Bar Alkohol reinpfeift!“, misstraute ich Katja und schaute dabei ziemlich genau Pauli an. Ina, Aki oder Jul hätten es ja aus Freundschaft erlauben können. Eero aus Mitleid. „Okay okay... ich geh ja schon!“, seufzte Pauli und folgte Katja. Und wo zum Teufel war Silvi nun eigentlich?

40. Katja

„Ein stilles Wasser, bitte!“, schrie ich dem Barkeeper entgegen. Hier war’s echt ziemlich laut. Der Typ grinste mich an. „Mit was denn?“. „Äh... mit Strohhalm?“, fragte ich verwirrt. Der Barkeeper lachte. „Ich meinte, was in dem stillen Wasser noch an Alk drin sein soll! Oder besser gesagt... was soll ich mit dem stillen Wasser verdünnen?“. Ich schaute gen Himmel. Gott. Warum hast du diese selten dumme Strafe zu gelassen? Gott. Warum hast du diesen selten dummen Menschen vor mir, nen Job hinter der Bar gegeben? Ich räusperte mich. „Ein stilles Wasser, bitte!“, wiederholte ich einfach meine Forderung. Der Typ schaute mich immer noch ungläubig an. Ich atmete hörbar laut aus. „Wenn du heut zum Scherzen aufgelegt bist... dann tu das bitte bei anderen... Ich will jetzt mein Wasser!!!“, meinte ich nachdrücklich. „Ohhh... dein Wasser? Scheint wohl dein neues Lieblingsgetränk zu sein!“, machte mich jemand von der Seite an. Pauli. Mhm... vielleicht konnte er mir ja zu einem stink normalen Wasser verhelfen. „Paulilein... Sag dem Typen hinter der Bar, dass er mir ein Wasser geben soll!“, sagte ich eingeschnappt und tat so als könne nur er mir helfen. Und „Oh Wunder“ stand plötzlich ein stilles Wasser vor meiner Nase. „Danke! Minderjährigen Alk verkaufen und bei nem Stillen Wasser rum murksen!“, zischte ich und nahm das Glas. Ich hakte mich Pauli ein und ging mit ihm und „meinem Wasser“ zum Tisch zurück. „Paulilein?“. „Hey... ich hab jetzt wenigstens was zu trinken! Und irgendwas war wohl im Jägermeister! Jedenfalls red ich heute alle mit irgendwelchen blöden Namen an!“, grinste ich. Als wir dann am Tisch ankamen, sah ich wie Lauri immer noch wie blöd da saß und auf in die Menschenmenge starrte. „Mein Gott! Sie wird schon wieder kommen!“, meinte ich zu Lauri. Mhm... wie oft habe ich jetzt in den letzten 5 Minuten das Wort „Gott“ genutzt? Langsam zweifelte ich echt an mir. War ja heute richtig schlimm mit mir. Lauri guckte mich böse an. „Zeig mal dein Wasser!“, befahl er mir. Ich reichte es ihm hin. Er roch an dem Wasser und gab es mir wieder zurück. „Scheinst wohl nich soviel Geld zuhaben!“, grinste er leicht. Ja... bei sowas kannste grinsen. Ich trank jetzt erstmal einen großen Schluck. Dann fiel mir die Wette von Aki und Jul wieder ein. Ich schaute zu den beiden rüber. Sie hatten beide schon die Cocktails leer gemacht und unterhielten sich gerade. Mein Blick wanderte weiter zu Ina. Die sich gerade angeregt mit Eero unterhielt. Über Basssaiten wie ich raus hörte. Wow, was für ein Thema! Egal. Ich lehnte mich zurück und hörte der Musik zu. Okay Musik war übertrieben. Sie spielten gerade irgend so ein Pop-Scheiß. Mhm... Apropos Musik. Wir hatten ja ein paar Stars am Tisch zu sitzen. Wie reagierte eigentlich die Umwelt darauf? Ich schaute mich um. Mhm... Viele beachteten uns gar nicht. Ha... erwischt. Zwei Mädels in meinem Alter schauten neidisch zu uns herüber. Tja... ich hab was, was ihr nicht habt!........................... Wasser! Argh... Nein! Ich war heut wirklich voll neben der Spur. Ich lachte. Und wieder ein Stups von der Seite. „Was lachst du so?“, fragte Pauli. „Da drüben sitzen zwei Mädels und schauen neidisch rüber!“, erklärte ich ihm. „Und deswegen lachst du?“. „Hey. Darf man hier nicht mal mehr lachen?“, beschwerte ich mich. „Doch, doch!“. „Na siehste!“. Dann legte Pauli einen Arm um mich. „Magst du dich an mich kuscheln?“, fragte er lächelnd. „Joa... Aki hat ja gerade keine Zeit!“, grinste ich und kuschelte mich wirklich an Pauli. „Du bist gemütlich!“, lachte ich. „Danke... sowas hört man(n) selten!“, sagte er verwirrt. „Nee... wirklich! Deine Freundin kann sich glücklich schätzen sonen gemütlichen Typen zu haben!“, versuchte ich ernsthaft zu erklären. „Ah ja... Sag ich ihr!“, lachte sich Pauli halb tot. „Tu das... aber nicht das.....“. Ich wurde durch einen aufspringenden Lauri unterbrochen. „Silvi!!!“, freute sich dieser einen Ast ab und wollte sie umarmen. Doch Silvi stoppte Lauri. „Na? Haben wir unsere Fehler denn überdacht?“, fragte sie Lauri als würde sie mit einem Kleinkind sprechen. Okay... manchmal benahm sich Lauri echt wie son Kleinkind. Lauri grinste, nahm Silvis Gesicht in seine Hände und zog sie sanft zu sich heran. Dann folgte ein sehr sehr langer Kuss. Ich schaute an die Decke. „Sag Bescheid, wen se blau anlaufen, weil se keine Luft mehr kriegen!“, beauftragte ich Pauli. „Geht nicht! Ich beobachte gerade Aki, wie dieser zwanghaft versucht nicht aufs Klo zu müssen.“. Ich schaute zu Aki und Jul. Jul saß lässig rum und amüsierte sich über Aki der gerade verzweifelt versuchte eine geeignete Sitzposition zu finden, um sein „Bedürfnis“ etwas aufhalten. „Gib auf!“, meinte ich zu ihm. „Niemals... du kennst Eeros Strafen nicht!“, quälte sich Aki. „Dann wird’s Zeit, dass ich sie kennen lerne!“. Aki schaute mich gespielt enttäuscht an. „Ich dachte wir Drummer müssen zusammenhalten!?!“. „Aber nicht, wenn sich der Bassist ne Strafe für den Drummer ausgedacht hat!“, erklärte ich grinsend. „Boah ey... bring mich jetzt noch zum Lachen! ... wie nett du heute wieder bist!................................ okay okay................. ich geb auf................ verdammt!“. Aki stand auf. „Was hast du gesagt Aki?“, grinste Eero und deutete das Aki lauter sprechen sollte. „ICH GEBE AUF!“, schrie er fast und rannte dann Richtung Klo. „Zum Glück... ich kann nämlich auch nicht mehr!“, grinste Jul und folgte Aki. „Da wird sich aber jemand ärgern!“, stellte Ina lachend fest. „Ähm... Katja? Was machst du denn da mit Pauli?“. „öhm... kuscheln... glaub ich... Gott, fällt dir das jetzt erst auf?“. „Joa!“. Ich kuschelte mich jetzt noch mehr an Pauli. Hey... ich brauch halt auch mal meine Streicheleinheiten! Und Aki hatte ja gerade besseres zu tun. Ich gähnte und schloss dann die Augen. Irgendwie war ich ziemlich müde. Okay, die letzten Tage waren auch sehr anstrengend. Ich merkte, wie Pauli sich so vorsichtig wie möglich nach vorne beugte und sich einen Wodka eingoss, denn er dann auch gleich auf EX leerte. „Wo warst du eigentlich?“, hörte ich Lauri fragen. Ich schätze mal, dass die Frage an Silvi ging. „Erst auf Klo und dann stand ich die ganze Zeit an der Bar und hab dich beobachtet!“. „Na toll!“.... „Muahahahah.... Katja schläft!“, rief Ina fast durch den ganzen Club. „Och wie süß.... Pauli und Katja!“, kam es von Silvi. „Wenn das deine Freundin hört!“, unterrichtete Lauri Pauli. Ich konnte sein Grinsen förmlich hören. „Jetzt lasst sie doch!“, setzte sich Pauli für mich ein. „Na... jetzt lasst mich doch!“, lachte ich und öffnete wieder meine Augen. Irgendwie starrten mich alle an. „öhm... ist was?“, fragte ich unschuldig. „Nö nö!“, schüttelten alle den Kopf. Ich seufzte und setzte mich wieder ordentlich hin. Weg von meinem „gemütlichen“ Pauli. „Ha... da ist Aki!“, freute sich Eero und sprang sofort auf. Er rannte zu Aki, legte einen Arm um ihn und führte ihn sofort weg. Ich schätzte mal, wegen seiner Strafe. Und kaum ne Minute später, wurde die Musik unterbrochen und der DJ meldete sich zur Wort. „Ich muss gerad mal was wichtiges loswerden.... Erstmal soll ich sagen, dass alle Personen vom Tisch dort in der Ecke vor die kleine Karaoke-Bühne dahinten gehen sollen... ähm... ja... keine Angst da setzt sich in der Zeit kein anderer hin, das versprech ich euch...!“, grinste der DJ uns an. Also standen wir alle auf und begaben uns durch die Menge zur kleinen Karaoke-Bühne und mir schimmerte es langsam weswegen wir dorthin gehen sollten. Angekommen waren wir natürlich nicht die ersten, denn irgendwie waren alle ziemlich neugierig geworden und hatten sich dann auch dorthin begeben. „Wie peinlich...“, jammerte Ina. „Wieso ist dir das peinlich?“, fragte ich verwirrt. „Die gucken uns alle an!“, grummelte sie. „Aha!“. „So... jetzt hat sich da ja fast der halbe Club versammelt! Also... Zur Erklärung: Heute ist ja eigentlich keine Karaoke-Night, aber auf Wunsch eines einzelnen Herren, machen wir es doch! Also hier ist... äh... ein Typ... der n Lied performt!“, grinste der DJ immer noch. Und siehe da... wer kam da auf die Bühne geschlurft? Aki Hakala! Irgendwie sah er nicht gerade fröhlich aus. Glich irgendwie einem begossenem Pudel. Er nahm das Mikro und tippte drauf. Sah irgendie so aus als hätte er sowas noch nie gesehen. „Als Musiker müsste er doch eigentlich wissen, was das ist!“, lachte Lauri. „Du bist der Sänger. Nicht er!“, erinnerte ihn Silvi an seinen Job. Aki räusperte sich. „ähm... ja... erstmal danke an alle die Eero als Schiedsrichter beim Wett-Trinken vorgeschlagen haben!“. Aki guckte Pauli seeeeehr böse an. Dann schaute er zu Jul. „...und an alle die die letzte Wette gewonnen haben...“. Dann schaute er zu mir. „ach ja... danke auch an diejenigen die mich zum aufgeben gebracht haben!“. Ich lächelte ihn an und hob den Daumen hoch. „Kein Problem!“, rief ich dann noch in Richtung Bühne. Allgemeines Lachen. Eero drängelte sich zu uns durch. „Hey...“. „Was fürn Lied muss er singen?“, fragte Jul. „öhm... irgendein ein Lied von sonem Alexander...“. „Ihhhhhh!“, entfuhr es Silvi, Ina, Jul und mir gleichzeitig. Und schon erklangen die ersten Töne. „Verdammt... ich kenn das Lied doch gar nicht!“, schaute Aki Eero bittend an. Eero zuckte nur mit den Schultern. „Lalalalala“, begann Aki, weil er seinen ersten Einsatz verpasst hatte. „Woke up this Morning, Another brand lalalala, Felt so alive, I Jumped with every beat of my heart... la... la... gott was fürn Scheiß! Sowas hört ihr in Deutschland?“, grummelte Aki. Ich musste Lachen. Aki stellte sich selten doof an. Die Menge schien sich aber zu amüsieren. „I´ll be your Sunshine after the rain! When the sky.......... la... lalalala la... Sunshine after the rain... Hey mit Alk im Blut ist das Lied echt nicht so leicht!“, fing Aki auch langsam an zu grinsen. Ich bekam Gänsehaut, so schrecklich fand ich dieses Lied. Und dann noch Aki. Hilfe. Ahhhhh... Aki sang total schräg. Er sah aus wie son Vollidiot, zwar wie ein niedlicher Vollidiot, aber egal. Pauli konnte sich jetzt kaum noch halten vor lachen. Lauri und Silvi jubelten Aki mächtig zu. Eero stand einfach nur da und grinste vor sich hin. Ina und Jul mussten sich gegenseitig schon stützen vor Lachen...... und ich drehte anscheinend gerade vollig durch. Denn ich drängte mich durch die Menge, vor zur Bühne. Irgendwie tat mir Aki jetzt voll Leid und deswegen hatte ich einen Entschluss gefasst. „Drummer müssen zusammenhalten!“, murmelte ich und kletterte mühsam die Bühne rauf. Ich hörte wie das Publikum jubelte. Ha. Ihr habt mich noch nicht singen hören. „We know each other...“, Aki stoppte als er sah, dass ich auf der Bühne stand. „Hi...“, grinste ich ihn an und schnappte mir das zweite Mikro. „Nur mal so: ICH HASSE ALEXANDER und mache das nur wegen dem Finnen neben mir!“, sagte ich ins Mikro und schaute dann auf den Monitor vor mir. „I´ll be your Sunshine after the rain! When the sky is turning grey, You know that I´m never far away...“, grölte ich ins Mikro. Argh... Was tat ich hier? Ich klang sicher noch schlimmer als Aki. Gott... ich hatte wohl doch schon etwas zu viel Alk zu mir genommen. Oja... das hatte ich. „Also Refrain zu Ende singen und dann... Fuck, da kommt ja doch noch was...“, dachte ich mir. Also die Menge noch mit der dritten Strophe quälen und dann wieder der Refrain..... Aber die Musik wurde ausgestellt. Ich schaute zum DJ, der sich jetzt kringelte lachen. „Sorry ihr beiden! Ich will nicht fies sein, aber ihr beide seit wirklich... nun ja... Talent frei, wie es der Produzent dieses... ähm... Künstlers sagen würde!“. „Danke!“, grinste ich trotz dieses „Kompliments“ hoch. Aki kam jetzt auf mich zu. „Was war das denn fürne Aktion?“, fragte er lächelnd. „Tja.... ich denk wir Drummer müssen zusammenhalten!“. Aki umarmte mich kräftig. „Das war echt cool von dir!“. „Tja...“, meinte ich nur dazu und wischte mir den „Dank“ von den Schultern. Hey... ein „Danke“ hatte ich noch gar nicht gehört. Egal. Wir legten beide die Mikros hin und gingen von der Bühne. Unten angekommen, warteten schon unsere neuen „Fans“. „Katja du bist echt krank!“, lachte Ina. „Ihr solltet auf keinen Fall ein Duett aufnehmen!“, wischte sich Lauri die Tränen aus den Augen. „Ein Glück hab ich nicht verloren!“, trocknete sich Jul ihren imaginären Schweiß ab. Aki grinste alle nur fröhlich an. „Ich fand Katja und mich gar nicht so schlecht!“. Allgemeines In-Tränen-ausbrechen-vor-lachen. „Lasst nie Drummer ans Mikro!“, lachte Silvi. „Tja... das haste Eero zu verdanken...... und dem Alk!“, grinste ich immer noch fröhlich. Aki legte einen Arm um mich. „Komm. Die haben ja eh keine Ahnung von guter Musik!“, grinste er mich an und führte mich zu unseren Platz. Hinter uns.... allgemeines-totlachen.

41. Lauri

Ich schaute auf die Uhr. „3.46Uhr!!!!“, stellte ich entsetzt fest. Ich schaute zu Silvi, die sich gerade mit Eero und Aki unterhielt. Heute war unser letzter Abend bzw. Morgen! Ich hatte mir da teilweise echt noch was anderes, außer Party, vor gestellt! „Hey!“, setzten sich Pauli und Ina neben mich. „Hey!“, lächelte ich die beiden an. „Alles klar bei dir?“, fragte Pauli. „Ja, klar!“. Ich schaute die beiden an. Sie schauten nur zurück. Also kein Gespräch. Okay, halt nicht! Ich streckte mich. „Silvi?“, fragte ich vorsichtig. Sie drehte sich zu mir um. „Ja?“. „öhm... wollt nur sagen, dass... ach egal...“, unterbrach ich mich. Anscheinend hatte sie gerade Spaß und das wollte ich ihr nicht vermiesen, nur weil ich keinen Bock mehr hatte. Ich schaute durch den Club. Hier und da sah ich wie einige zu uns rüber schauten. Manche eher zufällig, manche, weil sie uns erkannt hatten. „Wo sind Katja und Jul?“; fragte ich. „Weiß nicht!“, zuckte Ina mit den Schultern. „Aha!“. Ich seufzte. Bisher war der Abend ja ganz lustig. Vor allem weil die Mädels dabei waren. Aber jetzt... die Stimmung war nicht mehr die Beste. Ich schaute wieder zu Silvi, die gerade aufstand und zu mir rüber kam. „Wollen wir gehen?“, fragte sie grinsend. „Och nö! Ich unterhalte mich gerad so schön!“, winkte ich sarkastisch ab. Silvi lachte. „Okay... dann unterhalte dich mal weiter mit deiner Bierflasche!“. „Na gut, jetzt darfst du wirklich warten...“. Sie setzte sich neben mich, seufzte laut und begann auf mit ihren Fingern auf meinem Oberschenkel rum zu piksen. „öhm... was tust du da?“, fragte ich leicht verwundert. „Dich solange nerven bist du mit mir gehst!“, lachte sie. „Tu ich das denn nicht schon?“, grinste ich. „Stimmt. Na gut. Sag ich’s halt anders: Ich nerve dich, damit du mit mir LOS gehst!“. „Wow. Wie schnell das doch wirkt! Ich verspüre gerade das dringende Gefühl aufzustehen und zu gehen!“, grinste ich und nahm ihre Hand. Ich stand auf und zog Silvi gleich mit hoch. „Halt!!!“, rief Aki zu uns rüber. „Wollt ihr schon gehen?“. „Öhm... ne... wir gehen tanzen!“, redete ich mich raus. Aki nickte nur und setzte sich wieder hin. Silvi und ich verließen unseren Tisch und gingen Richtung Ausgang. „Warum hast du ihm nicht gesagt, dass wir gehen?“. Ich seufzte. „Du kennst Aki nicht! Wenn er gewusst hätte das wir gehen, hätte er uns noch n Drink aufgequatscht und dann noch einen und noch einen....“. „Achso... mhm... das er dir das geglaubt hat... ich mein, wir haben unsere ganzen Sachen dabei!“, lachte Silvi. „Tja... das ist halt Aki, wenn er getrunken hat.“, erklärte ich ebenfalls lachend. Wir verließen den Club. Draußen angekommen kam uns kühle, frische Luft entgegen. Wir blieben vor dem Club stehen. Es war ziemlich angenehm. Ich zündete mir trotzdem ne Zigarette an. Keine Ahnung warum. Ich brauchte einfach eine. Ich atmete den Rauch tief ein und schaute dann Silvi an. „Zu dir oder zu mir?“, fragte ich Machomäßig. Silvi musste wieder lachen. „Zu mir! Ich hab kein Bock, dass Aki auf einmal im Zimmer steht!“. „Hast recht! Dann lass uns mal GEHEN!“, grinste ich und zeigte auf die Taxis die vor dem Club standen und warteten.

„Aua! Das war mein Fuß!“, jammerte ich als Silvi direkt drauf getreten war. „Habt dich nicht so!“, befahl sie mir. „Bitte! „Der Flur ist drei Meter breit und du trittst mir trotzdem auf die Füße!“, meckerte ich rum. „Der Flur könnte 10 Meter breit sein und ich würde da noch drauf latschen. Gott... Lauri... find dich damit ab, dass ich nicht soviel Alk ab kann, wie du!“. „Dafür biste heute aber noch ganz gut drauf!“. „Ich weiß!“. Wir kamen vor Silvis Zimmer an und blieben stehen. Ich lehnte mich mit der Schulter neben die Tür und schaute Silvi dabei zu, wie sie aufschloss. „Wann geht euer Flugzeug?“, fragte sie plötzlich. „Irgendwann heute Nachmittag!“, sagte ich leise und starrte zu Boden. Silvi packte mich am T-Shirt und zog mich in ihr Zimmer. Ich schaute sie an. „Na dann... sollten wir wohl die letzte Zeit genießen!“, meinte sie leise. Ich versuchte zu lächeln. „Ja!“. Ich wollte die Stimmung jetzt nicht durch ein Heute-muss-ich-weg-Gespräch zerstören. Silvi begann mich zu küssen. Sie legte ihre Arme um meine Hüften und ging langsam rückwärts. „Ich hoffe du bist noch nicht müde!“, unterbrach sie kurz und grinste mich an. „Wie könnte ich?“, grinste ich zurück. Sie fing wieder an mich zu küssen. Wir gingen immer weiter ins Zimmer rein. „Autsch!“, unterbrach Silvi wieder. Ich schaute an ihr vorbei. Sie war voll gegen das Bett gerannt. Ich musste lachen. „Gerechte Strafe für das Füße-Trampeln!“. „Ja ja... sei besser ruhig!“, grinste sie und ging hinter mich. Ich drehte mich mit. „Ich kann ja auch gehen!“, tat ich gespielt beleidigt. „Tu das!“, grinste sie und stieß mich aufs Bett. „Aber erst heute Nachmittag!“, kam es noch leise von ihr, bevor sie zu mir aufs Bett kletterte.
(Ich hoffe den Rest könnt ihr euch jetzt denken!)


42. Katja

Gelangweilt spielte ich mit meinem Glas rum. Der Typ hinter der Bar grinste mich mal wieder komisch an. Und nur weil ich jetzt schon das dritte Wasser bestellt hatte. „Was bitte ist so schlimm daran, wenn man Wasser trinkt?“, fragte ich ihn genervt. „Nix. Kommt nur selten vor! Eigentlich nie!“, grinste er. Haha. „Joa... allso nee... ick komm nich von hier!“, hörte ich neben mir lallen. Seufzend drehte ich mich zur Seite und beobachtete Jul. Ah. Jetzt wusste ich auch wieder warum ich hier so gelangweilt rum saß und mir grinsende Barkeeper antat. Jul und ich wollten uns eigentlich nur was zu Trinken holen, als sie die beiden Typen angesprochen haben. Jul, kontaktfreudig wie sie war, setzte sich gleich zu ihnen und hatte sich einen Drink nach dem anderen rein geholfen. Ich saß nur hier, weil ich den Typen nicht vertraute. Außerdem würde Jul in dem Zustand eh nicht mehr zurück zum Tisch finden. „Jul! Wollen wir wieder zu den anderen?“, fragte ich lustlos. „Kannst ja ge-hen! Ich... äh... bleib!“, lallte sie mir fröhlich entgegen. Ich drehte mich seufzend zur Bar, trank mein Wasser aus und bestellte mir sofort ein neues. Ich hörte, wie die beiden Typen laut lachten. Argh. Die waren so dermaßen scheiße drauf. Wäre Jul nicht so angeheitert, hätte sie die Typen im hohen Bogen abserviert. „Hast du eigentlich einen Freund!“, fragte der eine. Seine Stimme klang verdammt nach einer Anspielung. Dann bekam ich ein neues Wasser von einem grinsenden Barkeeper. Ich setzte gerade zum Trinken an, als Jul die Frage mit „Nee!“ beantwortete. Ich prustete los und verschluckte mich mal wieder. Gott. Warum musste ich eigentlich immer trinken, wenn andere irgendein Scheiß machten? Ich sollte mit nem Schild rum rennen: „Keine blöden Aktionen, wenn ich trinke!!!“. Jul drehte sich verwirrt zu mir um. „Und wer bitte ist Mark?“, fragte ich sie hustend. Die Typen schauten uns blöd an. „Mark? Ups... hehe... joa, ick habe n Freund!“, lachte sie jetzt. „Am besten ich frag Lauri mal, ob du bei meiner Wasseraktion mit machen darfst!“, murmelte ich leise und stand auf. „Dann musste dich beeilen!“, meinte Jul gelassen. „Hä?“, fragte ich entnervt. „Der... puh... geht gerad mit Silvi!“, grinste sie dann wieder. Ich drehte mich um und sah, wie Silvi und Lauri klammheimlich den Club verließen. „Na toll! Wähhh... ich will zu Ina!“, verzweifelte ich und vergrub das Gesicht in meinen Händen. Jul haute mir auf die Schulter. „Katja. Dir fehlt der Alk!“. „Oh... ich glaub auch! Und dir fällt unser Sofa! Jetzt komm endlich!“, drängelte ich Jul. Sie stand auf und kam zu mir...ähm... sie versuchte es zumindest. Sie stolperte direkt in meine Arme. „Hehe!“, kam es nur von ihr. „Hehe!“, lächelte ich sie übertrieben verständnisvoll an. Ich stützte sie und dann gingen wir zurück in unsere Ecke. „Da seid ihr ja!“, freute sich Ina, die da mit drei Rasmussen alleine saß. „ICH bin da! Jul ist seid geraumer Zeit in der Welt der Besoffenen!“, rollte ich mit den Augen. Ina grinste. „Wo wart ihr... äh wo warst du solange?“. „An der Bar! Jul musste ja unbedingt mit zwei Typen quatschen und saufen!“. „Habt ihr Silvi und Lauri auf der Tanzfläche gesehen?“, fragte Aki. „Hä? Wieso Tanzfläche? Die sind doch losgegangen!“, „Was für ein Arsch!“, ärgerte sich Aki. „Deswegen haben die die ganzen Sachen mitgenommen!“. „Auch schon mitbekommen?“, fragte Eero lachend. Ina und Pauli lachten sich auch gerade schlapp. Ich setzte Jul erstmal auf das Sofa und setzte mich dann verkehrt herum auf einen Stuhl und legte meine Arme auf die Lehne. „Dann könnte ich ja jetzt eigentlich wieder trinken, oder?“, grinste ich. „Nee nee... Eero als Schiedsrichter ist ja noch anwesend!“, ließ Pauli meine Hoffnung, wie eine Seifenblase zerplatzen. „Was machen wir jetzt noch?“, fragte Ina und schaute in die Runde. „Es ist kurz nach vier! Vielleicht sollten wir auch gehen. Irgendwie ist die Luft raus!“, meinte Aki. Allgemeines nicken und aufstehen. „Nee, ich bleib noch!“, meinte Jul ernst und blieb sitzen. „Vergiss es! Du weißt ja nicht mal mehr ansatzweise wo wir sind!“, lachte Ina. „Doch... wia sin in... Hamburch!“. „Der Kandidat bekommt MINUS hundert Punkte! Wir sind in München!“.

„Fuck!“, fluchte Aki im Foyer. „Was ist denn?“, fragte ich. „Weiß jemand wo Silvi und Lauri genau sind?“. „Wir hoffen mal, dass sie auch hier sind!“, sagte Pauli. „Ich meinte im welchen Zimmer!“. „Aki! Sie werden schon in Silvis Zimmer sein!“, versuchte Eero ihn zu beruhigen. „Und was wenn nicht? Ich hab kein Bock, irgendwo rein zu platzen! Kann ich bei euch pennen?“, fragte er hoffnungsvoll. „Also bei uns nicht! Mit drei ist das echt schon ziemlich eng!“, wimmelte Ina ihn ab. „Bei uns auch nicht! Man geh doch einfach schauen! Ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass sie bei Silvi sind!“, meinte Eero leicht genervt. Aki nickte und wir gingen dann zum Fahrstuhl. Wir hatten Glück. Denn der Fahrstuhl war gerade unten. Also stiegen wir schnell ein. „Welche Etagen?“, fragte Pauli. „Dritte!“, lallte Jul. „Vierte! Wie ihr!“, seufzte Aki. Er drehte sich zu mir um. „Ina hat doch gerade gesagt bei euch ist wenig Platz!“. „Da haste aber fein zugehört!“, grinste ich. „Willste bei mir pennen?“. OH MEIN GOTT! Ich glaub mein Blick sprach mal wieder Bände. „Mensch Katja. Ich hab nur kein Bock alleine zu pennen! Ich weiß auch noch nicht, ob ich überhaupt schon pennen will!“. Ina stupste mich von hinten an. „Ich überlegs mir, okay? Ich muss dann eh schnell meine Sachen holen!“, sagte ich unsicher. Und dann waren wir „leider“ im dritten Stock und mussten aussteigen. „Zimmer 86“, rief Aki mir noch hinterher. Ich guckte zu Ina, die nur pfeifend, mit Jul am Arm, in Richtung Zimmer ging. „Es war sein Vorschlag!“, regte ich mich auf. „Deswegen ja! Mensch du sollst da nur schlafen! Dann mach das auch! Zu dritt ist das hier nämlich wirklich voll eng!“, redete Ina auf mich ein. Sie schloss die Tür auf und Jul stolperte in unser Zimmer. „Und Jul?“, fragte ich. „Bekommt das Bett was am dichtesten am Klo ist!“, grinste sie. „Überredet!“, grinste ich zurück, stürmte in das Zimmer und holte mir schnell ein paar frische Klamotten, Zahnputzzeug und mein Schlaf-Tshirt raus. „Ich hau dann mal ab!“, winkte ich Ina schnell als ich an ihr vorbei in Richtung Tür stürmte. „Viel Spaß!“, rief sie noch hinterher.

43. Lauri (nächster bzw. gleicher Morgen *ggg*)

Ich öffnete meine Augen. Sofort ging mein Blick auf die andere Seite des Bettes, um zu überprüfen ob Silvi noch da war. Denn sie hatte sich diesmal nicht an mich gekuschelt. Aber sie war noch da. Eingekuschelt in eine Decke. Ich lächelte und richtete mich auf. Wenn ich sie jetzt beobachtet hätte, wäre sie bestimmt aufgewacht und das wollte ich nicht. Ich stand auf und zog mir nur schnell meine Hose an. Dann wühlte ich in meiner Jacke nach meinen Kippen, fand sie aber nicht. Ich schaute mich um. Und siehe da, lagen dort auf dem Boden doch tatsächlich meine Kippen. Ich schnappte mir schnell die Packung und ging leise auf den Balkon. Es war wieder ziemlich angenehm. Die Sonne schien und die Temperaturen waren schätzungsweise bei 20 Grad. Ich nahm mir eine Kippe und zündete sie an. Dann lehnte ich mich aufs Gelände und schaute auf die Straße. Warum musste ich heute nur wieder zurück? Wir waren doch sonst immer zwei, drei Wochen unterwegs. Gerade dieses Mal waren wir nur eine Woche auf Tour. Verdammt. Warum musste ich mich gerade in Deutschland verlieben? Ich hörte wie die Balkontür aufging und Silvi zu mir schlurfte. „Morgen!“, murmelte sie mir zu. „Morgen!“, drehte ich mich zu ihr und versuchte sie an zulächeln. Ich nahm einen Zug von meiner Zigarette und schaute wieder auf die Straße. Silvi kam zu mir, umarmte mich von hinten und lehnte ihren Kopf auf meinen Rücken. „Wie spät ist es eigentlich?“, fragte sie müde. Gute Frage. Ich schaute auf die Uhr. „9.30 Uhr!“, antwortete ich nur knapp. „Wann...“. „Keine Ahnung!“, unterbrach ich sie gleich und schnippte meine Kippe vom Balkon. Silvi ließ mich los. „Was hast du?“. Ich atmete tief durch und drehte mich dann zu ihr um. „Tut mir Leid! Es ist nur... Verdammt. Ich fliege heut nicht einfach nur zwei Städte weiter. Ich fliege nach Finnland. Weiß-ich-nicht-wieviele Kilometer von Deutschland entfernt!“. Silvi schaute zu Boden. „Gestern bin ich dem Gespräch aus dem Weg gegangen, weil ich wusste das wir noch ein bisschen Zeit haben... aber jetzt...“, erklärte ich weiter. „... Es ist alles so irreal! Wir kommen für drei Gigs nach Deutschland, nehmen uns ne Vorband, die kaum bekannt ist. Dann seh ich dich, verliebe mich, komm mit dir zusammen!“. „Kann man wohl als Zufall bezeichnen!“, meinte Silvi. „Oder als Schicksal, wie es Eero sagen würde!“, lächelte ich sie jetzt an. Silvi schaute mich an und nahm meine Hand. „Komm jetzt einfach wieder mit ins Bett, okay? Wir haben noch ein paar Stunden und die sollten wir genießen...“. Ich nickte und folgte ihr dann zurück ins Zimmer. „Obwohl... ich wüsste da jetzt gerad was besseres!“, grinste ich. „Und?“. „Wie wärs mit einer morgendlichen Dusche?“. „Keine schlechte Idee! Aber da nach gehen wir wieder ins Bett!“, grinste Silvi. „Okay...!“. Ich zog Silvi zu mir und küsste sie. Meine Hand wanderte über ihren Rücken, langsam nach unten. Ich schob ihr T-Shirt leicht hoch. „Vielleicht ist Bett doch erstmal besser!“, grinste ich dann. „Sag ich doch!“.

44. Katja

Lautes Hämmern riss mich aus meinem Traum. Ich schaute mich um. Wo war ich gleich noch mal? A ja. In Akis Zimmer. Jetzt hörte ich wieder dieses laute Hämmern. Ein Bett weiter vergrub Aki gerad sein Kopf unter dem Kissen. Wieder lautes Hämmern. Hey... das war kein Hämmern. Das war ein Klopfen. Ich stand auf und ging rüber zu Aki. „Willst du nich mal aufmachen?“, stupste ich ihn an. „Du stehst schon. Also kannst du auch aufmachen!“, murmelte er. Was für eine geniale Theorie. Also schlurfte ich zur Tür und öffnete sie. Ein etwas verwirrt drein blickender Typ stand vor der Tür. Wenn mich nicht alles täuschte war es der Tourmanager von The Rasmus. Er schaute verwundert an die Tür und überprüfte die Nummer. „Ähm... ist dass das Zimmer von Aki Hakala und Lauri Ylönen?“, fragte er verwirrt. Ich nickte nur. „Und was machst du dann hier?“, meinte er jetzt genervt. „Schlafen!“, kam es von Aki, der gerade ebenfalls zur Tür schlurfte. „Seit wann gibt’s du dich mit Groupies ab?“, fragte der Typ wütend. „Ich bin kein Groupie!“, sagte ich empört. „Sie ist die Drummerin von unserem Support!“, erklärte Aki noch gähnend. „Mir egal. Was macht sie hier und wo ist Lauri?“. „Lauri ist bei Silvi!“. „Silvi?“, fragte der Typ. „Ja, Silvi.... sie ist die Managerin von Nightmare... und Katja ist hier, weil ich keinen Bock hatte alleine zu pennen!“. „Weißt du wie spät es schon ist?“, fragte der Manager jetzt total genervt. „Nee, aber du wirst es mir sicher gleich sagen!“, gähnte Aki wieder. „Genau 10.34Uhr! Um 14.00Uhr fahren wir vom Hotel ab. Wenn ihr nicht pünktlich seit, vor allem wenn Lauri nicht pünktlich ist, ist was los!!!“. Der Manager zischte wütend ab. Ich rieb mit meiner Hand meine Augen. „Es sind noch 3 ½ Stunden und er macht jetzt schon son Theater?“, fragte ich. „Yupp... macht er immer. Aber, er kann ja auch nicht wissen, dass wir beide noch bis 6 Uhr Party gemacht haben!“ grinste Aki. Okay, das konnte er wirklich nicht wissen. Aki und ich waren heute morgen nicht gleich ins Bett gegangen. Aki hatte in seinem Minikühlschrank noch ein paar Bier, die geleert werden mussten. Und da Aki nicht alleine trinken wollte, hatte er Lauris Strafe aufgehoben. War noch ziemlich lustig gewesen... „Ich geh jetzt wieder ins Bett!“, murmelte Aki. „Gute Idee!“

45. Lauri

Es war soweit. „Die Stunde der Wahrheit!“, wie es jetzt in einem schlechten Buch heißen würde, war gekommen. Wir standen alle vor einem Kleinbus, der uns zum Flughafen bringen sollte. Zuerst wollte ich mich schnell von den drei Mädels verabschieden. Ich ging zu Jul und umarmte sie. „Machs gut! Glaub mir... der schwere Kopf ist bald weg!“, grinste ich sie an. Jul versuchte zu lächeln. Es blieb bei dem Versuch. Dann ging ich zu Katja. Die war nur gerade mit Aki beschäftigt. „Pass auf dich auf, Kleine!“, knuffte er sie am Arm. „Mach ich... Tiger!“, grinste sie zurück. „Ähm... Darf ich dir schnell Tschüss sagen?“, fragte ich Katja. Sie nickte. Wir umarmte uns schnell. Jetzt noch schnell zu Ina. Auch sie umarmte ich schnell. „War echt schön mit euch!“, lächelte ich sie an. „Mit euch auch!“. „Und pass mir ja auf Silvi auf!“, grinste ich noch. „Pah... Vielleicht spiel ich noch Silvi-Sitter!“, grinste sie frech zurück. Jetzt schob Eero mich beiseite. „Ich will Ina auch noch Tschüss sagen!“. „Kannst du ja jetzt!“, meinte ich zu Eero und ging beiseite. Und dann musste ich wohl oder übel der Wahrheit ins Auge blicken. Ich ging zurück zu Silvi. Sie schaute mich traurig an. „Kannst du nicht noch bleiben?“. „Oh... gerne doch! Aber wie gesagt. Wir haben morgen schon diesen Pressetermin in Helsinki!“, erklärte ich ihr. Ich ging näher auf sie zu und küsste sie. Im Augenwinkel sah ich, wie Ina uns fotografierte. Ich hörte auf Silvi zu küssen und schaute Ina fragend an. „Beweise! Sonst glauben das unsere Eltern nie!“, grinste sie. „Ich warne dich! Wenn das Bild auch nur ansatzweise in irgendeiner Zeitung oder im Internet auftaucht, dann...“. „Hey... ich warne dich!!! Droh mir noch einmal und ich mach mit dem Foto Millionen!“, grinste Ina mich fies an. „Verdammt! Tu das! Wenn’s dich glücklich macht!“, grinste ich zurück. „Lauri? Wir müssen los!“, sagte Pauli uns stieg in den Kleinbus ein. Am Fenster saß schon ein genervter Tourmanager, der wild auf seine Uhr zeigte. Aki und Eero stiegen auch schon ein. „Tschüss!“, winkten sie den anderen nochmals zum Abschied. Ich wandte mich jetzt wieder Silvi zu. „Ich ruf dich sofort an, wenn ich in Helsinki gelandet bin!“, versprach ich ihr. „Tu das!“, sagte Silvi. „Lieber wärs mir aber, wenn ich du gleich hier bleibst!“. „Mir auch!“, seufzte ich. Silvi legte ihre Hände um meine Hüften. Ich meine um ihre. Dann legte ich meine Stirn gegen ihre. „Kannst ja mitkommen!“, schlug ich vor. „Und wie sollen die drei da hinten nach Hause kommen?“. Stille. „Ich liebe dich!“, flüsterte ich jetzt. Silvi schaute mir in die Augen und küsste mich. Gott. Wie ich das vermissen würde. Ich schloss meine Augen und versuchte für diesen einen Augenblick alles um mich herum zu vergessen! Es gab gerade nur mich und Silvi.................. bis so ein Vollidiot hupen musste. „Lauri... ich trenn dich ja nur ungern von Silvi, aber wir müssen los!“, drängelte Eero. Ich seufzte lautstark. „Ich werde dich so bald wie möglich besuchen!“, flüsterte ich. Silvi nickte nur. „Machs gut!“, sagte ich und gab ihr einen letzten, langen Kuss. Dann ließ ich sie los und ging ohne mich um zudrehen zum Bus. Hätte ich mich noch mal umgedrehte, wäre ich sofort wieder zu Silvi gelaufen und genau das wollte ich verhindern. Ich setzte mich direkt ans Fenster. Der Bus fuhr los und ich schaute ein letztes Mal zu Silvi.

THE END

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